Bei Kälte Hautausschlag: Neue Erbkrankheit entdeckt

Hautausschläge, Kopf- und Gelenkschmerzen, sobald die Temperaturen unter 15 Grad sinken

An diesen Symptomen leiden Patientinnen und Patienten mit angeborener Kälte-Urtikaria. Eine Forschungsgruppe der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat jetzt eine bisher unbekannte Form dieser entzündlichen Hauterkrankung entdeckt. Ihre Erkenntnisse erklären, warum herkömmliche Wirkstoffe bei manchen Betroffenen nicht helfen, und zeigen, was stattdessen wirksam sein könnte. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Communications*veröffentlicht.

Wenn niedrige Temperaturen juckende Quaddeln auf der Haut entstehen lassen, spricht man von Kälte-induzierter Nesselsucht (Kälte-Urtikaria). Bei vielen Patienten tritt die Erkrankung – aus bisher ungeklärten Gründen – spontan auf und ebbt nach einigen Jahren auch wieder ab. Einige wenige Betroffene jedoch erben die Krankheit von ihren Eltern. Bei ihnen sorgt ein Gendefekt dafür, dass das Immunsystem auf kalte Temperaturen reagiert. Die Folge sind nicht nur Hautausschläge, sondern auch Zeichen einer körperweiten Entzündungsreaktion, beispielsweise Fieber oder Gelenkschmerzen. Unter Leitung von Privatdozentin Dr. Karoline Krause von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Campus Charité Mitte haben Forschende jetzt eine neue erbliche Form der Kälte-Urtikaria entdeckt, die auf einer bisher unbekannten Mutation des sogenannten Faktor-XII-Gens beruht. Für die neue Erbkrankheit schlagen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Namen „FACAS“ (Faktor-XII-assoziiertes Kälte-induziertes autoinflammatorisches Syndrom) vor.

„Bei uns in der Klinik hat sich eine Familie vorgestellt, in der mindestens eine Person in jeder Generation von Geburt an über dieselben Symptome klagte“, erklärt Privatdozentin Dr. Krause: „Wenn die Betroffenen eine halbe Stunde lang einer Temperatur von unter 15 Grad ausgesetzt waren, entwickelte sich ein brennender Hautausschlag, der besonders stark bei windigem und feuchtem Wetter ausgeprägt war und erst Stunden nach der Rückkehr in wärmere Räume zurückging.“ Zusätzlich beschrieben die Patientinnen und Patienten Symptome wie Schüttelfrost, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Abgeschlagenheit. Im Gegensatz zu Menschen, die eine Kälte-Urtikaria spontan entwickeln, reagierten diese Patienten jedoch nicht auf den sogenannten Eiswürfel-Test. Ihre Symptome ließen sich außerdem nicht mit Antihistaminika behandeln, die bei spontaner Kälte-Urtikaria normalerweise helfen. „Die Symptome dieser Familie wiesen eindeutig auf eine angeborene Form der Kälte-Urtikaria hin“, sagt die Dermatologin. „Wir suchten daher in der Erbinformation der betroffenen Familienmitglieder nach Mutationen, die wir bereits als Ursache für die erbliche Variante der Erkrankung kennen – allerdings vergeblich. Stattdessen fanden wir einen bisher nicht beschriebenen Defekt im Faktor-XII-Gen.“

Die Forschungsgruppe konnte zeigen, dass dieser Defekt über eine Aktivierung des sogenannten Kontaktsystems zur Freisetzung entzündlicher Botenstoffe führt – und so schließlich die Nesselsucht auslöst. „Interessanterweise kennen wir Fehler im Faktor-XII-Gen eigentlich als Ursache für eine ganz andere Erkrankung, nämlich das hereditäre Angioödem“, erklärt Privatdozentin Dr. Krause. Beim hereditären Angioödem kommt es zu anfallsartigen und sehr schmerzhaften Hautschwellungen in tiefliegendem Gewebe. „Während die FACAS-Betroffenen also über Symptome einer angeborenen Kälte-Urtikaria klagen, sind die zugrunde liegenden Mechanismen ganz andere. Deshalb kommen für diese Patientinnen und Patienten Medikamente infrage, die wir normalerweise beim hereditären Angioödem verwenden.“ Tatsächlich verschwanden bei einer FACAS-Patientin die Kälte-induzierten Symptome weitgehend, sobald ihr der Wirkstoff Icatibant verabreicht wurde, der beim hereditären Angioödem im Akutfall eingesetzt wird.

