Schlagwort-Archive: Uniklinik Freiburg

Online-Vortrag: „Probleme mit dem Beckenboden“

Am Mittwoch, 18. August 2021 findet der nächste Vortrag der Online-Veranstaltungsreihe „Wissen hilft“ des Universitätsklinikums Freiburg statt

Harninkontinenz, Senkungsgefühl, Schwierigkeiten bei der Darmkontrolle oder Schmerzen im Beckenbereich beim Geschlechtsverkehr können Hinweise auf einen schwachen Beckenboden sein. Jede vierte Frau wird im Laufe ihres Lebens mit dieser Problematik konfrontiert und durch die Beckenbodenschwäche teilweise enorm in ihrem täglichen Leben eingeschränkt. Die exakte Diagnostik mit modernsten Untersuchungstechniken sowie eine individuell auf die Patientin zugeschnittene Therapie können helfen, die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

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Seele, Körper und Geist im Fokus

Psychosomatisches Dienstagskolloquium „Seele – Körper – Geist“ des Universitätsklinikums Freiburg startet am 10. November 2020

Interessierte können sich bei der Online-Vortragsveranstaltung über verschiedene Themen aus der Psychosomatik informieren

Wie hängen Seele, Körper und Geist zusammen? Diese übergeordnete Fragestellung verbindet die Vorträge des Psychosomatischen Dienstagskolloquiums der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. Unter anderem stehen in diesem Jahr die Themen „Klima, Psyche und Psychotherapie“, „Empathie und Achtsamkeit“ und „Hypnosystemische Psychosomatik: Wie der Organismus und Symptome für die Gesundung genutzt werden können“ im Fokus.

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COVID-19: Komplikationen und Erkrankungsverlauf in Kliniken besser verstehen

Systematischer Vergleich von 213 am Universitätsklinikum Freiburg behandelten COVID-19-Patient*innen vorab veröffentlicht

Am Universitätsklinikum Freiburg wurden zeitweise deutschlandweit die meisten COVID-19-Patient*innen behandelt. Zudem verfügt das Klinikum in der Behandlung von akutem Lungenversagen (ARDS) und in der Beatmung mit Lungenersatzmaschinen (ECMO) über hohe Expertise. Welche Risikofaktoren den Verlauf von COVID-19-Erkrankungen in einem Klinikum mit interdisziplinärer Patient*innenversorgung bestimmen, haben Expert*innen des Universitätsklinikums Freiburg in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Biometrie und Statistik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in einer Studie systematisch untersucht und auf dem Preprint-Server medRxiv vorab veröffentlicht.

„Die Angaben zur Sterblichkeit von COVID-19-Patient*innen, die so schwer erkrankt sind, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, variieren bislang stark. Als Klinikum mit hohen Fallzahlen haben wir nun unsere Erfahrungen zusammengetragen“, sagt der Erstautor der Studie Prof. Dr. Siegbert Rieg, Oberarzt in der Abteilung Infektiologie der Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum Freiburg.

Therapieverlauf und Risikofaktoren

Vom 25. Februar bis zum 8. Mai 2020 wurden am Universitätsklinikum Freiburg insgesamt 213 COVID-19-Patient*innen behandelt. Im Schnitt waren die Betroffenen 65 Jahre alt, 61 Prozent waren männlich. Insgesamt wurden 70 der Betroffenen auf Intensivstation behandelt, 57 von ihnen mussten beatmet werden, 23 waren zeitweise an eine Lungenersatzmaschine angeschlossen. Mitte Juni waren 161 Betroffene entlassen und 51 verstorben. Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 90 Tagen zu versterben, lag bei insgesamt 24 Prozent und war stark vom Alter und Geschlecht der Patient*innen beeinflusst. Auf den Intensivstationen lag die Sterbewahrscheinlichkeit bei 47 Prozent, unter den künstlich Beatmeten bei 57 Prozent.

Zu den häufigsten Komplikationen bei den Intensivpatient*innen gehörten Mehrorganversagen, häufig mit dialysepflichtigem Nierenversagen, septischer Schock sowie Lungenembolien. „Solange es keine hochwirksamen Medikamente gegen COVID-19 gibt, ist es von größter Bedeutung, Strategien zur Vermeidung oder Abschwächung dieser lebensbedrohlichen Komplikationen zu erforschen“, sagt Letztautor Dr. Paul Biever, Intensivmediziner der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Freiburg.

