Archiv der Kategorie: TV + Hörfunk

Neue WDR- Gesundheitssendung mit Prominenten in der Arztpraxis

Die Sendungen – jeweils von 20.15 bis 21 Uhr im WDR Fernsehen und in der WDR Mediathek

Prominente erzählen, was sonst nur ihre Ärzte erfahren: Horst Lichter, Wolfgang Bosbach und Janine Kunze kommen am 6., 13. und 20. Januar 2020 (jeweils 20.15 bis 21 Uhr) in „Hirschhausens Sprechstunde“ im WDR Fernsehen. In den ersten drei Folgen der neuen Gesundheitssendung sprechen sie mit Dr. Eckart von Hirschhausen über ihre Krankheiten. Aus dem Talk entwickeln sich Themen und Zusammenhänge, die den Zuschauer*innen Orientierung geben sollen im Dschungel der Gesundheits-Tipps. Zum Start geht es um „Horst Lichter und den Schlaganfall“, „Wolfgang Bosbach und den Krebs“ sowie die Volkskrankheit „Rücken“ mit der Schauspielerin und ehemaligen Krankenschwester Janine Kunze.

„Ich freue mich sehr auf diese Sendung, die ich mit entwickeln durfte. Wir haben viele Ideen, die über die klassischen Gesundheitsformate hinausgehen. Wir verbinden Unterhaltung, Wissen, ernste Gespräche und viel Spontaneität miteinander – genau das, was ich seit Jahren auch auf der Bühne so liebe“, sagt Eckart von Hirschhausen.

Horst Lichter und Schlaganfall

Die erste Ausgabe von „Hirschhausens Sprechstunde“ widmet sich am 6. Januar 2020 dem Thema Schlaganfall. Jedes Jahr erleiden knapp 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Was kann man vorbeugend tun, wie wichtig ist die Früherkennung und welche Auswirkungen hat in diesem Zusammenhang der Faktor Stress? Um diese und andere Fragen zu klären, trifft Eckart von Hirschhausen in seiner „Praxis“ auf Horst Lichter, bekannt als der ewig gut gelaunte TV-Koch und Entertainer. Nur wenige wissen, dass Lichter schon mit Mitte 20 zwei Schlaganfälle überstehen musste. Der Grund: Extreme Arbeitsüberlastung und Stress. In der medizinischen Konsultation bei Eckart von Hirschhausen erläutert Lichter, wie seine Lebensumstände damals waren, was er danach in seinem Leben geändert hat und was er heute zur Entspannung macht.

Wolfgang Bosbach und Krebs

Jährlich erkranken insgesamt etwa 480.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Blickt man auf die Erkrankungszahlen der vergangenen Jahre, zeigt sich jedoch ein Trend: Seit 2011 ist die Zahl zurückgegangen. Wolfgang Bosbach weiß seit 2011 , dass er unheilbar an Prostata-Krebs erkrankt ist. Bei seinem Besuch in „Hirschhausens Sprechstunde“ am 13. Januar erzählt der Politiker, wie er mit der Diagnose umgeht und wie er es schafft, trotz seiner Erkrankung ein aktives und zufriedenes Leben zu führen. Eckart von Hirschhausen klärt zudem über den aktuellen Forschungsstand auf und erläutert, welche Vorsorgeuntersuchungen aus seiner Sicht sinnvoll sind und welche nicht.

Janine Kunze und Rücken

75 Prozent aller Berufstätigen waren 2018 von der Volkskrankheit Nummer eins betroffen: Rückenschmerzen. Eine von ihnen ist Janine Kunze. Die Kölnerin ist erfolgreiche Schauspielerin und Moderatorin, seit 17 Jahren glücklich verheiratet und Mutter von drei Kindern. Ihr Leben – eine Erfolgsgeschichte. Einziger Wermutstropfen: Ihre sie seit Jahren plagenden Rückenschmerzen. Seit einem Sportunfall in ihrer Jugend wird sie immer wieder von heftigen Schmerzen heimgesucht. In seiner Sprechstunde gibt Eckart von Hirschhausen Janine Kunze und den Zuschauer*innen Tipps zur Akutbehandlung, erklärt spezifische Rückenübungen und erläutert, welche Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll sind und welche nicht.