Die aktuellen Studienergebnisse könnten dazu beitragen, die Krankheitsursache in bisher ungeklärten Fällen aufzudecken: Menschen mit angeborener Kälte-induzierter Urtikaria, bei denen bisher keine Ursache für die Erkrankung gefunden werden konnte und denen herkömmliche Medikamente wie Antihistaminika nicht helfen, können sich auf FACAS genetisch untersuchen lassen. „Zusätzlich planen wir eine kleine klinische Studie, um zu untersuchen, ob der Wirkstoff Lanadelumab den uns bekannten erwachsenen FACAS-Betroffenen nachhaltig Linderung verschafft“, erläutert die Studienleiterin. Lanadelumab ist ein Antikörper, der nicht nur im Akutfall, sondern auch über einen längeren Zeitraum beim hereditären Angioödem verabreicht werden kann.

*Scheffel et al. Cold-induced urticarial autoinflammatory syndrome related to factor XII activation. Nat Commun 11, 179 (2020). https://doi.org/10.1038/s41467-019-13984-8

Dringend medizinische und pflegerische Fachkräfte gesucht!

Gemeinsamer Aufruf des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg

Wegen personeller Engpässe durch Corona-Virus:

Stadt und Landkreis suchen dringend medizinische und
pflegerische Fachkräfte und Helfer/innen als Unterstützung in
Pflegeeinrichtungen, Kliniken und den Einrichtungen des
Rettungsdienstes.

Foto: Pexels

Wegen der Corona-Krise bestehen bereits jetzt personelle Engpässe in den Pflegeeinrichtungen und Kliniken im Stadtkreis Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Um diese Engpässe abzumildern, starten beide Kreise einen zentralen

Aufruf: „Wir suchen Helferinnen und Helfer – helfen Sie uns!“

Pflegeeinrichtungen, aber auch Kliniken suchen dringend und ab
sofort fertig ausgebildete medizinische und pflegerische Fachkräfte und Hilfskräfte.

Als solche kommen in Frage:

Alten- und Krankenpfleger/innen,
Intensivpfleger/innen,
Notfallsanitäter/innen,
Rettungsassistent/innen,
medizinisch-technische Assistent/innen,
pharmazeutisch-technische Assistent/innen,
Pflegehelfer/innen, ehemalige FSJ-ler/innen,
Medizinstudierende,
weitergebildete Alltagsbegleiter/innen und (ehemalige) Auszubildende im Pflegeberuf, die die Ausbildung nicht abgeschlossen haben.

Der Aufruf wendet sich auch an alle Personen mit Bezug zur Pflege
und ähnlichen Abschlüssen (Assistenzkräfte, Heilerziehungspflege
usw.) und an alle Menschen, die privat bereits gepflegt haben.

Zusätzlich sind auch Menschen ohne medizinische Grundkenntnisse
gefragt, die zupacken können und kurzfristig für ein paar Stunden
ehrenamtlich für Einrichtungen des Rettungswesens zur Verfügung
stehen wollen.

Je nach Qualifikation sind folgende Tätigkeiten möglich:

Grund-und Behandlungspflege, Abholen und Bringen von
Bewohner/innen und Patient/innen, Bringen von Mahlzeiten,
Handreichungen und Alltagsunterstützung von Bewohner/innen und
Patient/innen, Unterstützung bei der Hauswirtschaft in Einrichtungen
und Kliniken.

Wer die Bewohner/innen und Mitarbeitenden in den Pflege- und
Klinikeinrichtungen und Einrichtungen des Rettungswesens
unterstützen möchte, meldet sich bitte auf der gemeinsamen
Plattform von Stadt- und Landkreis:

www.freiburg.de/helferinnen

Für diese einzigartige Rekrutierungs-Aktion übernehmen die Stadt
Freiburg und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gemeinsam
die Koordination. Die Daten der Interessierten werden gesammelt,
gemeinsam bearbeitet und genutzt. Sie werden mit den Bedarfen der
Einrichtungen abgeglichen und an diese weiter gegeben. Die
Interessierten werden dann direkt von dort kontaktiert. Medizinisches
Personal und Pflegekräfte werden bei den jeweiligen Klinikträgern
eingestellt. Der Landkreis und die Stadt übernehmen die Aufgabe der
Vermittlung.

Mayo Clinic entwickelt Test zur Erkennung einer COVID-19-Infektion

Kürzere Bearbeitungszeiten für SARS-CoV-2-Testergebnisse

Dies ist eine Pressemitteilung der Mayo Clinic 

ROCHESTER, Minnesota (USA) ― Mayo Clinic hat einen Test entwickelt, mit dem das SARS-CoV-2-Virus in klinischen Proben erkannt werden kann. Das SARS-CoV-2-Virus verursacht COVID-19.

Der Test „Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus-2 (SARS CoV-2), Molecular Detection“ (Molekulare Erkennung des schweren akuten respiratorischen Syndroms Coronavirus-2 [SARS CoV-2]) wurde in vollem Umfang validiert. Die Testdaten werden bei der Food and Drug Administration (FDA) zur Prüfung und für die Zulassung für die Anwendung in Notfallsituationen eingereicht.

