Preisgeld für Medizinethik-Weiterbildung

Projekt „Weiter in Südbaden“ vergibt erstmals den mit 70.000 Euro dotierten Continuing Education Development Award

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Punktierte Eizelle. Foto: Eugene Ermolovich/Wikimedia Commons

Punktierte Eizelle. Foto: Eugene Ermolovich/Wikimedia Commons

Der erstmals verliehene, mit 70.000 Euro dotierte Continuing Education Development Award 2017 – kurz CEDA –  geht an das Projekt „CAS Medizinethik“. Das berufsbegleitende Weiterbildungsangebot richtet sich an Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen. Es soll sie in die Lage versetzen, die zunehmenden ethischen Herausforderungen im Spannungsfeld von Patientenwohl, ärztlichem Selbstverständnis, technischem Fortschritt und Ökonomisierung zu analysieren und zu bewältigen. Die Wissenschaftliche Weiterbildung schließt mit einem international anerkannten Certificate of Advanced Studies (CAS) ab. Mit ihr wird eine Lücke in der südwestdeutschen Bildungslandschaft geschlossen: Sowohl in Südbaden als auch in der angrenzenden Nordschweiz existiert bislang kein vergleichbares Angebot.

Im April 2019 will das Team um Dr. Philippe Merz von der Freiburger Thales-Akademie für Wirtschaft und Philosophie mit dem Angebot an den Start gehen. Seitens der Universität Freiburg sind Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander, Direktor des Husserl-Archivs und Dekan der Philosophischen Fakultät, und Prof. Dr. Christoph Borner, Institut für Molekulare Medizin und Zellforschung, beteiligt. Die Hochschule Furtwangen ist mit Prof. Dr. Ulrike Salat, Fakultät Medical and Life Sciences, und Prof. Dr. Folker Wenzel, Fakultät Medical and Life Sciences und Studiendekan Technical Physician, vertreten.

Der CEDA wird vom Kooperationsprojekt „Weiter in Südbaden“ vergeben. An dem Vorhaben, dessen Federführung bei der Universität Freiburg und der Hochschule Furtwangen liegt, wirken acht Hochschulen aus der Region Oberrhein-Schwarzwald mit. Ziel ist es, einen Weiterbildungsverbund zu schaffen, um die Angebote der Partner zu bündeln und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Europäische Sozialfonds der Europäischen Union fördern das Vorhaben seit Januar 2016 bis Ende 2020.

Der CEDA prämiert Projekte zum Auf- und Ausbau von hochschul- und fächerübergreifenden Weiterbildungsangeboten. Im Fokus stehen zwei Kriterien: Es soll in der Weiterbildung möglich sein, unterschiedliche Bausteine zu kombinieren, sodass das Angebot vielfältiger wird, und einheitliche Abschlüsse sollen Transparenz, Vergleichbarkeit und hohe Qualitätsstandards sicherstellen. Beide Kriterien finden sich in den Anforderungen der gestuften Weiterbildungsabschlüsse Certificate of Advanced Studies (CAS) und Diploma of Advanced Studies (DAS) wieder. Auf den Preis können sich alle Mitglieder von „Weiter in Südbaden“ bewerben – sowohl Einzelpersonen als auch Teams. 2017 wurden sieben Projektvorhaben eingereicht, die nächste Ausschreibung ist 2018 geplant.

Statements

„Wir freuen uns, dass in der CEDA-Ausschreibung viele gute Ideen entwickelt wurden. Mit dem CAS Medizinethik hat sich das Gremium für ein interdisziplinäres und hochschulübergreifendes Projekt mit großer gesellschaftlicher Relevanz entschieden.“
Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

„Mit der Vergabe des Awards wird ein hochschulübergreifendes Projekt unterstützt, das dazu beiträgt, das Weiterbildungsangebot in der Region um das zukunftsweisende Thema Medizinethik zu erweitern. Durch die Kooperation werden die Hochschule Furtwangen und die Universität Freiburg in der Weiterbildung näher zusammenrücken, Kompetenzen bündeln und die Sichtbarkeit für gemeinsame Angebote erhöhen.“
Prof. Dr. Michael Lederer, Prorektor für Internationales und Weiterbildung, Hochschule Furtwangen

Informationen zu „Weiter in Südbaden“

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