„Hirschhausens Sprechstunde“ ist eine Produktion der Bavaria Entertainment (Produzent: Alessandro Nasini) im Auftrag des WDR (Redaktion: Jörg Gaensel und Carsten Wiese). Vorbild der Sendung ist das französische TV-Format „Ca ne sortira pas d’ici“.

Die Sendungen – jeweils von 20.15 bis 21 Uhr im WDR Fernsehen und in der WDR Mediathek

Montag, 06.01.2020: „Hirschhausens Sprechstunde“ mit Horst Lichter
Montag, 13.01.2020: „Hirschhausens Sprechstunde“ mit Wolfgang Bosbach
Montag, 20.01.2020: „Hirschhausens Sprechstunde“ mit Janine Kunze

Großer WDR-Test: Krankenhauskeime – wie verbreitet sind sie wirklich?

Krankenhauskeime und ihre Verbreitung

Die Angst, sich im Krankenhaus mit Antibiotika-resistenten Keimen zu infizieren, ist weit verbreitet – der Keim dagegen nicht. Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Untersuchung der beiden WDR-Sendungen Quarks und Servicezeit. In Remscheid, Bonn und Köln wurden insgesamt 500 Menschen auf den Krankenhauskeim MRSA getestet. Am 14. November berichten die Servicezeit (18:15 – 18:45) und Quarks (21:00 – 21:45) im WDR Fernsehen über die Ergebnisse.

WDR Betriebsarzt Michael Neuber, Moderator Ranga Yogeshwar und Krankenhaushygienikerin Birgit Ross © WDR/Axel Bach

WDR Betriebsarzt Michael Neuber, Quarks-Moderator Ranga Yogeshwar und Krankenhaushygienikerin Birgit Ross von der Uni-Klinik Essen (von links)

Ein Test dieser Art mit gesunden Probanden aus der Allgemeinbevölkerung wurde bisher in Deutschland noch nie durchgeführt. Umso gespannter waren die Experten auf das Ergebnis. Unter den 500 Proben konnte nur bei einer Person der Krankenhauskeim festgestellt werden. Dr. Birgit Ross, Leiterin der Krankenhaushygiene der Uni-Klinik Essen, betont: „Für uns war das interessant, weil wir ja normalerweise nur unsere Patienten testen. Das heißt, wir wissen relativ gut, wie viele Menschen bei uns betroffen sind. Wir wissen aber eigentlich nichts über die Allgemeinbevölkerung. Und so war das auch für uns ein interessanter Befund, dass nur eine einzige Probe positiv war. Denn das ist doch sehr wenig.“

Experten schätzen, dass maximal ein Prozent der Bevölkerung MRSA-Träger ist. Der Test könnte darauf hindeuten, dass dieser Anteil eher kleiner ist.

Im September dieses Jahres hatten die Servicezeit und Quarks zum großen Keimtest aufgerufen. Im WDR in Köln führte Betriebsarzt Michael Neuber gemeinsam mit Medizinern der Uni-Klinik Essen Wattestäbchen-Tests durch. Auch WDR Intendant Tom Buhrow, Servicezeit-Moderatorin Yvonne Willicks und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar ließen sich testen. Weitere Proben nahmen die Servicezeit-Ärzte Doc Esser und Aylin Urmersbach auf den Marktplätzen in Remscheid und Bonn.

Schwere Infektionen sind möglich

Für gesunde Menschen ist der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) ungefährlich. Oft verschwindet er sogar wieder von selbst. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt und gelangt der Keim in offene Wunden, kann es zu schweren Infektionen kommen. Besonders bei Krankenhausaufenthalten ist deshalb bei vielen Menschen die Sorge groß, sich mit dem Keim zu infizieren. „Dabei haben im Krankenhaus 90 Prozent der infizierten Menschen die Keime selbst mitgebracht“, so der Autor der Beiträge Axel Bach, der gemeinsam mit seiner Kollegin Christina Sartori den großen WDR-Keimtest organisierte.

Mehr Infos zum Thema http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/uebersicht-krankenhauskeime-100.html

Ihre Meinung Moderatorin Bettina Böttinger ©WDR/Melanie Grande

Der WDR-Zuschauertalk macht den Pflegenotstand zum Thema

Ihre Meinung: Hilflose Patienten, überfordertes Personal – Ist die Pflege noch zu retten?