„Dieser Test sollte dazu beitragen, die derzeit sehr stark belasteten „Centers for Disease Control and Prevention“ (Zentren zur Krankheitskontrolle und Vorbeugung) sowie die Laboratorien in öffentlicher Hand zu unterstützen“ sagt William Morice II, M.D., Ph.D., President der Mayo Clinic Laboratories. „Wir tun alles, um in diesen Zeiten die Belastung zu mindern und Patienten hier in Rochester und auf der ganzen Welt mit Antworten zur Seite zu stehen.“

Mit dem Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktionstest (PCR) kann SARS-CoV-2 aus verschiedenen klinischen Proben identifiziert werden. Das PCR-Assay wurde für Testzwecke von respiratorischen Proben validiert, die Patienten mit einem Verdacht auf COVID-19 entnommen wurden, einschließlich nasopharyngealen Abstrichen, Sputum- und Rachenabstrichen, bronchoalveolären Lavagen und BAL-Proben.

Mayo Clinic befolgt die empfohlenen Richtlinien des CDC (Center for Disease Control and Prevention) für das Testen auf SARS-CoV-2, sodass US-amerikanische Gesundheitsdienstleister die Tests direkt an die Mayo Clinic senden können. Bestehenden Kunden von Mayo Clinic Laboratories wird das SARS-CoV-2-Assay in den USA und im Ausland angeboten.

Kürzere Bearbeitungszeiten für SARS-CoV-2-Testergebnisse

„Eine Person kann die Ergebnisse ihres SARS-CoV-2-Tests nun bereits innerhalb von 24 Stunden erhalten“, so Matthew Binnicker, Ph.D., ein klinischer Mikrobiologe und Direktor des Clinical Virology Laboratory (Klinisches Virologielabor) bei der Mayo Clinic in Rochester.

Durch die Zusammenarbeit mit Klinikern bei der Mayo Clinic und mit Gesundheitsdienstleistern weltweit stellen die subspezialisierten Labore der Mayo Clinic eine kritische Komponente der Patientenpflege dar. „Wir haben die fachliche Erfahrung, Tests wie diesen zu erstellen, und wir verstehen es als unsere Verpflichtung, das CDC und die öffentlichen Gesundheitslabore in diesen Zeiten zu entlasten“ sagte Dr. Binnicker.

Mayo Clinic steht in engem Kontakt mit Mitarbeitern des Minnesota Department of Health (Gesundheitsministerium des US-Bundesstaates Minnesota) und des CDC. Alle positiven Proben werden zwecks angemessener Nachtests und Bestätigung an das Minnesota Department of Health oder das CDC gesendet. Die Ergebnisse werden dann gemäß der jeweiligen Richtlinien an die öffentlichen Gesundheitsbehörden weitergeleitet.

Was Gesundheitsdienstleister wissen müssen

Laut CDS sind die am häufigsten auftretenden Symptome von COVID-19 Fieber, Husten und Atemnot. Der Schweregrad der COVID-19-Symptome erstreckt sich von leicht bis schwerwiegend. Der Zeitraum zwischen dem Kontakt mit dem COVID-19-Virus und dem Einsetzen von Krankheitssymptomen beträgt in der Regel zwischen zwei Tagen und zwei Wochen.

Weitere Informationen zu COVID-19

Es ist derzeit nicht geklärt, wie ansteckend COVID-19 tatsächlich ist. Es scheint sich zwischen Personen, die in nahem Kontakt zueinander stehen, auszubreiten. Es kann sich durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen einer angesteckten Person verbreiten. Es gibt keinen Impfstoff gegen COVID-19.

Weitere Informationen zu COVID-19, damit verbundenen Reiseeinschränkungen und Schritten zur Verhütung einer Virenansteckung finden Sie auf den Websites der CDC oder World Health Organization.

Über Mayo Clinic Laboratories
Mayo Clinic Laboratories ist das globale Referenzlabor der Mayo Clinic. Die Organisation bietet erweiterte Labortestverfahren und Pathologiedienstleistungen an und unterstützt weltweit 4000 Organisationen im Gesundheitswesen.

Über Mayo Clinic

Mayo Clinic ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Innovation in der klinischen Praxis, der Ausbildung und der Forschung verschrieben hat. Darüber hinaus steht sie allen Menschen, die Heilung benötigen, mit Mitgefühl, Fachkompetenz und Rat zur Seite. Besuchen Sie das Mayo Clinic News Network für weitere Mayo Clinic News und einen Einblick in die Mayo Clinic für weitere Informationen über Mayo.