Original-Titel der Studie: COVID-19 in-hospital mortality and mode of death in a dynamic and non-restricted tertiary care model in Germany
DOI: https://doi.org/10.1101/2020.07.22.20160127 
Link zur Studie: https://medrxiv.org/cgi/content/short/2020.07.22.20160127v1 

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Am Universitätsklinikum Freiburg hat sich ein Patient (vermutlich) über einen ihn direkt aufsuchenden Besucher während des Klinikaufenthalts mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Patient ist mittlerweile isoliert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kontakt zu dem Besucher und zu dem Patienten hatten, wurden informiert. Es wurden sofort Risikoprofile der Kontaktpersonen erstellt und gemeinsam mit dem zuständigen Gesundheitsamt entschieden, ob eine häusliche Quarantäne angemessen ist.

Dies hat zur Folge, dass rund 30 Beschäftigte aus unterschiedlichen Berufsgruppen vorübergehend zu Hause bleiben müssen. Wie lange dies gilt, wird in den nächsten Tagen individuell entschieden. Der Stationsbetrieb kann trotz des personellen Engpasses aufrechterhalten werden.

Um unsere Patientinnen und Patienten zu schützen, bitten wir auf Besuche im Universitätsklinikum Freiburg – so weit wie möglich – zu verzichten.

Das Universitätsklinikum Freiburg verzichtet zunächst für die kommenden vier Wochen auf alle öffentlichen Veranstaltungen.

Stand: 09.03.2020

Senken Tai Chi und Eurythmie-Therapie das Sturzrisiko bei älteren Menschen?

Universitätsklinikum Freiburg leitet bundesweite Studie.

In Freiburg werden insgesamt 180 Teilnehmer*innen von insgesamt 550 bundesweit gesucht. Die Badische Zeitung meldet, dass bereits 30 Teilnehmer*innen gefunden wurden.

Jeder dritte ältere Mensch stürzt einmal im Jahr. Das Sturzrisiko erhöht sich, wenn die Menschen an chronischen Erkrankungen leiden. Umgekehrt beugen Bewegung und körperliche Fitness vielen Erkrankungen vor und erleichtern den Umgang mit ihnen. Jetzt wird in einer bundesweiten Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg erforscht, ob Bewegungstherapien wie Tai Chi oder Eurythmie-Therapie das Sturzrisiko senken können. Für diese Studie (genannt: ENTAiER-Studie), werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 65 Jahren mit mindestens einer chronischen Krankheit gesucht, die in ihren Bewegungen unsicher geworden sind. Sie erhalten ein halbes Jahr lang regelmäßig Tai Chi, Eurythmie-Therapie oder die übliche Regelversorgung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die ENTAiER-Studie für vier Jahre mit rund zwei Millionen Euro.

„Eine wirksame Sturzprävention hebt die Lebensqualität und senkt die Kosten aufgrund gesundheitlicher Folgen enorm“, sagt Studienleiterin Dr. Gunver Kienle, Ärztin am Zentrum für Naturheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. „Wenn die Betroffenen wieder Sicherheit in der Bewegung verspüren, dürften sie auch weniger Angst vor Stürzen haben und sich selbständiger im Alltag bewegen. Das wäre eine deutliche Entlastung.“

In der ENTAiER-Studie (Multizentrische, randomisierte, kontrollierte klinische Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Tai Chi und Eurythmie-Therapie bei älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen und einem erhöhten Sturzrisiko) wird untersucht, ob diese Übungen einen Einfluss auf die Balance, die Mobilität und das Risiko zu stürzen haben. Weiterhin wird analysiert, wie sich die Übungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, die Stimmung und die Kognition auswirkt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen bereit sein, während der Studienzeit regelmäßig zu den Therapiestunden zu kommen und zu Hause zu üben. Sie werden monatlich telefonisch befragt und bei einer Eingangsuntersuchung und drei weiteren Vor-Ort-Terminen im Studienzentrum untersucht. Die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer sollten selbstständig zum Studienzentrum und gegebenenfalls zu den Therapiestunden kommen können. Die Teilnahme ist jederzeit freiwillig und kostenlos.

Interessierte können sich informieren unter https://www.uniklinik-freiburg.de/entaier-studie.html oder unter der Telefonnummer 0761 270-83260 (Frau Dr. S. Schulz).