WDR Fernsehen, Mittwoch, 11. Oktober 2017, 20:15-21:45 Uhr

Ihre Meinung Moderatorin Bettina Böttinger ©WDR/Melanie Grande

Ihre Meinung
Moderatorin Bettina Böttinger
©WDR/Melanie Grande

Pflegenotstand in Deutschland – wie gravierend die Situation ist, hat der angehende Krankenpfleger Alexander Jorde vor Kurzem gegenüber Bundeskanzlerin Merkel auf den Punkt gebracht: „In deutschen Krankenhäusern und Altenheimen wird die Menschenwürde tagtäglich tausendfach verletzt.“

„Ihre Meinung“, der WDR-Zuschauertalk mit Bettina Böttinger, macht die Situation in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Thema. 90 Minuten lang diskutieren 100 Zuschauerinnen und Zuschauer aus ganz Nordrhein-Westfalen mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, dem Pflegekritiker Claus Fussek und der Pflegeexpertin Dr. Tanja Segmüller darüber, was bei der Pflege in Deutschland schiefläuft, und was sich verändern muss.

Insgesamt gibt es nach Verdi-Schätzungen in deutschen Krankenhäusern 70.000 Pflegerinnen und Pfleger zu wenig. Die Gewerkschaft fordert deshalb gesetzliche Regelungen für die Personalausstattung in Kliniken. Aber woher soll das neue Personal kommen? Höhere Gehälter würden den Pflegeberuf sicherlich attraktiver machen. Doch wer soll das bezahlen? Stehen wir vor einer massiven Erhöhung der Pflegeversicherung, obwohl die letzte Bundesregierung den Pflegebeitrag schon aufgestockt hat? Wird eine mögliche Jamaika-Koalition bzw. die neue Regierung das Thema anfassen und endlich handeln? Die Misere in der Pflege – ein Thema, das jeden Menschen im Alter betreffen könnte.

Virtual Reality – Revolution im Wohnzimmer?

Quarks & Caspers: Virtual Reality – Revolution im Wohnzimmer?

Ein wichtiges Thema, das uns in Zukunft noch sehr viel mehr beschäftien wird. Unten finden Sie den Link zum Videoclip in der Mediathek.

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Copyright ©WDR

Sie wird unser Leben verändern: Virtual Reality. Viele reden darüber, aber die wenigsten haben es bisher wirklich ausprobiert. Quarks zeigt, wie VR funktioniert und was in virtuellen Welten schon heute alles möglich ist – nicht nur für Computerspieler. Psychologen kurieren Angstpatienten per Virtual-Reality-Brille und Chirurgen üben schwierige Operationen zuerst virtuell. Aber die Hersteller wollen mehr: Virtual Reality soll endlich massentauglich werden. Facebook-Chef Marc Zuckerberg plant in den nächsten zehn Jahren über drei Milliarden Dollar in die Weiterentwicklung von VR zu investieren. Die Vision: In den sozialen Netzwerken der Zukunft trifft man in virtuellen Welten die digitalen Avatare seiner Freunde. Quarks beschäftigt sich mit den Gefahren, aber auch mit den Chancen, die ein Leben in der Virtualität bietet.

Therapie gegen Höhenangst

Virtual Reality ermöglicht uns in andere Welten einzutauchen und sie aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten – zum Beispiel aus der eines Tieres. Aktivisten und Journalisten, aber auch Psychologen und Medienwissenschaftler sehen in der Virtual-Reality-Technik eine Chance für Menschen, mehr Mitgefühl zu entwickeln. Einige bezeichnen VR sogar als „Empathie-Maschine“. Quarks geht der Frage nach, ob Virtual Reality uns tatsächlich zu einfühlsameren Menschen machen könnte.

Kritiker befürchten, dass wir in Zukunft immer häufiger in virtuelle Realitäten flüchten und uns hinter der VR-Brille von unserer Außenwelt abschotten. Die Antwort der Entwickler darauf lautet: Mixed Reality. Die nächsten Generationen der Brillen werden durchsichtig – virtuelle und echte Realität verschmelzen. Das eigene Wohnzimmer wird dann wahlweise zum virtuellen Arbeits- oder Spielplatz. Quarks zeigt, wie weit die Entwickler schon heute sind.

