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Kabinett beschließt Nationale Demenzstrategie Bündnis für ein demenzfreundliches Deutschland

Das Bundeskabinett hat heute die Nationale Demenzstrategie verabschiedet.

In einem breiten Bündnis macht sich die Bundesregierung damit auf den Weg, Deutschland demenzfreundlich zu gestalten. Zusammen mit den Partnern soll im September der Startschuss gegeben werden, dann beginnt die konkrete Umsetzung, 2026 wird Bilanz gezogen.

In einem gemeinsamen Statement betonten Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Deutschland altert und immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Derzeit sind es 1,6 Millionen, 2050 könnte die Zahl bei 2,8 Millionen Menschen liegen. Darauf müssen wir Deutschland vorbereiten, das tun wir mit der Nationalen Demenzstrategie. Die Krankheit geht uns alle an. Darum haben wir in einem breiten Bündnis mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, den Ländern und Kommunen, den Verbänden des Gesundheitswesens und der Pflege, den Sozialversicherungsträgern, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft konkret erarbeitet, wie wir Deutschland demenzfreundlich machen. Der Dank gilt allen Beteiligten. Klar ist, dass diese Strategie nur zum Erfolg wird, wenn nun alle bei der Umsetzung mitziehen. Wir brauchen ein neues Bewusstsein in allen Bereichen des Lebens, soziale Unterstützungsnetzwerke vor Ort, gute medizinische Versorgung und erstklassige Forschung. Wenn alle ihren Beitrag leisten, dann werden wir die Strategie erfolgreich umsetzen.“

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Ethische Fragen bei virtueller Realität in der Medizin

Forscher des Universitätsklinikums Freiburg mahnt sensiblen Einsatz von Möglichkeiten virtueller Realitäten in der Medizin und der Pflege an / Publikation in Nature Medicine

Demenz, Angsterkrankungen, Schlaganfall: Das Spektrum möglicher Anwendungen virtueller Realität (VR) wächst rasant. So kann auf Demenzkranke im Pflegeheim eine Simulation ihrer ursprünglichen Umgebung beruhigend wirken. „Grundsätzlich lassen sich mittels Virtueller Realität positive Effekte erzielen“, sagt der Neurologe Dr. Philipp Kellmeyer, Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg und Freiburg Institute of Advanced Studies (FRIAS). Doch er warnt auch: „Oft werden die besonderen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten unzureichend berücksichtigt. Wenn Demenzkranke beispielsweise nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können, ist das ein gravierender Eingriff in ihre Autonomie.“ Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden und der Schweiz hat er dazu am 29. Juli 2019 einen Artikel im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht.

„Die Grenze zwischen Realität und VR verschwimmt immer mehr“

Auch in der Behandlung von Essstörungen und des Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) sowie in der forensischen Psychiatrie werden VR-Anwendungen erprobt. „Zwar kann man sich grundsätzlich vorstellen, dass VR-Anwendungen sehr positive Effekte haben. Wie Virtuelle Realität kognitiv und emotional auf die Betroffenen wirkt, ist aber noch kaum untersucht. Und die Grenze zwischen Realität und VR verschwimmt immer mehr“, so Kellmeyer.

Der Neurologe sieht drei zentrale Risiken bei der Anwendung:

• Die Überzeugungskraft der VR-Simulation kann für therapeutische Zwecke genutzt werden die letztlich auf einer Täuschung oder Illusion beruhen. Diese Instrumentalisierung schränkt die Autonomie der Patientinnen und Patienten ein und ist auch im Hinblick auf die Menschwürde mitunter problematisch.

• Die VR-Anwendung zielt auf eine Verhaltensänderung des Nutzers ab, der sich der Nutzer nicht entziehen kann. Dadurch ist die autonome Entscheidungsfindung gefährdet.

• Der Nutzer baut emotionale Bindungen zu virtuelle Figuren, sogenannten Avataren, auf und nimmt sie als vermeintliche reale Menschen an. Dies könnte einen sozialen Rückzug aus der realen Welt zur Folge haben.

