Unikliniken Baden-Württembergs fordern Änderungen bei geplanten Corona-Regeln

Mitarbeitende müssten sich dreimal in der Woche bei einem Testzentrum oder unter Aufsicht testen

Bei derartigen Maßnahmen kann man den Eindruck gewinnen, dass nicht die Vernunft, sondern blanker Aktionismus vorherrscht.

Die geplanten Corona-Maßnahmen des Bundes, die ab dem 1. Oktober 2022 in Kraft treten sollen, sehen für Gesundheitseinrichtungen verschärfte Regelungen und zusätzliche Bürokratie vor. So sollen zukünftig alle in Kliniken Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher nur mit einem aktuellen Test oder einem höchstens drei Monate alten Impfnachweis (nach dreifacher Impfung) und in beiden Fällen einer FFP2-Maske ein Krankenhaus betreten dürfen. Mitarbeitende müssten sich drei Mal in der Woche bei einem Testzentrum oder unter Aufsicht testen. „Diese Verschärfung der Maßnahmen in der aktuellen Phase der Pandemie macht aus medizinischer Sicht keinen Sinn. Zudem sind die geforderten Testungen von den Kliniken nur mit erheblichem Aufwand durchführbar und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter demotivierend. Bisher konnten sich die Beschäftigten regelmäßig selbst testen“, sagt Prof. Dr. Frederik Wenz, Sprecher des Kompetenzverbunds Uni-versitätsmedizin Baden-Württemberg und Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg.

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Was hilft? Was nicht? Was könnte helfen? COVID-19-Therapien auf dem Prüfstand

Symposium der Intensiv- und Notfallmediziner

Therapien von COVID-19-Infektionen haben sich in den nun fast drei Jahren seit Pandemiebeginn enorm weiterentwickelt. Wurde zum Beispiel das Virostatikum Remdesivir anfangs noch in der Breite angewendet, kommt es nach heutigem Kenntnisstand nur noch in bestimmten Krankheitsfällen zum Einsatz. Welche Therapie-Ansätze sich auf der Intensivstation bewährt haben und welche nicht, was State of the Art ist und welche neuen Ideen Potenzial versprechen, das steht im Fokus eines Symposiums am 30. November 2022 um 16:30 Uhr beim diesjährigen Jahreskongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) – DIVI22 – der vom 30. November bis 2. Dezember 2022 in Hamburg stattfindet. Unter der Leitung von Professor Stefan Kluge (Foto links), wissenschaftlicher Leiter des DIVI22 und Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie dem kommenden Kongresspräsidenten des DIVI23, Professor Thorsten Brenner (Foto rechts), Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen, werden in drei Vorträgen die Themen medikamentöse Therapie, ECMO-Therapie und Plasma-Austausch vorgestellt und diskutiert.

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„Ausgezeichnet rauchfrei“: Bronze für das Universitätsklinikum Freiburg

Mit der Zertifizierung hat das Deutsche Netz Rauchfreier Krankenhäuser die Rauchfrei-Strategie des Universitätsklinikums Freiburg zum tabakfreien Klinikum gewürdigt

Das Foto zeigt einen Aschenbecher voller Zigarettenkippen.

Ein Meilenstein ist erreicht: Das Universitätsklinikum Freiburg ist als rauchfreies Klinikum Bronze-zertifiziert. Vergeben wird dieses Zertifikat im Rahmen des Programms „rauchfrei plus“ des Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (DNRfK) nach internationalen Standards. Im August fand das Online-Audit zur Zertifizierung statt. Dabei stieß die bestehende Rauchfrei-Strategie des Klinikums auf große Zustimmung bei den Sachverständigen – und wurde mit einem Bronze-Zertifikat gewürdigt. 

Besser wäre es, wenn das Rauchen ganz verboten wäre. Es gibt ja schließlich auch keine Pavillons für Kokser und Heroinsüchtige. Warum also für Raucher:innen?