Virtual Reality-Therapie gegen Höhenangst | Quarks & Caspers: Virtual Reality – Revolution im Wohnzimmer? vom 16.05.2017 | video

Die Zahl der Keimpatienten steigt

Plusminus/CORRECTIV.org

Mehr als jedes vierte Krankenhaus in Deutschland erfüllt Hygienevorschriften nicht – Mehr Keimpatienten

Mehr als jedes vierte Krankenhaus, genau 26 Prozent, erfüllt die Hygienevorschriften des Robert Koch Instituts nicht und beschäftigt zu wenig Hygienepersonal. Das ergeben gemeinsame Recherchen des ARD-Magazins Plusminus und des Recherchezentrums CORRECTIV.org. Schlusslicht ist demnach Bremen, wo 43 Prozent aller Kliniken die Vorgaben nicht erfüllen, auf dem vorletzten Platz liegt Thüringen mit 42 Prozent, danach folgt Berlin mit 37 Prozent. Am besten schneidet dagegen Hamburg ab, wo nur 10 Prozent der Kliniken die Hygienevorgaben verfehlen.

CORRECTIV.org und Plusminus haben erstmals eine frei zugängliche Datenbank erstellt, in der man auf der Homepage plusminus.de nachschauen kann, welche Krankenhäuser die Hygienestandards erfüllen und welche nicht.

Dirk Janssen, Vizechef des Landesverbands Nord der Krankenkasse BKK, hält die Ergebnisse für alarmierend. Sie zeigten „gravierende Mängel“ vieler Kliniken im Umgang mit Hygiene. Wenn sich nichts ändere, „kostet das jedes Jahr tausenden Patienten das Leben“, sagt Janssen.

Das Bundesgesundheitsministerium schiebt die Verantwortung den Bundesländern und den einzelnen Kliniken zu. Mit dem Infektionsschutzgesetz von 2011 sollten bis Ende 2016 verbindliche Regelungen für ausreichendes Hygienepersonal geschaffen werden. Gesundheitsminister Herrmann Gröhe (CDU) stellte Anfang 2015 außerdem einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung multiresistenter Keime in Kliniken vor, der zum Ziel hatte, bis Ende 2016 mehr Hygienepersonal einzustellen. Das Erreichen des Ziels wurde „auf Bitten der Länder zwischenzeitlich bis Ende 2019 verlängert“, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Walter Popp, Vizepräsident der deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene kritisiert: „Die Krankenhäuser haben die Initiative ausgesessen.“

Weitere Infos: Mittwoch, 11.1.2017, um 21.45 Uhr im ARD-Magazin Plusminus im Ersten.

Mobbing – 7 Dinge, die Sie wissen sollten

Systematisch runtermachen. Über Wochen, über Monate, Jahre. Offline und im Netz. Solange, bis das Opfer nicht mehr kann. Sich zurückzieht und aufgibt. Das ist Mobbing.

 

© WDR

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Nicht immer muss es so schlimm enden wie für Amanda Todd. Die 16-jährige Kanadierin wurde berühmt – posthum. Ihre Mobbing-Geschichte im Netz war eine Anklage an ihre Peiniger und die Voyeure – und ihr virtueller Abschiedsbrief. Als sie das Video postete, wusste sie bereits, dass sie sich das Leben nehmen würde. Auch in Deutschland, so schätzen Experten, begehen 1000 bis 2000 Jugendliche jedes Jahr Suizid, weil sie gemobbt werden. Ungefähr 1,5 bis 2 Millionen Menschen in Deutschland haben schon einmal selbst Mobbing erlebt. Mobbing ist überall – und es ist gefährlich.

Warum mobben wir?

 

Doch was bringt Menschen dazu, andere derart fertig zu machen? Quarks & Caspers begibt sich auf die Suche nach den Motiven. Den Motiven der Täter und ihren Helfern – aber auch auf die Spur nach den Motiven derer, die zuschauen und gar nichts tun. Wie gehen die Täter vor? Wie funktioniert das System „Mobbing“? Und warum machen zu wenige etwas dagegen?

Es klingt doch so einfach: Wenn der Täter das Opfer mal wieder in die Mangel nimmt, dann muss doch einfach jemand „Stopp“ sagen und einschreiten, um den Täter aufzuhalten. Denn theoretisch ist fast jeder Mensch gegen Mobbing. Außenstehende bleiben trotzdem viel zu oft außenstehend und teilnahmslos. Einmischen und helfen kommt vielen nicht in den Sinn. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der LMU München versucht Quarks & Caspers diese Blockade zu erklären und vielleicht sogar zu lösen.

Ausweg aus der „Mobbing-Routine“?