Patienten frühzeitig in die Entwicklung einbeziehen

Diese Probleme lassen sich auf unterschiedliche Weise beheben. „Technologische Lösungen sollten nur da eingesetzt werden, wo die Probleme nicht politisch oder sozial gelöst werden können“, sagt Kellmeyer. Um neue Anwendungen stärker nutzerzentriert auszurichten, schlagen Kellmeyer und Kollegen vor, Patientinnen und Patienten frühzeitig in die Entwicklung einzubeziehen. „Wir sollten wegkommen von entwicklergetriebenen hin zu patientengetriebenen Innovationen.“

Original-Titel der Publikation: Ethical tensions of virtual reality treatment in vulnerable patients

DOI: 10.1038/s41591-019-0543-y

Link zur Studie: www.nature.com/articles/s41591-019-0543-y 

Wer Freundschaften pflegt, hat mehr vom Leben

Einsamkeit – Die unbekannte Krankheit

Immer mehr Menschen leben in Deutschland alleine

Cover Einsamkeit Aktuell sind es rd.17 Millionen, die in Single-Haushalten leben, so Manfred Spitzer in seinem neuen Buch „Einsamkeit“. Tendenz steigend, da sich immer mehr langjährige Ehepaare und Partnerschaften im fortgeschrittenen Alter trennen.

Allein zu leben, muss nicht gleich Einsamkeit bedeuten. Man kann auch einsam unter vielen Menschen sein, das belegen zahlreiche Studien. Seit 1980 wird mit einem an der UCLA entwickelten Fragebogen von Wissenschaftlern die soziale Isolation erfasst. Die Ergebnisse sind in zahlreiche Studien eingeflossen.

Manfred Spitzer stellt in seinem Buch die Behauptung auf, dass sich jeder zehnte Mensch in Deutschland einsam fühlt. Und er behauptet gar, dass Einsamkeit erblich, ansteckend und tödlich sei.

Nach der „Selbstfindungs-Ära“ ist nun die „Selfie-Ära“ angebrochen. Sich selbst für den Nabel der Welt zu halten, hat in den letzten Jahren stark zugenommen, stellt auch Manfred Spitzer fest. Das Smartphone mit seinen vielen Möglichkeiten, beflügelt den Narzissmus vieler junger Menschen. Tausende von Likes und Shares suggerieren den Selbstdarstellern, dass sie nicht nur beliebt sind, sondern sogar geliebt werden. Damit ist die Selbsttäuschung perfekt. Aber was passiert, wenn plötzlich das Interesse von Followern und Friends weg ist? Kommt dann die große Einsamkeit in Form eines schwarzen Lochs?

Einsamkeit wird vor allem von jüngeren und älteren Menschen erlebt. Menschen zwischen 25 und 55 Jahren sind eher selten betroffen. Besonders einsam sind unverheiratete Männer, dann folgen unverheiratete Frauen. Verheiratete Männer fühlen sich nur selten einsam, während verheiratete Frauen häufiger angaben, einsam zu sein.

Ältere, alleinlebende Menschen sind einsam, weil Verwandte und Freunde oft schon verstorben sind. Neue Bekannt- oder gar Freundschaften entstehen extrem selten. Manfred Spitzer sagt, wer einsam ist, erkrankt häufiger an Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depression und Demenz.

Manche Journalisten haben Spitzer mit seinen Thesen fast schon zum Feind erklärt. Man kann sagen, dass Spitzer provoziert und da und dort auch etwas verbissen wirkt. Aber müssen deshalb seine Thesen falsch sein?

Wenn Manfred Spitzer das Internet und die Nutzung von Smartphones und Tablets schon im Kleinkindesalter anprangert, sollten wir vielleicht darüber nachdenken, wie weit er damit Recht hat.

Eltern, die permanent ihre Mails checken und in den „sozialen Netzwerken“ unterwegs sind, lehnen Spitzers Aussage, dass das Internet dumm und abhängig macht, strikt ab.

Im Gehirn-Scanner wurde von verschiedenen Wissenschaftler*innen nachgewiesen, dass Schmerz und Einsamkeit im gleichen Bereich der Gehirnrinde verarbeitet werden. Dies könnte die Erklärung dafür sein, dass Einsamkeit auch krank machen kann.

Es gibt einen Unterschied zwischen gefühlter Einsamkeit und sozialer Isolation. Man kann durch die Beschäftigung mit dem Smartphone in einem vollbesetzten Straßencafé keinerlei Einsamkeit verspüren, ist aber dennoch in einer gewissen sozialen Isolation. Erst wenn das Smartphone außer Betrieb ist, und der Blick auf die anderen Menschen fällt, die ihrerseits auf ihr Smartphone schauen, beginnt der Moment, an dem sich Einsamkeit spüren lässt.

Mein persönliches Fazit lautet: Es lohnt sich, das Buch zu lesen, selbst dann, wenn man mit der einen oder anderen Aussage nicht ganz einverstanden ist.