Schutzvisiere aus dem Drucker

Mithilfe von 3D-Druck plant das Universitätsklinikum Freiburg Schutzausrüstung herzustellen / Überregionale Zusammenarbeit dank frei verfügbarer Anleitungen möglich

Druck eines Schutzvisier-Prototypen in der Klinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Freiburg Bildquelle: Universitätsklinikum Freiburg
Druck eines Schutzvisier-Prototypen in der Klinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Freiburg Bildquelle: Universitätsklinikum Freiburg

Um den Schutz seiner Mitarbeiter*innen und Patient*innen durchgehend während der momentanen Corona-Pandemie sicherzustellen, beginnt das Universitätsklinikum Freiburg mit der eigenen Herstellung von bestimmter Schutzausrüstung. Die Klinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikums Freiburg nutzt hierfür in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre an der Charité – Universitätsmedizin Berlin ihre fachliche Kompetenz im 3D-Druck. Das digitale Druckverfahren wird sonst für die Herstellung von Zahnersatz und entsprechenden zahnprothetischen Hilfsmitteln genutzt. Jetzt sollen Visierhalterungen und andere Hilfsmittel aus dem sterilisierbaren und biologisch abbaubaren Biopolymer PLA produziert werden. „Wir müssen in der aktuellen Situation kreative Lösungen finden und interdisziplinär zusammenarbeiten“, sagt Professor Dr. Benedikt Spies, Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikums Freiburg.

 Verschiedene Prototypen des Schutzvisiers werden am Universitätsklinikum Freiburg und an der Charité in Berlin für den Einsatz im medizinischen Bereich getestet. Bildquelle: Charité – Universitätsmedizin Berlin
Verschiedene Prototypen des Schutzvisiers werden am Universitätsklinikum Freiburg und an der Charité in Berlin für den Einsatz im medizinischen Bereich getestet. Bildquelle: Charité – Universitätsmedizin Berlin

Lösungen für Arztpraxen und andere Kliniken

Eine erste Fertigung von Visierhalterungen für den klinischen Einsatz hat bereits begonnen und wird momentan ausführlich von Teams in Freiburg und Berlin getestet. Mit einer gelochten und daran befestigten Overheadfolie zum Einmalgebrauch entsteht ein Schutzvisier, das in bestimmten Situationen besser schützt als eine konventionelle Schutzbrille. Die Mitarbeiter*innen der Fachbereiche prüfen online frei verfügbare Druckpläne und evaluieren Druckzeit, Materialverbrauch sowie Nutzbarkeit im medizinischen Bereich. „Wir möchten Alternativen aus Materialien bieten, die auf dem Markt momentan noch gut erhältlich sind. Die Druckanleitungen stehen frei zur Verfügung und werden von uns auf Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit getestet um anderen potentiellen Anwendern eine zeitraubende Testphase zu ersparen“, erklärt Dr. Christian Wesemann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre der Charité – Universitätsmedizin Berlin, den Nutzen für niedergelassene Ärzt*innen sowie Kliniken.

Schnellere Produktion durch Zusammenarbeit

Aufgrund der zu erwartenden hohen Nachfrage nach Schutzausrüstung ist eine bundesweite Kooperation möglich: „Damit wir möglichst rasch unsere Produktion vergrößern können, sind wir auf die Mithilfe von Zahnarztpraxen und anderen Einrichtungen angewiesen, in denen die entsprechenden Drucker momentan nicht genutzt werden“, sagt Spies. So könnte flexibel auf einen möglichen akuten Mangel bestimmter Schutzartikel reagiert und die Produktion auf weitere benötigte Gegenstände wie Plastikteile für Beatmungsgeräte oder Masken erweitert werden.

Maximale Unterstützung aus dem Klinikum

Das Pilotprojekt wird von der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie am Universitätsklinikum Freiburg unterstützt.

Einstein Stiftung initiiert Soforthilfeprogramm zur Unterstützung der medizinischen Versorgung in Berlin

„Einstein Student Support for Corona Medical Emergency“

Die Einstein Stiftung Berlin fördert in einem Soforthilfeprogramm Studierende, die vorübergehend in der medizinischen Grundversorgung der Charité – Universitätsmedizin Berlin zum Einsatz kommen sollen. Hierfür stellt die Einstein Stiftung der Charité 300.000 Euro im Rahmen des Soforthilfeprogramms „Einstein Student Support for Corona Medical Emergency“ zur Verfügung. Während der kommenden drei Monate können rund 100 Studierende jeweils mit 1.000 Euro pro Monat vergütet werden. Hintergrund ist der durch die Corona-Pandemie prognostizierte Mangel an Pflegekräften.

„Mit dieser Initiative will die Einstein Stiftung einen Beitrag dazu leisten, dass die Charité den bevorstehenden medizinischen und pflegerischen Herausforderungen möglichst gut gerecht werden kann. Durch die Unterstützung von Studierenden soll zudem das wichtige gesellschaftliche Engagement junger Menschen honoriert und gefördert werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Einstein Stiftung, Günter Stock.