 

Sicher ist: Es kann jeden treffen – sollte es aber nicht. Lösungen gegen Mobbing suchen nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Schulen – denn dort wird viel gemobbt. Das hat oft tiefgreifende Folgen für die Schüler. Denn Kinder sind auch gegenüber den Folgen sozialer Gewalt – wie Mobbing – besonders wehrlos. Eine Schule in Recklinghausen hat ein System gegen Mobbing entwickelt, das scheinbar funktioniert. Wir haben Sie besucht.

WDR 5 Thementag über seelische Gesundheit

Was ist schon normal? – WDR 5 Thementag am 10. Oktober

Menschen fühlen sich gestresst, einsam oder bedrückt. Sind sie deshalb krank? Und was heißt eigentlich „seelisch gesund“? Diese und viele weitere Fragen stellt der WDR 5-Thementag am 10. Oktober 2016 – und versucht, Antworten zu finden.

© WDR/picture alliance

Wie man mit einer psychischen Krankheit gut umgehen kann, zeigt das „Morgenecho“ in einer Reportage über ein Projekt in Solingen, bei dem die Patienten zu Hause betreut werden. Außerdem stellt die Frühsendung von WDR 5 die Frage, wie es Politikern gelingt, mit Stress und vielen Terminen klarzukommen. Die Verbundenheit mit anderen Menschen, mit der Familie, mit Partner und Freunden scheint für die Seele eine wichtige Rolle zu spielen. „Neugier genügt“ berichtet, welche Gedanken sich Psychiater und Philosophen darüber gemacht haben. „Was tun Sie für ihre seelische Gesundheit?“, fragt das „Tagesgespräch“. Hörerinnen und Hörer können ihre Erfahrungen mit dem Coach Dr. Holger Schlageter austauschen. Kann man sich Ängste von der Seele schreiben? „Scala“ versucht eine Antwort darauf zu finden.

„Leonardo – Wissenschaft und mehr“ geht der Frage nach, wie man Menschen helfen kann, die ihre Freunde ständig vor den Kopf stoßen und so gar nicht mit sich im Reinen sind – oder sich sogar selbst verletzen. Am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mainz hat man eine Therapie entwickelt, die Borderlinern helfen kann. Schulpsychologen machen einen wichtigen Job, doch leider gibt es viel zu wenige. „Westblick“ berichtet, wie der Alltag einer Schulpsychologin aussieht. In Unternehmen sollen oft Gesundheitsmanager dafür sorgen, dass weniger Mitarbeiter krank werden. Oder wollen sie ihre Belegschaft so nur leistungsfähiger machen? Das fragt die Sendung „Politikum“ am frühen Abend. Im Restaurant „Godesburger“ stehen gesunde und psychisch kranke Menschen gemeinsam hinter der Theke. „Profit“ stellt das Projekt vor, das in diesem Jahr mit dem Inklusionspreis des Landes NRW ausgezeichnet wurde. Kinder und Jugendliche können zwischen 20 und 21 Uhr im KiRaKa Digitalradio mit der Psychologin Elisabet Raffauf darüber sprechen, was für junge Menschen besonders wichtig ist, um gesund zu bleiben – und warum es manchmal nicht gelingt.

WDR 5 Thementag über seelische Gesundheit – Die Sendungen im Überblick:

6.05 – 9.45 Uhr: Morgenecho
10.05 – 12.00 Uhr: Neugier genügt
12.10 – 13.00 Uhr: Tagesgespräch
14.05 – 15.00 Uhr: Scala – Aktuelles aus der Kultur
15.05 – 16.55 Uhr: Leonardo – Wissenschaft und mehr
17.05 – 17.45 Uhr: Westblick – Das Landesmagazin
17.45 – 18.00 Uhr: Politikum – Das Meinungsmagazin
18.05 – 18.30 Uhr: Profit – Das Wirtschaftsmagazin

20.00 – 21.00 Uhr: KiRaKa Digitalradio mit der Psychologin Elisabeth Raffauf

Wohin geht das Geld im Gesundheitssystem?

Patientenabzocke: Wohin geht das Geld im Gesundheitssystem?

Ein Film von Christina Zühlke

Mittwoch, 20. Januar 2016, 22.10 – 22.55 Uhr, WDR Fernsehen

Dr. Ernst Girth sagt, wenn private Krankenhausträger Gewinne machen, dass können sie das nur auf Kosten der Behandlungs-qualität machen.