Manfred Spitzer

Einsamkeit, Die unbekannte Krankheit

Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten

978-3-426-27676-1, € 19,99 / ebook € 17,99

Nachfolgend einige Links zu Rezensionen in anderen Medien:

mdr Kultur:

https://www.mdr.de/kultur/themen/sachbuch-der-woche-manfred-spitzer-einsamkeit-die-unerkannte-krankheit-100.htmlhttps://www.mdr.de/kultur/themen/sachbuch-der-woche-manfred-spitzer-einsamkeit-die-unerkannte-krankheit-100.html

Spiegel Online:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/manfred-spitzer-ueber-einsamkeit-an-allem-ist-das-internet-schuld-a-1197453.html

Deutschlandfunk Kultur:

http://www.deutschlandfunkkultur.de/manfred-spitzer-einsamkeit-die-unerkannte-krankheit-soziale.950.de.html?dram:article_id=412349

merkur:

https://www.merkur.de/leben/gesundheit/manfred-spitzer-ueber-krankheit-einsamkeit-zr-9666140.html

SZ:

http://www.sueddeutsche.de/leben/ende-der-einsamkeit-anleitung-zum-alleinsein-1.3921781?reduced=true

 

 

An der Wand kann man nicht nähen

Wir haben uns doch immer alles erzählt…!

cover-an-der-wand-kann-man-nicht-naehenAuf einmal fehlen ihr die Antworten. Die Mutter von Susanne Hesse ist 82, als die
Diagnose Demenz in ihr Leben tritt. Was auf Mutter und Tochter zukommt, ist kein
Einzelfall. AN DER WAND KANN MAN NICHT NÄHEN ist ein Erfahrungsbericht, der
Mut spenden will und Tipps für den Umgang mit Demenzkranken gibt.
Anna-Louise wird aus ihrer Heimat vertrieben. Die vertrauten Wege ihrer Kindheit, das
Elternhaus voller schöner Erinnerungen, den Mühlbach, in dem sie früher mit ihrer
Schwester Puppen badete: alles Vertraute muss sie zurücklassen. Sie ist eine junge Frau, als sie mit ihrer Familie aus Schlesien vertrieben wird. Die britische Besatzungszone, die Stadt Hamburg wird zum neuen Zuhause. Hier sind Erinnerungen nun das Einzige, das ihr vom Heimatort Rückers geblieben ist, doch auch diese vermag sie irgendwann nicht mehr festzuhalten. Tochter Susi muss mit ansehen, wie sich das Vergessen leise ins Leben ihrer Mutter schleicht und die Demenz mit verheerenden Folgen stetig weiter um sich greift. –
Allein in Deutschland beträgt die Zahl der Demenzkranken über 1,5 Millionen und doch
gibt es keinen Fall, der dem anderen gleicht.
Wer ihre Mutter gewesen ist, dass es auch in der Krankheit heitere Zeiten gab, aber auch solche, in denen sich die Tochter auf der Toilette einschloss und hoffte, ihre Tränen blieben unbemerkt – davon erzählt dieser einfühlsame Bericht. Susanne Hesse beschreibt mit großer Zärtlichkeit die Geschichte eines Lebens, in dem die Dunkelheit nicht über die lichten Momente siegen darf und das Glück durch die Wirren der Welt im Kleinen bewahrt
bleibt. Gleichzeitig spendet sie neben praktischen Hilfestellungen und viel Faktenwissen auch Mut und Trost.
AN DER WAND KANN MAN NICHT NÄHEN erschien am 21. September 2016
anlässlich des WELTDEMENZTAGES.
Susanne Hesse, 1951 in Hamburg geboren, reiste nach ihrer kaufmännischen Ausbildung
quer durch die Welt und kümmerte sich neben der Berufstätigkeit um ihre demenzerkrankte
Mutter. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in Schleswig-Holstein.

Wir verlosen ein Exemplar, das uns der Verlag zur Verfügung gestellt hat. Einfach Kommentar hinterlassen, um an der Verlosung teilzunehmen. Wir sammeln keine Daten! Wenn Sie gewonnen haben, dann müssten Sie uns allerdings ihre Postanschrift mitteilen, da wir Ihnen das Buch per Post zuschicken.