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So lassen sich Schmerzen selbst behandeln

Hintergründe verstehen – Ursachen erkennen – Schmerzen lindern

Das umfangreiche Buch von Roland Gautschi „Triggerpunkte & Faszien“ hat 383 Seiten, die voller gut aufbereiteter Informationen rund um die Schmerzbehandlung stecken.

Es ist sehr gut lesbar! Viele Bilder und Grafiken erklären bis ins Detail genau, was man gegen welche Schmerzen und Beschwerden selbst tun kann.

Es ist nicht nur für Menschen hilfreich, die bereits Erfahrung in der Anwendung dieser Methode haben, sondern es eignet sich auch für Neulinge.

Doch was sind Triggerpunkte genau?

Es sind schmerzhafte, dauerhaft verkürzte und schlecht durchblutete Zonen im Muskelgewebe, die oft ausstrahlende Schmerzen hervorrufen.

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HNO-Patient*innentag mit Kurzvorträgen

Am Donnerstag, 15. September gibt es im Rahmen der Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte eine Patient*innen-Informationsveranstaltung

„Hörminderung im Kindes- und Erwachsenenalter“, „Schnarchen: eine Volkskrankheit?“ und „Allergien auf dem Vormarsch?“ sind nur drei der insgesamt fünf Themen, um die es beim HNO-Patient*innentag am Donnerstag, 15. September von 17 Uhr bis 18.45 Uhr im „Hörsaal Killianstraße“ (Eingang B6, Killianstraße, 79106 Freiburg) der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg gehen wird. „Mit dem Patient*innentag wollen wir gebündelt und leicht verständlich über die neuesten Behandlungsmethoden in der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde informieren“, sagt Prof. Dr. Andreas Knopf, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg. Verschiedene Expert*innen des Universitätsklinikums Freiburg werden sich in den Kurzvorträgen auch den Themen „Ursachen und Therapie der Mundtrockenheit“ sowie „Tumore im HNO-Bereich“ widmen und im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird per E-Mail an hno.direktion@uniklinik-freiburg.de  bis zum 11. September gebeten.

Der Patient*innentag findet im Rahmen der 104. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte vom 16. bis 17. September in Freiburg statt. Tagungspräsident ist Prof.Knopf.  

Krankengeld – Ihre Rechte, Ihre Pflichten 

Kostenlose Online-Sprechstunde der Verbraucherzentrale Hamburg

Ob Burnout, Unfall oder komplizierte Operation – wer längere Zeit arbeitsunfähig ist, hat meist einen Anspruch auf Krankengeld von seiner gesetzlichen Krankenkasse. Die regelmäßigen Überweisungen sichern die Existenz, wenn Arbeitgeber oder Arbeitsagentur aufgrund einer Erkrankung kein Geld mehr zahlen. Doch der Bezug von Krankengeld geht oft mit vielen Fragen einher. Zudem gibt es immer wieder Probleme mit der Bewilligung oder Zahlung von Krankengeld durch die Krankenkassen. Viele Betroffene fühlen sich durch deren Anrufe und Schreiben unter Druck gesetzt.

In der kostenlosen Online-Sprechstunde klärt die Verbraucherzentrale Hamburg die wichtigsten Fragen rund ums Krankengeld, wie zum Beispiel: Woran bemisst sich die Arbeitsunfähigkeit? Welche Rechte und welche Pflichten gehen mit dem Bezug einher? Wann kann die Krankenkasse das Krankengeld streichen? Wonach darf die Krankenkasse fragen und wonach nicht?

Termin: Mittwoch, 7. September 2022, 
18.30 bis 19.30 Uhr
Referentin: Yvonne Vollmer, Rechtsanwältin und Patientenberaterin
Kosten:  unentgeltlich
Anmeldung: erforderlich unter www.vzhh.de/veranstaltungen

EU-Pflegestrategie: cep fordert mehr Hilfe für privates Umfeld

Pflege ist im Grundsatz Sache der Mitgliedstaaten.