Teddy-Docs im Klinikpark

Das Teddybär-Krankenhaus vom 21. bis 25. Mai im Park des Universitätsklinikums Freiburg will Kinder spielerisch an Arztbesuche heranführen und medizinisches Wissen vermitteln / Anmeldungen für Gruppen sind ab sofort möglich

Teddy-Docs im Klinikpark

Dein Teddy ist krank? Hier wird ihm geholfen: Beim 16. Freiburger Teddybär-Krankenhaus von Dienstag, 21. Mai bis Samstag, 25. Mai 2019 im Park des Universitätsklinikums Freiburg (Hugstetter Str. 55) können Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren ihre Kuscheltiere fachgerecht versorgen lassen. Das gemeinnützige Projekt der Freiburger Medizinstudierenden in Kooperation mit den Fachschaften der Zahnmedizin und der Pharmazie will Kinder an Arztbesuche und medizinische Behandlungen heranführen und so ihr Vertrauen in medizinisches Personal und Krankenhäuser stärken. Geschulte Studierende, die sogenannten Teddy-Docs, untersuchen und behandeln kranke und verletzte Kuscheltiere von Kopf bis Fuß.  

Dienstag, 21. Mai bis Samstag, 25. Mai 2019 im Park des Universitätsklinikums Freiburg, Hugstetter Str. 55

Von Dienstag bis Freitag sind die Türen von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Am Samstag, dem Familientag, werden die Stoff-Patienten von 9 Uhr bis 14 Uhr behandelt. Der Besuch des Teddybär-Krankenhauses ist kostenfrei und dauert rund zwei Stunden.  

Kindergartengruppen sowie sonstige Gruppen ab fünf Kindern sind von Dienstag bis Freitag nach vorheriger Anmeldung willkommen. Die Anmeldung ist ab sofort über das Kontaktformular auf www.tbk.ofamed.de möglich. Bitte geben Sie die Gruppengröße, die Wunschzeit und den Namen des Kindergartens an. Für den Besuch sollten Sie etwa zwei Stunden einplanen. Die Anmeldung gilt nur nach erfolgter Bestätigung.  
Familien und Gruppen mit bis zu fünf Kindern können ohne vorherige Anmeldung kommen. Für eine möglichst geringe Wartezeit empfiehlt sich ein Besuch unter der Woche ab 13 Uhr oder am Familientag.

Weitere Infos unter: www.tbk.ofamed.de 

Patiententag Morbus Parkinson

Anlässlich des Weltparkinsontags können sich am Samstag, 13. April 2019 Interessierte über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Parkinson informieren

 Kurzvorträge und Gelegenheit für persönliche Gespräche

Jährlich findet am 11. April der Weltparkinsontag statt. Die Parkinson-Krankheit ist eine der häufigsten fortschreitenden Krankheiten des Nervensystems. Nach und nach sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Auch wenn eine Heilung bislang nicht möglich ist, lässt sich Morbus Parkinson heutzutage sehr gut behandeln. Über neue Möglichkeiten der medizinischen Versorgung können sich Patientinnen und Patienten sowie Angehörige beim Patiententag Morbus Parkinson am Samstag, 13. April 2019 im Neurozentrum des Universitätsklinikums Freiburg, Breisacher Straße 64 in Freiburg, von 10 bis 13 Uhr informieren. Neben leicht verständlichen Kurzvorträgen gibt es ausreichend Zeit für Fragen und individuelle Gespräche. Eine Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung ist nicht nötig

Von Alltagstipps bis Tiefe Hirnstimulation

„Die Parkinson-Krankheit hat in den letzten Jahren viel von ihrem Schrecken verloren. Wir verstehen die Symptome von Patienten besser und oft können wir diese lindern. Das möchten wir bei dem Patiententag vermitteln“, sagt PD Dr. Michel Rijntjes, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Neurologie und Neurophysiologie des Universitätsklinikums Freiburg.

Die Experten berichten bei der Veranstaltung über neue Diagnosemöglichkeiten, die Ergebnisse großer Bevölkerungsstudien sowie über einfache Tipps und Tricks, die im Alltag helfen können. Außerdem erläutern Ärzte des Universitätsklinikums Freiburg, welche Patienten von einer Tiefen Hirnstimulation profitieren können. Auch über eine kontinuierliche Therapie mithilfe von Medikamentenpumpen informieren die Experten.