Susanne Hesse
An der Wand kann man nicht nähen
Leben und Demenz – Ein Erfahrungsbericht
Taschenbuch
248 Seiten
11,90 € // eBook 6,99 €
Erscheint 21. September 2016
ISBN: 978-3-939990-25-3
E-Book ISBN: 978-3-939990-26-0

Mach’s gut, mein Sohn

Empfehlung zum Welt-Alzheimertag am 21. September:

Tony Husband: Die Geschichte meines Vaters und seiner Demenz

 

Copyright: © Tony Husband

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© Tony Husband

Schlüssel vergessen, Brille verlegt, allgemeines Misstrauen, zunehmende Hilflosigkeit –Veränderungen im Leben von Alzheimerpatienten werden meist als schleichender Prozess wahrgenommen. Der Verlust der geistigen Fitness führt jedoch unaufhaltsam zu einem schrittweisen Abschied. Die stetige Aktualität des Themas bringt der Welt-Alzheimertag am 21. September 2015 zum Ausdruck, der unter dem Motto „Demenz – Vergiss mich nicht“ seine Aufmerksamkeit auf die 1,7 Millionen Demenzerkrankten und ihre Familien im deutschsprachigen Raum richtet.

Als Ron Husband, Vater des bekannten englischen Cartoonisten Tony Husband beginnt, vergesslich zu werden und zunächst Kleinigkeiten wie Namen und Termine, später auch wichtige Informationen vergisst, dauert es eine Weile, bis seiner Familie aufgeht, dass dies mehr ist als eine kleine Schusseligkeit. Es war nur das erste Anzeichen einer Demenzerkrankung, die ihn Stück für Stück seiner Familie wegnahm. In diesem liebevoll illustrierten Buch hat Tony Husband in Form eines heiter-melancholischen Dialogs den langsamen Abschied seines Vaters festgehalten, der durch die heimtückische Krankheit die Erinnerung an alles verliert, was ihm wichtig ist, und an alle, die ihm je

Copyright: © Tony Husband

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© Tony Husband

etwas bedeutet haben. Der Titel „Mach’s gut, mein Sohn!“ bezieht sich auf jene letzten Worte, die Ron Husband an Tony richtet, als er nach einer langen Zeit der Dunkelheit noch einmal erkennt.

Die extrem berührende und autobiographische Geschichte ist eine liebevolle Annäherung an das Thema Demenz in einzigartiger Form. Das Buch spricht allen Angehörigen von Demenz-Erkrankten aus der Seele und gibt ihnen Mut. Die stetige Aktualität dieses Themas hat bereits großes Verfilmungsinteresse aus England hervorgerufen.

Mach's gut mein Sohn Tony Husband

 

 

 

 

Tony Husband arbeitet seit 1984 hauptberuflich als erfolgreicher Zeichner. Seine Cartoons er-schienen in verschiedenen Zeitschriften, Zeitungen, Büchern und auf diversen Websites, in Fernseh- und Bühnenproduktionen. Er wurde mit mehr als 15 bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Tony Husband ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Hyde.

„Ein herzzerreißendes illustriertes Buch, das mit nichts vergleichbar ist
und den Nerv der vielen Familien treffen wird,
die von dieser grausamsten aller Krankheiten betroffen sind.“, schrieb die  Daily Mail

Tony Husband
Mach’s gut, mein Sohn
Die Geschichte meines Vaters und seiner Demenz

Hardcover, Knaur HC
01.09.2015, 64 S.
ISBN: 978-3-426-65372-2  –  € 12,90

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Wenn die Pflege eines Angehörigen überfordert

ZDF-Feiertagsakzent „Dietrich Grönemeyer – Leben ist mehr!“ am Buß- und Bettag

„Ich bin einfach am Ende“, sagt der 75-jährige Heinz P., der seit Jahren seine gleichaltrige Frau Lisa pflegt. Die Aufgabe fordert ihn rund um die Uhr: Lisa leidet an Parkinson und Demenz und ist seit einem Oberschenkelhalsbruch auf den Rollstuhl angewiesen. In der diesjährigen Buß- und Bettags-Ausgabe seiner Sendung „Leben ist mehr!“, beleuchtet Dietrich Grönemeyer am Mittwoch, 19. November 2014, 17.45 Uhr, ein Thema, das jeden von uns treffen kann: Was passiert, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig ist und die Belastung unerträglich wird?Dietrich Grönemeyer erfährt, in welches Dilemma pflegende Angehörige stürzen, wenn sie das nicht mehr schaffen, was sie doch so gern tun würden: sich liebevoll um ihren Vater, ihre Mutter, ihren Ehegatten zu kümmern. Heinz P. erwägt, seine Frau in ein Pflegeheim zu geben. Kann es gelingen, dass Pflegebedürftige geschätzt, ernst- und immer wieder in den Arm genommen werden und dass gleichzeitig Angehörige ihr eigenes Leben frei von schlechtem Gewissen leben können? Es gilt, Entscheidungen zu treffen, sein Gewissen zu prüfen und – im Sinn des Buß- und Bettags – sich selbst und seine Positionen zu hinterfragen.