Demographischer Wandel fordert Innovation

Pressemitteilung

Internistenkongress tagt ab heute in Mannheim

Mannheim, April 2016 – Heute eröffnet die Deutsche Gesellschaft für
Innere Medizin e. V. (DGIM) ihren 122. Jahreskongress. Die Veranstalter
erwarten vom 9. bis 12. April rund 8500 Teilnehmer im Congress Center
Rosengarten: Ärzte und Wissenschaftler diskutieren hier neueste
Erkenntnisse zur Behandlung internistischer Erkrankungen. In mehr als
400 Sitzungen sowie 1400 Vorträgen und Postersitzungen referieren über
1200 Experten. Der Kongress tagt 2016 zum zweiten Mal im Mannheimer
Rosengarten. Der DGIM-Vorsitzende Professor Dr. med. Gerd Hasenfuß
aus Göttingen stellt der Jahrestagung der Internisten das Leitthema
„Demographischer Wandel fordert Innovation“ voran.

„In der heutigen Zeit treffen demographischer Wandel und die technische Revolution
aufeinander. Ältere, multimorbide Patienten haben höhere Risiken bei operativen
Eingriffen. Daher sind Innovationen gefordert, die den Anforderungen der Patienten
gerecht werden“, erläutert Professor Hasenfuß, der die Klinik für Kardiologie und
Pneumologie an der UMG, Universitätsmedizin Göttingen leitet.

Aktuelles Beispiel für eine medizinische Innovation ist die katheterbasierte
Implantation von Herzklappen. „Alte Menschen haben häufig eine Verengung an der
Aortenklappe. Die konventionelle Operation ist bei diesen Patienten aber mit einer
hohen Komplikationsrate und Sterblichkeit verbunden“, so der Kardiologe. Jetzt
könnten Mediziner eine effiziente und schonende Behandlung einsetzen, die sehr gute
Ergebnisse liefere. Auch in anderen internistischen Schwerpunkten wie der
Gastroenterologie, der Angiologie und der Pneumologie stehen minimal-invasive
Verfahren zur Verfügung.

Zugleich stellt sich die Frage, ob alle Verfahren, die machbar sind, auch beim
Patienten zum Einsatz kommen müssen. „Im Rahmen unserer Initiative „Klug
entscheiden“ befassen wir uns beim Kongress in einer Reihe von Symposien damit, in

welchen medizinischen Bereichen eine Über- oder Unterversorgung stattfindet und
wie wir dieser begegnen können“, so Professor Hasenfuß. Das Gesundheitssystem
könne innovative Verfahren tragen, wenn gleichzeitig unnötige Kosten vermieden
werden.

Besonders wichtig ist dem Vorsitzenden der DGIM auch, digitale Entwicklungen für
die Medizin und den Patienten nutzbar zu machen. „Zum Teil kommen digitale
Innovationen über Gesundheits-Apps oder Telemedizin bereits beim Patienten an“, so
Professor Hasenfuß. Ziel müsse es sein, das Potential digitaler Medizin voll zu
etablieren – bei kritischer Prüfung der Qualität und Sicherheit – und für eine noch
bessere Versorgung der Patienten einzusetzen. Daher hat Professor Hasenfuß unter
anderem die digitale Medizin als einen der Schwerpunkte des Kongresses benannt.

Weitere Informationen zum Kongress finden Interessierte
im Internet unter www.dgim2016.de.

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