„Wir begrüßen diese Initiative außerordentlich. Denn in den nächsten Tagen und Wochen werden wir eine große Anzahl von Patientinnen und Patienten behandeln müssen. Hier können Studierende der Medizin oder der Pflege einen wichtigen Beitrag leisten. Viele von ihnen haben vor dem Studium bereits pflegerische Erfahrungen gesammelt oder eine entsprechende Ausbildung absolviert“, sagt Heyo K. Kroemer, der Vorstandsvorsitzende der Charité.

Am Soforthilfeprogramm interessierte Studierende der Charité oder der Alice Salomon Hochschule können sich direkt an die Charité wenden unter

stud-freiwillige(at)charite.de. In der Kurzbewerbung sollten die Immatrikulationsbescheinigung sowie entsprechende Nachweise der pflegerischen Erfahrung enthalten sein. Die Studierenden werden nach Eignung ausgewählt und eingesetzt. Sie können die Dauer ihres Einsatzes und die tägliche Arbeitszeit nach Verfügbarkeit selbst bestimmen.

Immunschub gegen das Coronavirus

Impfstoff-Kandidat wird in Deutschland auf seine Wirksamkeit bei Infektionen mit dem neuen Coronavirus getestet

Das Foto zeigt eine Spritze und ein Serum. 
Foto von cottonbro von Pexels

Der Verlauf der Corona-Pandemie wird stark davon abhängen, wie schnell Medikamente oder Impfstoffe gegen das SARS-Co-Virus 2 entwickelt werden können. Forschende wollen nun in mindestens einer Phase-III-Studie untersuchen, ob der ursprünglich von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie gegen Tuberkulose entwickelter Impfstoff-Kandidat VPM1002 auch bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 wirksam ist. Die großangelegte Studie soll an mehreren Kliniken in Deutschland durchgeführt werden und wird ältere Menschen sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen umfassen, die besonders von der Erkrankung bedroht sind. VPM1002 könnte so helfen, die Zeit bis zu einem Impfstoff zu überbrücken, der spezifisch gegen SARS-Co-Virus 2 wirksam ist.

VPM1002 basiert auf einem Anfang des 20 Jahrhunderts entwickelten Impfstoff namens BCG. Studien an Mäusen zeigen, dass der BCG-Impfstoff nicht nur vor Tuberkulose, sondern auch vor Virusinfektionen der Atemwege schützen kann. An Grippe erkrankte Mäuse haben demzufolge weniger Influenza-A-Viren im Blut, wenn sie zuvor mit BCG geimpft wurden. Die Tiere wiesen dadurch weniger Schädigungen der Lungen auf. Eine Impfung mit BCG erhöht weiteren Studien zufolge auch die Resistenz der Tiere gegenüber anderen Viren wie zum Beispiel Herpesviren vom Typ 1 und 2. Aus den Niederlanden und Großbritannien gibt es zudem Hinweise darauf, dass BGC als sogenannter Bystander-Impfstoff gegen das neue Corona-Virus helfen könnte. Offenbar aktiviert eine Impfung mit BCG auch das Immunsystem gegen eine Virusinfektion. Dadurch verringert der Impfstoff die Gefahr schwerer Krankheitsverläufe und senkt so die Todesrate.

VPM1002 enthält abgeschwächte Tuberkulose-ähnliche Bakterien. Diese sind genetisch so verändert, dass Immunzellen sie besser erkennen können. Der ursprünglich am Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie von der Gruppe um Stefan H.E. Kaufmann entwickelte Impfstoff-Kandidat schützt dadurch wirksamer vor Tuberkulose als der alte Impfstoff und soll bei Neugeborenen und zur Auffrischung einer Impfung bei Erwachsenen eingesetzt werden. Neuste Studien haben ergeben, dass VPM1002 auch bei Krebserkrankungen wirksam sein und eine Rückkehr von Blasentumoren verhindern kann.

VPM1002 ist sicher und wirksamer als Standard-Impfung

Wissenschaftler haben diese Weiterentwicklung des BCG-Impfstoffs in einer Reihe von Studien an Mäusen sowie mehreren klinischen Studien untersucht. So hat 2018 eine Phase-II-Studie bestätigt, dass VPM1002 von Neugeborenen gut vertragen wird und wirksam ist. Derzeit wird der Impfstoff in einer weiteren Phase-III-Studie an erwachsenen Probanden in Indien getestet. Sie soll Mitte 2020 abgeschlossen sein. „Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass eine Impfung mit VPM1002 sicher und wirksamer als eine Standart-Impfung mit BCG ist“, sagt Stefan H.E. Kaufmann.

