Die Abwehr muss stimmen: Beteiligung an internationaler Immunschwäche-Woche

Universitätsklinikum Freiburg engagiert sich bei der „Weltwoche angeborene Immunschwäche“ / Unterstützung durch Fußballspielerinnen des SC Freiburg

Das Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) des Universitätsklinikums Freiburg engagiert sich bei der Weltwoche angeborene Immunschwäche, die von 22. bis 29. April stattfindet. Am Freitag, 29. April von 11 bis 15 Uhr informieren Mitarbeiter des CCI in der Kaiser-Joseph-Straße in der Freiburger Innenstadt über das Immunsystem, woran man angeborene Immunschwächekrankheiten erkennen kann und welche Wege der Hilfe es gibt. Unterstützt werden sie dabei von zwei Abwehrspielerinnen des SC Freiburg, Kim Fellhauer und Jenista Clark, die von 14 bis 15 Uhr Autogramme geben. Interessierte Besucher des Stands können außerdem an einem Ballonwettbewerb und einem Preisausschreiben teilnehmen und Gutscheine für Kino und Freizeitpark gewinnen. Ziel der Weltwoche angeborenen Immunschwäche ist es, auf Herausforderungen und Erfolge im Kampf gegen Immunschwächekrankheiten aufmerksam zu machen.

Eines von 5.000 Kindern in Deutschland kommt mit einer Immunschwäche auf die Welt. Hartnäckige oder ungewöhnliche Infektionen, Fieberschübe, unklare Entzündungen oder Milz- und Lymphdrüsenschwellungen können Anzeichen für eine Immunschwäche sein. Da jede der mehr als 250 verschiedenen angeborenen Erkrankungen sehr selten auftritt, erhält nur jedes fünfte betroffene Kind rechtzeitig die richtige Diagnose und in der Folge die passende Therapie. „Wenn wir den Immundefekt eingeordnet haben, können wir relativ genau abschätzen, für welche Infektionen ein besonderes Risiko besteht. Dann kann man gezielt mit Medikamenten vorbeugen oder abwägen, ob Therapien wie Stammzelltransplantationen in Frage kommen“, sagt Prof. Dr. Stephan Ehl, Medizinischer Direktor des CCI.

Das Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) des Universitätsklinikums Freiburg, ist ein integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum, das seit 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Als nationales Referenzzentrum für Immundefekte widmet sich das CCI neben der Behandlung von Patienten auch der Erforschung des Immunsystems. „Das Besondere am CCI ist das altersübergreifende Behandlungskonzept und die fachübergreifende Arbeitsweise: Kinderärzte und Internisten, Spezialisten für das Abwehrsystem, für Infektionserkrankungen, für Bluterkrankungen und Knochenmarktransplantationen, Mediziner und Biologen arbeiten in einer eigenständigen Einrichtung zusammen“, sagt Prof. Dr. Bodo Grimbacher, Wissenschaftlicher Direktor des CCI. Am CCI werden jährlich etwa 1600 Patienten beraten und behandelt.

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