Dr. Ernst Girth sagt, wenn private Krankenhausträger Gewinne machen, dass können sie das nur auf Kosten der Behandlungs-qualität machen.

Sind wir im deutschen Gesundheitssystem rundum versorgt? Oder ist das eine Illusion? Ärzte und Krankenpfleger klagen seit Jahren über Überlastung – es fehlt also an Personal, an GELD fürs Personal. Andererseits berichten Ärzte, dass Operationen stattfinden, die eigentlich unnötig sind. Aber das Krankenhaus bekommt dann mehr Geld. Eine junge Ärztin sagt: „Ich bin manchmal nicht sicher, ob ich den Menschen helfe oder nicht mehr schade!“
In Arztpraxen werden Patienten regelmäßig aufgefordert, mit einer Individuellen Gesundheits-Leistung, kurz IGEL, doch ein bisschen mehr für ihre Gesundheit zu tun. Sinnvoller Zusatz oder Geldmacherei? Der Sprecher des demokratischen Ärztebundes sagt: „Igel-Leistungen wurden erfunden, um den Ärzten zusätzliche Einnahmen zu ermöglichen.“

Manuela Posewski musste nach einer Krebser-krankung fast 2 Jahre für eine Reha kämpfen. Fast hätte die alleinerziehende Mutter aufgegeben, sie hatte einfach keine Kraft mehr. © WDR

Manuela Posewski musste nach einer Krebser-krankung fast 2 Jahre für eine Reha kämpfen. Fast hätte die alleinerziehende Mutter aufgegeben, sie hatte einfach keine Kraft mehr. © WDR

Eine Krankenkasse fordert regelmäßig von den Krankenhäusern Geld zurück, weil sehr viele Rechnungen „fehlerhaft“ sind. Das sei sicher keine Absicht, sagen die Mitarbeiter. Dagegen sagt ein Kriminologe: „Deutsche Krankenhäuser mit ihrem Abrechnungen sind ein kriminalitätsförderndes Umfeld!“
Die Recherchen von Autorin Christina Zühlke beginnen damit, dass sie selbst eine seltsame Rechnung aus dem Krankenhaus bekommt und versucht, diese Rechnung zu kontrollieren. Daran scheint aber niemand ein Interesse zu haben, nicht mal die Krankenkasse. Die Autorin redet mit ehemaligen Chefärzten, die vom unauffälligen Druck der Verwaltung erzählen. Sie trifft eine alleinerziehende Mutter, die zweieinhalb Jahre dafür kämpfen musste, dass sie nach einer Krebserkrankung in Kur fahren durfte. Und sie trifft einen Wissenschaftler, der sagt: Arme Menschen sind in Deutschland die Verlierer des Gesundheitssystems. Sie sterben im Durchschnitt zehn Jahre früher.

Umweltzerstörung begünstigt Infektionskrankheiten

AIDS, Ebola, SARS: Umweltzerstörung begünstigt Infektionskrankheiten

„planet e.“ im ZDF begleitet „Virenjäger“ auf der Spur der Seuchen

Training für Ebolaeinsätze in Ghana Copyright: ZDF/Norbert Porta

Training für Ebolaeinsätze in Ghana
Copyright: ZDF/Norbert Porta

Der Mensch trägt eine Mitverantwortung für die Entstehung von Ebola und anderen Infektionskrankheiten. Denn so genannte „Zoonosen“ – Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden – nehmen aufgrund zerstörter Lebensräume zu. Das belegen neue Forschungen zu den Ursachen von Infektionskrankheiten. „planet e.“ war mit deutschen Wissenschaftlern auf Spurensuche im Regenwald in Panama und auf Tierfarmen in Afrika. Die Ergebnisse – für die Wissenschaftler ein Durchbruch in ihrer Zoonose-Forschung – sind erstmals am Sonntag, 8. November 2015, 14.50 Uhr, im ZDF zu sehen – in „planet e.: Die Virenjäger – Seuchen auf der Spur“.