Berlin/Freiburg. Europas Bevölkerung altert dramatisch. Die Pflegesysteme stehen vor immer größeren gesellschafts- und finanzpolitischen Herausforderungen mit massiven Personalengpässen. Die Kommission will daher am 7. September eine neue Pflegestrategie verkünden. Das Centrum für Europäische Politik (cep) hält eine Reform für dringend geboten. Die Denkfabrik pocht auf stärkere Hilfe für pflegende Freunde und Verwandte.

„Pflege ist im Grundsatz Sache der Mitgliedstaaten. Die Kommission muss die Kompetenzen der Mitgliedstaaten beachten und trotzdem Maßnahmen vorschlagen, um die Pflegesysteme substanziell zu stärken“, betont Patrick Stockebrandt. Der cep-Gesundheitsexperte hat sich gemeinsam mit Marco Mazzone vor der Reform besonders mit der sogenannten informellen Pflege durch Verwandte, Freunde oder Nachbarn befasst und Vorschläge für eine neue EU-Pflegepolitik entwickelt.

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„Kinder-Überzuckerungstag“

 foodwatch fordert strenge Regeln für Junkfood-Werbung

Das Foto zeigt ein Stofftier.
Kinder-Überzuckerungstag, Foto foodwatch
  • Kinder und Jugendliche haben schon am 12. August Zucker-Limit für ganzes Jahr erreicht 
  • foodwatch-Protestaktion vor Bundesernährungsministerium
  • Verbraucherorganisation fordert: Minister Cem Özdemir muss Junkfood-Werbung beschränken

    Berlin, 12. August 2022. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat mit Blick auf den heutigen „Kinder-Überzuckerungstag“ Bundesernährungsminister Cem Özdemir aufgefordert, Kinder vor Junkfood-Werbung zu schützen. Die Lebensmittelindustrie werbe mit beliebten Social-Media-Influencern, Comic-Figuren und TV-Spots vor allem für ungesunde Zucker- und Fettbomben. Die Folge: Kinder und Jugendliche äßen zu viel Süßigkeiten und Snacks und zu wenig Obst und Gemüse, so foodwatch. Mit einer Protestaktion vor dem Bundesernährungsministerium in Berlin forderten foodwatch-Aktivist:innen ein Gesetz, das Werbung an Kinder nur noch für ausgewogene Lebensmittel erlaubt. Werbung für ungesunde Lebensmittel solle in TV und Internet grundsätzlich nur noch zwischen 23 und 6 Uhr gesendet werden dürfen. Am „Kinder-Überzuckerungstag“ (12. August) haben Kinder und Jugendliche in Deutschland rechnerisch bereits so viel Zucker konsumiert, wie eigentlich für ein ganzes Jahr nach Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlaubt wäre. 

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Vortrag „Pflegebedürftig – was nun?“

Unter dem Titel „Plötzlich pflegebedürftig – was nun?“ referiert Helga Orth-Klugermann vom Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt Freiburg am Montag, 15. August um 19 Uhr im Galerieraum des Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof.

In ihrem Vortrag beschreibt sie die Unterstützungsangebote zuhause und ihre Finanzierung. Ebenfalls werden Versorgungsmöglichkeiten dargestellt für den Fall, dass die Unterstützung zu Hause nicht mehr ausreichen sollte. Veranstalter ist der Bürgerverein Oberwiehre- Waldsee. Der Eintritt ist kostenfrei.

gematik untersagt bis auf Weiteres Nutzung von VideoIdent-Verfahren in der Telematikinfrastruktur

Die gematik hat die weitere Nutzung von VideoIdent-Verfahren für die Ausgabe von Identifizierungsmitteln zur Nutzung in der Telematikinfrastruktur (TI) als nicht mehr zulässig erklärt und am 09.08.2022 verfügt, dass die Krankenkassen das VideoIdent-Verfahren ab sofort aussetzen. Dies ist aufgrund einer der gematik zugänglich gemachten sicherheitstechnischen Schwachstelle in diesem Verfahren aus Sicht der gematik unumgänglich. Sie handelt hier im Rahmen ihrer rechtlichen und verwaltungsgemäßen Befugnisse und vor dem Hintergrund des hohen Schutzbedarfs bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens.

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