Das höhere Sicherheitsprofil von VPM1002 und die verbesserte Wirksamkeit lassen hoffen, dass der neue Impfstoff auch die Symptome einer Infektion mit dem SARS-Co-Virus 2 besser mildern kann als der BCG-Impfstoff. „Hinzu kommt, dass VPM1002 mithilfe modernster Produktionsmethoden hergestellt werden kann“, sagt Adar C. Poonawalla der Hersteller und Geschäftsführer von Serum Institute of India.“ So könnten innerhalb kürzester Zeit Millionen von Dosen bereitgestellt werden.“

Gespräche mit Behörden

Die beteiligten Partner, Vakzine Projekt Management (VPM) und das Serum Institute of India, haben bereits vielversprechende Gespräche mit den Behörden geführt, um eine Phase-III-Studie in Deutschland mit VPM1002 durchzuführen und die Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen und Beschäftigen im Gesundheitswesen zu untersuchen. „Diese Bevölkerungsgruppen sind besonders von der aktuellen Pandemie betroffen,“ so Leander Grode Geschäftsführer der VPM, „und könnten daher besonders von einer Impfung mit VPM1002 profitieren“. Bei einem positiven Ergebnis könnte VPM1002 dazu beitragen die Gesundheitssysteme zu entlasten, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, der spezifisch gegen SARS-CoV-2 wirksam ist.

Die Max-Planck-Gesellschaft hat die Lizenz für den Impfstoff 2004 an das Unternehmen Vakzine Projekt Management (VPM) vergeben. Ab 2012 entwickelte die Firma den Impfstoff zusammen mit dem Serum Institute of India weiter, einem der größten Impfstoffhersteller weltweit. Das Unternehmen hat die VPM mittlerweile mehrheitlich übernommen

Freiburg erlässt Betretungsverbot für öffentliche Orte von zwei Wochen vom 21. März bis 3. April

Dramatische Lage in Frankreich sowie steigende Infektionen in Stadt und Landkreisen

Appell an Bürgerinnen und Bürger sich an die Allgemeinverfügung zum Schutz aller zu halten

Die Stadt Freiburg erlässt ein Betretungsverbot für öffentliche Orte von zwei Wochen von Samstag, 21. März bis zum Freitag, 3. April. Mit dieser einschneidenden Maßnahme will die Stadt Freiburg die Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen.

Diese Entscheidung hatte Oberbürgermeister Martin Horn heute aus Fürsorgepflicht getroffen. Anlass ist die dramatische Lage der angrenzenden Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört. Freiburg und die Region liegen in einer besonders gefährdeten Region, auch die benachbarte Schweiz ist stark betroffen. OB Horn wie auch die Landräte sind seit Beginn der Corona-Krise in ständigem konstruktivem Austausch mit ihren Kollegen aus dem benachbarten Elsass und auch mit weiteren Landkreisen aus der Region.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Der Blick zu unseren Nachbarn in Frankreich zeigt, wie rasant sich die Situation verschlimmern kann. Dort sterben immer mehr Menschen.
Uns ist bewusst, dass diese schwerwiegende Entscheidung deutliche Einschränkungen auf das Leben der Freiburgerinnen und Freiburger haben wird. Aber nach dem heutigen Stand muss der Schutz der Bevölkerung vor allen anderen Erwägungen Vorrang haben. Ich appelliere an die Vernunft aller Freiburgerinnen und Freiburger, sich an das zweiwöchige Betretungsverbot für öffentliche Orte zu halten.“

Das Vorgehen der Stadt Freiburg wurde im Vorfeld mit den beiden Ministern Thomas Strobl und Manfred Lucha kommuniziert. Auch wurde die Freiburger Allgemeinverfügung dem Innenministerium und dem Sozialministerium übermittelt.

Nach derzeitiger Lage steigen die Infektionszahlen massiv an. Dabei ist nicht nur die Situation in Freiburg und Südbaden, sondern auch die dramatischen Entwicklungen in der benachbarten französischen Region Grand-Est zu berücksichtigen

In Freiburg stieg die Zahl (Stand 19.03.2020, 7 Uhr) auf 126 infizierte Personen. Hinzu kommen im benachbarten Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald weitere 121 Personen.
Weiterhin ist mit Stand heute für den Regierungsbezirk Freiburg festgestellt worden, dass die Region Freiburg mit großem Abstand die höchste Anzahl an infizierten Personen im Regierungsbezirk aufweist. Zudem hat das Robert-Koch-Institut die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als hoch einstuft.

Im nur rund 25 Kilometer von Freiburg entfernten Elsass ist die Lage bezüglich Corona-Infektionen und Covid-19- Erkrankungen dramatisch. Die vorhandenen Plätze auf
Intensivstationen der Krankenhäuser sind voll belegt. Zudem wurde die angrenzende französische Region Grand-Est vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. In der Grand- Est-Region sind bereits 61 Personen an der Erkrankung verstorben.

Das Betretungsverbot für öffentliche Orte ist ein weiterer Schritt zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger, um die Epidemie zu begrenzen. Kitas und Schulen wurden bereits geschlossen genauso wie Kultureinrichtungen und Spielplätze. Und Gaststätten dürfen nur noch unter strengen Auflagen öffnen. Daher sind alle Bürgerinnen und Bürger gefragt, ihren Beitrag zu leisten.