Die Klinik für Neurologie und Neurophysiologie des Universitätsklinikums Freiburg richtet den Patiententag gemeinsam mit der Abteilung Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Freiburg und der Parkinson-Klinik Ortenau aus.

https://www.uniklinik-freiburg.de/uploads/tx_aspresse/UKF_PT_Parkinson_2019.pdf

Einblicke in High-Tech-Operationssaal

Jetzt anmelden für eine Führung

Führung am Samstag, 16. März 2019 durch den Operationsbereich der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg

Vom Behandeln eines geschädigten Zahns bis zur komplexen Tumoroperation: Wie chirurgische Eingriffe im Gesichtsbereich heute mithilfe modernster Operationsgeräte und digitaler Technologien geplant und umgesetzt werden, erfahren Interessierte

am Samstag, 16. März 2019 ab 10 Uhr  

bei einer Führung durch den Operationsbereich der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg.

In OP-Kittel und Schutzhaube bekommen die Besucherinnen und Besucher bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten Einblicke in die moderne Chirurgie im Gesichtsbereich. Anhand von echten Materialien aus dem OP-Alltag und praktischen Demonstrationen erklären zwei Experten der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Freiburg, wie Patienten mit den unterschiedlichsten Beschwerden individuell und auf dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt werden können. Das Operationsspektrum umfasst unter anderem Brüche im Gesichtsbereich, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Implantationen, Korrekturen von Knochenfehlstellungen und Kieferaufbauten.

Die Anmeldung erfolgt über das Online-Formular unter www.uniklinik-freiburg.de/fuehrungen und ist bis einschließlich Donnerstag, 14. März 2019 möglich. Um den Betriebsablauf nicht zu stören, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Teilnehmer eine Bestätigung per E-Mail mit allen weiteren Informationen wie dem genauen Treffpunkt. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Die Teddy-Docs sind wieder im Einsatz

Teddybär-Krankenhaus der Freiburger Medizinstudierenden ist im Juni wieder im Einsatz

Vom 13. bis zum 16. Juni findet im Park des Universitätsklinikums Freiburg das 15. Teddybär-Krankenhaus der Freiburger Medizinstudierenden in Kooperation mit den Fachschaften der Zahnmedizin und der Pharmazie statt

Beim Teddybär-Krankrankenhaus können Kinder ihre kranken oder verletzten Kuscheltiere behandeln lassen

Beim Teddybär-Krankrankenhaus können Kinder ihre kranken oder verletzten Kuscheltiere behandeln lassen

Kindern auf spielerische Art die Angst vor dem Arzt und dem Krankenhaus nehmen – das ist das Ziel des Freiburger Teddybär-Krankenhauses. Das gemeinnützige Projekt der Freiburger Medizinstudierenden in Kooperation mit den Fachschaften der Zahnmedizin und der Pharmazie will Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren an Arztbesuche und medizinische Behandlungen heranführen. Die kleinen Besucherinnen und Besucher können ihre kranken oder verletzten Kuscheltiere im Rahmen eines Arztbesuchs im Teddybär-Krankenhaus von dafür geschulten Studierenden, den sogenannten Teddy-Docs, behandeln lassen. Auf diese Weise haben die Kinder die Möglichkeit, einen Arztbesuch zu erleben ohne selbst die Betroffenen zu sein. Dieses Jahr findet das Teddybär-Krankenhaus von Mittwoch, 13. Juni, bis Samstag, 16. Juni, im Park des Universitätsklinikums Freiburg statt. Mittwoch, Donnerstag und Freitag sind die Türen von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet, am Samstag werden die Stoff-Patienten von 9 Uhr bis 14 Uhr behandelt.

Medizinstudierende erklären den kleinen Besuchern des Teddybär-Krankenhauses unterschiedliche Untersuchungen

Medizinstudierende erklären den kleinen Besuchern des Teddybär-Krankenhauses unterschiedliche Untersuchungen