Anhand von Fledermäusen, die als primäre Überträger von Ebola auf den Menschen gelten, gehen die Zoologen Professorin Simone Sommer und Professor Marco Tschapka von der Universität Ulm zusammen mit Virologen der Universität Bonn der Frage nach, wie solche Zoonosen entstehen. Bekanntestes Beispiel ist die Infektionskrankheit AIDS: Der Erreger ging vom Affen auf den Menschen über. Die beiden Ulmer Forscher machen sich auf in den Regenwald Mittelamerikas – begleitet von den ZDF-Filmemachern Andreas Ewels und Norbert Porta. Die Expeditionen starten von einer amerikanischen Forschungsstation in Panama: Über 6000 Fledermäuse gilt es zu fangen, Blutproben zu nehmen und an der Uni Ulm untersuchen zu lassen. Ziel der Arbeit: der Beweis der „Verdünnungstheorie“. Ergeben sich durch die Zerstörung von intakten Lebensräumen auch negative Veränderungen bei den Viren der Fledermäuse? Die Entwicklung gefährlicher Zoonose-Viren wird – so die ersten Forschungsergebnisse – dadurch begünstigt, dass das Immunsystem der Tiere bei sich verschlechternden Umweltbedingungen die Viren nicht mehr bekämpfen kann und deshalb verstärkt Krankheitssymptome auftreten.

Die Virologen der Universität Bonn konzentrieren sich auf die Übertragungswege. Dafür ist Dr. Isabella Eckerle in Ghana unterwegs. Ihre Theorie: Ausscheidungen, wie beispielsweise die der Fledermäuse, sind dafür verantwortlich. Direkt über Lebensmittel oder über das von Nutztieren gefressene Gras gelangen die Viren zum Menschen und können so Seuchen auslösen.

Gift in Lebensmitteln

WDR findet Arsen in Reis und Glyphosat in Backwaren

Der WDR wollte wissen: Enthalten unsere Backwaren tatsächlich Giftstoffe? Könnte unser Frühstücksbrötchen Krebs erzeugen? In einem Stichprobentest haben die Verbrauchermagazine „Servicezeit“ und „markt“ sowie WDR 2 und WDR 5 insgesamt 20 Proben im Labor untersuchen lassen. Das erschreckende Resultat: Glyphosat konnte in einem Großteil unseres Hauptgrundnahrungsmittels Brot nachgewiesen werden.

Broetchenkorb
© Zentralbild

Glyphosat ist umstritten, wird aber weltweit in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt. Beliebt ist die Substanz wegen seiner doppelten Wirksamkeit: Glyphosat bekämpft Unkraut und lässt Nutzpflanzen wie Getreide und Kartoffeln schneller erntereif werden. „Wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“, so stuft die Weltgesundheitsorganisation WHO das Herbizid ein. Dennoch wird es weltweit eingesetzt – und kann so in unser Frühstücksbrötchen und in unser Brot gelangen.

Aktuell berät die EU darüber, ob dieses Unkrautvernichtungsmittel weiterhin zugelassen wird. Die WHO stuft es als „wahrscheinlich krebserregend“ ein, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dagegen hält das Pestizid für unbedenklich

Der WDR prüft: Welche Indizien gibt es für den schwerwiegenden Verdacht der Krebsforscher?

Arsen in Reis und Reiswaffeln

Besonders bei Kleinkindern sind Reiswaffeln als Snack sehr beliebt. Doch können Eltern ihren Kleinen diese Knabberei bedenkenlos in die Hand drücken? In einer weiteren Stichproben-Untersuchung steht ein Stoff im Focus, der nicht in Lebensmittel gehört: Arsen. Erst vor wenigen Wochen warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung vor zu viel Arsen in Reiswaffeln. Aber auch Menschen, die gerne Reis essen, sind stutzig geworden. Immerhin ist Arsen den meisten Menschen als legendäres Mordgift bekannt. Wie viel Arsen steckt denn nun in unseren Lebensmitteln und wie kommt es da rein? Wie kann man sich davor schützen?

Über die Ergebnisse der WDR-Tests berichtet der WDR in folgenden Sendungen und im Internet:

Montag, 26. Oktober 2015

WDR 2 Quintessenz, vormittags im Tagesprogramm und auf
www.wdr2.de/service/quintessenz
WDR 5, Profit – Das Wirtschaftsmagazin, 18.05 – 18.30 Uhr
WDR Fernsehen, Servicezeit, 18.20 – 18.50 Uhr
WDR Fernsehen, markt, 21.00 – 21.45 Uhr

Dienstag, 27.Oktober 2015
WDR 5, Neugier genügt, Service Verbraucher, WDR 5, 11.50 Uhr