Vor knapp einer Woche (13. März) haben die Stadt Freiburg und die benachbarten Landkreise die Durchführung aller Veranstaltungen ab 50 Teilnehmenden bis 20. April untersagt. Doch haben sich leider immer wieder Menschen nicht an diese Allgemeinverfügung gehalten und ihre Kontakte zu anderen nicht eingeschränkt. Gerade bei den frühlingshaften Temperaturen verbringen viele Bürgerinnen und Bürger ihre Freizeit im Freien auf öffentlichen Plätzen, in Parks und Grünanlagen. Der empfohlene Abstand zwischen den Menschen wird dabei häufig nicht eingehalten. Bei solchen Begegnungen besteht aber eine erhebliche Gefahr, dass der Corona-Virus übertragen wird und sich weiter ausbreitet. Und die Zahl der Infizierten steigt täglich.

Das Betretungsverbot bedeutet konkret, dass öffentliche Orte nicht mehr betreten werden dürfen. Das Haus oder die Wohnung soll nur noch für dringende Angelegen-heiten verlassen werden. Und wer sich im Freien aufhalten möchte, darf das nur allein, zu zweit oder mit den Personen, die im eigenen Haushalt leben. Von allen anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Personen können aber weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen. Die gegen-wärtigen Beschränkungen gelten vorerst für zwei Wochen.

OB Horn: „Letztlich muss es doch darum gehen, eine Ausbreitung nachhaltig zu stoppen. Darum bin ich überzeugt, dass wir nun gemeinsam zurücktreten müssen. Lieber ein klarer Schnitt für kurze Zeit, als eine Verzögerung über Wochen und Monate. Es ist Zeit klar zu handeln.“

Die Fraktionen im Gemeinderat haben einstimmig ihre Unterstützung zugesagt und tragen die Entscheidung mit.

Körpereigenes Doping fürs Gehirn

Wissenschaftler decken den Wirkungskreislauf von Epo in Nervenzellen auf

 Querschnitt durch den Hippocampus einer Maus. Nach der Gabe von Erythropoietin weisen die Tiere mehr Nervenzellen in dieser für Lernen und Gedächtnis zentralen Gehirnregion auf.
© MPI f. Psychiatrie
Querschnitt durch den Hippocampus einer Maus. Nach
der Gabe von Erythropoietin weisen die Tiere mehr
Nervenzellen in dieser für Lernen und Gedächtnis
zentralen Gehirnregion auf.
© MPI f. Psychiatrie

Erythropoietin, kurz Epo, ist ein berüchtigtes Dopingmittel. Es fördert die Bildung von roten Blutkörperchen und steigert – wie man bislang glaubte – auf diese Weise die körperliche Leistungsfähigkeit. Der Wachstumsfaktor schützt und regeneriert aber auch Nervenzellen im Gehirn. Forscher vom Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen haben nun herausgefunden, wie Epo dort wirkt. Sie haben entdeckt, dass geistige Herausforderungen in den Nervenzellen des Gehirns einen leichten Sauerstoffmangel (von den Forschern ‚funktionelle Hypoxie‘ genannt) auslösen. Dies regt die Produktion von Epo und seinen Rezeptoren in den aktiven Nervenzellen an. Dadurch werden aus benachbarten Vorläuferzellen neue Nervenzellen gebildet, und die Zellen verbinden sich effektiver untereinander.

Erythropoietin ist ein Wachstumsfaktor, der unter anderem die Produktion von roten Blutkörperchen anregt. So fördert es bei Anämie-Patienten die Blutbildung. Darüber hinaus wird der hochpotente Wirkstoff auch zur illegalen Leistungssteigerung im Sport eingesetzt.

 „Die Gabe von Epo verbessert die Regeneration nach einem Schlaganfall (genannt ‚Neuroprotektion‘ und ‚Neuroregeneration‘) und verringert so die Schäden im Gehirn. Patienten mit Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit im Rahmen von Schizophrenie, Depression, Bipolarer Erkrankung oder Multipler Sklerose, die wir mit Epo behandelt haben, sind zudem deutlich leistungsfähiger“, sagt Hannelore Ehrenreich vom Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin. Die Wissenschaftlerin erforscht zusammen mit ihren Kollegen seit Jahren die Rolle von Epo im Gehirn.

Mehr Nervenzellen

Ehrenreich und ihr Team haben nun in Tierversuchen an Mäusen systematisch untersucht, welcher körpereigene Mechanismus der höheren Leistungsfähigkeit des Gehirns nach Epo zugrunde liegt. Ihre Versuchsergebnisse zeigen, dass erwachsene Mäuse nach der Gabe des Wachstumsfaktors 20 Prozent mehr Nervenzellen in der Pyramidenschicht des Hippocampus, einer für Lernen und Gedächtnis entscheidenden Hirnregion, bilden. „Außerdem vernetzen sich die Nervenzellen besser und schneller mit anderen Nervenzellen und tauschen dadurch effizienter Signale aus“, sagt Ehrenreich.