Der Besuch des Teddybär-Krankenhauses wird für die Kinder so echt wie möglich gestaltet. Nach einer Anmeldung nehmen die Kinder in der Teddy-Schule Platz und bekommen den menschlichen Körper erklärt, ehe sie von den Teddy-Docs für die Untersuchung ihres Kuscheltieres abgeholt werden. „Wir möchten den Kindern in erster Linie die Angst vor dem Arztbesuch nehmen und ihr Interesse an Medizin und Gesundheit fördern“, erklärt Tessa Görne, Medizinstudentin an der Universität Freiburg und Hauptorganisatorin des Teddybär-Krankenhauses. „Wir legen großen Wert darauf, die Kinder mit ihren Ängsten und Fragen ernst zu nehmen und ihnen die Behandlung ganz genau zu erklären“, sagt Dorothee Hoffmann, ebenfalls Medizinstudentin und Hauptverantwortliche für die Organisation. Nach der Erstbehandlung geht es für die kranken Stofftiere entweder noch zu weiteren Untersuchungen, wie beispielsweise zum Röntgen, oder bei schweren Verletzungen sogar in den Teddy-OP. Danach wird im Zahnarzt-Zelt auch für die Gesundheit der Teddy-Zähne gesorgt. Zum Abschluss der Behandlung können die Kinder das Rezept für ihr Stofftier noch in der Teddybär-Krankenhaus-Apotheke einlösen.

Auch Kindergartengruppen (ab fünf Kindern) können von Mittwoch bis Freitag zum Teddybär-Krankenhaus kommen. Dafür ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Bei Interesse nutzen sie das Kontaktformular auf www.tbk.ofamed.de. Geben Sie die Gruppengröße, die Wunschzeit und den Namen des Kindergartens an. Für den Besuch sollten Sie etwa zwei Stunden einplanen. Die Anmeldung gilt nur nach erfolgter Bestätigung.

Schirmherrin des Teddybär-Krankenhauses ist Prof. Dr. Brigitte Stiller, Ärztliche Direktorin der Klinik für Angeborene Herzfehler und Pädiatrische Kardiologie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg ∙ Bad Krozingen. Unterstützt wird das Teddybär-Krankenhaus durch die Medizinische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, durch das Universitätsklinikum Freiburg sowie durch Spenden.

Weitere Infos unter: www.tbk.ofamed.de

 

Anhaltendes Bauchgrummeln

Lebensmittelunverträglichkeiten und ihre Auswirkungen auf den Körper

Hannover im August 2017. Wer unter Magen-Darm-Erkrankungen leidet, sieht sich mit einer Vielzahl von möglichen Ursachen konfrontiert. Darunter fallen auch Lebensmittelintoleranzen, die von vielen Betroffenen zunächst nicht wahrgenommen werden. „Denn Unverträglichkeiten können bis zu 72 Stunden nach Nahrungsaufnahme zu Beschwerden führen“, erklärt Dr. Susanne Fink-Tornau, Ernährungsberaterin und Ökotrophologin beim Reformwarenhersteller Natura. Doch was sind die häufigsten Auslöser und wie lassen sich die Symptome lindern?

Fruchtzucker

Nicht nur in verschiedenen Obstsorten, sondern auch in Softdrinks, Light-Produkten und Grillsoßen findet sich Fruchtzucker beziehungsweise Fructose. Verbraucher wissen dies häufig nicht, sodass es schnell auch ungewollt zu einer Einnahme des Monosaccharids kommt. Sobald die süßliche Substanz im Darm ankommt, beginnt dieser, Fructose über ein Transporteiweiß ins Blut zu schleusen. Liegt allerdings eine Fruktoseintoleranz vor, funktionieren zuständige Transportstoffe nicht mehr richtig und verarbeiten den speziellen Zucker nur geringfügig oder gar nicht. Folge: Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall, da nicht resorbierte Fructose im Dickdarm von Bakterien abgebaut wird. Warum genau eine Fruktoseunverträglichkeit entsteht, konnten Forscher bis heute nicht eindeutig klären. Bei den meisten Betroffenen lässt sie sich jedoch durch eine spezielle Diät leicht in den Griff bekommen. Zunächst erfolgt ein konsequenter Verzicht – so lange, bis keine Beschwerden mehr auftreten –, um anschließend Tag für Tag die Dosis leicht zu erhöhen und den individuellen Grenzwert der Verträglichkeit auszuloten. „Wer dennoch nicht auf Süßes verzichten möchte, dem bieten fruktosefreie Süßungsmittel wie Stevia, Getreide-Süße oder 0-Kalorien-Süße aus dem Reformhaus eine gesunde Alternative“, empfiehlt Dr. Fink-Tornau.

Milchzucker

Was haben Milchprodukte, Fertiggerichte und diverse Brot- und Wurstsorten miteinander gemeinsam? Sie alle enthalten Milchzucker, auch Lactose genannt. Beschwerden treten dann auf, wenn aufgenommene Lactose aufgrund eines Mangels am Enzym Lactase nicht verarbeitet wird. Dadurch gelangt der Zucker in den Dickdarm und löst Blähungen und Durchfall aus. Um zukünftige Unannehmlichkeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Verzehr entsprechender Nahrungsmittel – je nach Verträglichkeit – einzuschränken. Vollständiges Verzichten ist auch hier nur selten nötig, da die meisten Betroffenen trotz allem geringe Mengen vertragen können. So weisen etwa säuerliche Naturjoghurts oder lang gereifte Käsesorten nur wenig Milchzucker auf. Alternativen dazu bieten die Vielzahl von lactosefreien Erzeugnissen auf dem Markt. Zudem besteht die Möglichkeit, dem Körper mithilfe spezieller Tabletten Lactase von außen zuzuführen und so für eine vollständige Verarbeitung von Lactose zu sorgen.

Histamin

Als Botenstoff für die Immunabwehr erfüllt Histamin vielfältige Aufgaben im menschlichen Organismus und versetzt den Körper, beispielsweise bei Infektionen und allergischen Reaktionen, in Alarmbereitschaft. Bestimmte Lebensmittel und Getränke, wie Käse und Rotwein, enthalten natürlicherweise Histamin. Nehmen histaminintolerante Menschen durch ihre Ernährung mehr Histamin auf, als sie verarbeiten, stoppt plötzlich die Verstoffwechselung des Neurotransmitters. Dies betrifft rund zwei Prozent der gesamten Bevölkerung in Deutschland. Schwierig gestaltet sich die Ursachenfindung, da die große Bandbreite an möglichen Symptomen – von Gesichtsrötungen über Juckreiz bis hin zu Darmbeschwerden – eine Diagnose erschwert. „Meist liegen die Symptome diese Unverträglichkeit nur vorübergehend vor, sodass sich nach einer 10- bis 14-tägigen Histamindiät Besserungen zeigen“, weiß die Natura-Expertin. Wissen Betroffene von ihrer Intoleranz, sollten sie vor allem auf frische und wenig verarbeitete Lebensmittel zurückgreifen, dann toleriert der Magen auch geringe Mengen an Histamin, wie beispielsweise in Frischkäse und Weißwein.

Gluten

Hierbei handelt es sich um ein Klebereiweiß, das in Weizen und verwandten Getreidesorten wie Roggen, Dinkel, Grünkern oder Gerste vorkommt. Menschen, die Gluten vertragen, müssen auf dieses spezielle Eiweiß nicht verzichten, da es zu keinerlei Beschwerden führt. Liegt jedoch eine Unverträglichkeit, auch als Zöliakie bezeichnet, vor, handelt es sich um eine ernst zu nehmende Erkrankung. Aufgenommenes Gluten führt zu Entzündungen der Darmschleimhaut, da das Immunsystem den Eiweißbestandteil des Getreides als Feind ansieht und Antikörper produziert. Besonders tückisch: Auftretende Symptome sehen bei jedem Betroffenen anders aus. Es gibt sowohl direkte Anzeichen wie Durchfall und Gewichtsverlust als auch indirekte Indikatoren wie Blutarmut, ständige Müdigkeit und anhaltende Gelenkschmerzen. Lebenslanger Verzicht auf glutenhaltige Kost stellt die einzige Möglichkeit dar, um Beschwerden zu vermeiden. Glutenfreie Produkte finden Betroffene vor allem im Reformhaus, wie beispielsweise Süßlupinenmehl, Inulin oder Guarkernmehl zum Backen sowie zur Zubereitung von Teigwaren.

„Generell lässt sich sagen, dass Beschwerden, die auf eine Unverträglichkeit hindeuten, nicht unterschätzt, aber auch nicht zu stark problematisiert werden sollten. Für Darmbeschwerden gibt es unzählige Ursachen, auch ohne dass eine Intoleranz vorliegt“, betont Dr. Fink-Tornau abschließend.

Betroffene haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, weil ihre Beschwerden nicht ernst genommen werden. Die Uniklinik Freiburg hatte in diesem Jahr die Abendvorlesungen dem Thema Verdauung gewidmet.

http://patientenkompetenz.info/rund-um-die-verdauung/