Die Forscher ließen die Mäuse auf Laufrädern trainieren, deren Speichen in unregelmäßigen Abständen angeordnet waren. „Das Laufen in diesen Rädern erfordert das Erlernen komplexer Bewegungsabläufe, die für das Gehirn eine besondere Herausforderung sind“, erklärt Ehrenreich. Die Resultate belegen, dass die Mäuse nach einer Epo-Behandlung die für die Laufräder erforderlichen Bewegungen schneller lernen. Die Nager sind darüber hinaus deutlich belastbarer.

Höherer Sauerstoffbedarf

Den Göttinger Wissenschaftlern war nun das Verständnis der Mechanismen wichtig, welche diese potenten Epo Effekte erklären. Sie wollten der physiologischen Bedeutung des Epo-Systems im Gehirn auf die Spur kommen. In einer Reihe gezielter Experimente konnten sie belegen, dass Nervenzellen beim Lernen komplexer motorischer Aufgaben mehr Sauerstoff benötigen, als ihnen normalerweise zur Verfügung steht. Der dadurch entstehende leichte Sauerstoffmangel (relative Hypoxie) liefert in den Nervenzellen das Signal zur vermehrten Epo-Produktion. „Es handelt sich hierbei um einen selbstverstärkenden Prozess: Geistige Anstrengung führt zu leichter Hypoxie, von uns als ‚funktionelle Hypoxie‘ bezeichnet, der wiederum die Produktion von Epo und seinen Rezeptoren in den entsprechend aktiven Nervenzellen anregt. Epo steigert anschließend die Aktivität dieser Nervenzellen, bewirkt die Bildung neuer Nervenzellen aus benachbarten Vorläuferzellen, und erhöht deren komplexe Vernetzung, um auf diese Weise zu der bei Mensch und Maus messbaren Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit zu führen“, erklärt Ehrenreich.

Der selbstverstärkende Zyklus aus geistiger Herausforderung, aktivitätsinduzierter Hypoxie und Epo-Produktion kann auf unterschiedliche Weise beeinflusst werden: „Die geistige Leistungsfähigkeit lässt sich durch konsequentes Lernen und geistiges Training über die Epo-Produktion der beteiligten Nervenzellen steigern. Ein ähnlicher Effekt wird bei Kranken durch die Verabreichung von zusätzlichem Epo erzielt“, sagt Ehrenreich.

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Am Universitätsklinikum Freiburg hat sich ein Patient (vermutlich) über einen ihn direkt aufsuchenden Besucher während des Klinikaufenthalts mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Patient ist mittlerweile isoliert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kontakt zu dem Besucher und zu dem Patienten hatten, wurden informiert. Es wurden sofort Risikoprofile der Kontaktpersonen erstellt und gemeinsam mit dem zuständigen Gesundheitsamt entschieden, ob eine häusliche Quarantäne angemessen ist.

Dies hat zur Folge, dass rund 30 Beschäftigte aus unterschiedlichen Berufsgruppen vorübergehend zu Hause bleiben müssen. Wie lange dies gilt, wird in den nächsten Tagen individuell entschieden. Der Stationsbetrieb kann trotz des personellen Engpasses aufrechterhalten werden.

Um unsere Patientinnen und Patienten zu schützen, bitten wir auf Besuche im Universitätsklinikum Freiburg – so weit wie möglich – zu verzichten.

Das Universitätsklinikum Freiburg verzichtet zunächst für die kommenden vier Wochen auf alle öffentlichen Veranstaltungen.

Stand: 09.03.2020

Zucker, Aroma und Palmöl: foodwatch kritisiert Verbrauchertäuschung bei Nestlé-Teekapseln

400 Produkte auf Werbelügen-Plattform Schummelmelder.de online

• „Dolce Gusto“-Teekapsel wirbt mit Grüntee und Minze, besteht aber zu 95 Prozent aus Zucker
• foodwatch: Nestlé soll Verbrauchertäuschung beenden
• Nutzer meldeten 400 Werbelügen u.a. von Hipp, Knorr und Lindt auf foodwatch-Plattform Schmummelmelder.de

Das Foto zeigt Dolce gusto von Nestlè. Links das Original und rechts mit dem wahren Inhalt von 95% Zucker
Foto: Foodwatch
Produktinformation: Nescafé Dolce Gusto Marrakesh Style Tea
Unter dem Namen „Dolce Gusto“ vertreibt Nestlé insbesondere Kaffeekapseln, aber auch Tee-Produkte. 
Zutaten: Zucker (95,5%), Grüntee-Extrakt-Pulver (3,4%), natürliches Krauseminzaroma, pflanzliche Öle (Palm, Palmkern). Kann enthalten: Milch und Soja.
Preis: ab 4,99 Euro/Packung mit 16 Kapseln 

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