Gleich klappt’s – gleich klappt’s nicht

Verfahren ermöglicht anhand von Gehirnsignalen eine Prognose, ob Menschen eine Bewegung präzise ausführen werden

Ob eine Türe aufschließen oder nach einem Gegenstand greifen: Selbst einfache, oft ausgeübte Bewegungsaufgaben lösen Menschen nicht immer gleich gut – mal sind sie schneller, mal langsamer, mal genauer, mal weniger präzise. Ein Teil dieser von Forscherinnen und Forschern als Leistungsvariabilität bezeichneten Schwankungen ist auf Unterschiede in der Gehirnaktivität zurückzuführen. Eine fächerübergreifende Nachwuchsforschungsgruppe des Exzellenzclusters BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg um den Informatiker Dr. Michael Tangermann hat einen selbstlernenden Algorithmus entwickelt, der es erlaubt, kurz vor der Ausführung einer motorischen Aufgabe deren Präzision vorherzusagen. Das Verfahren könnte zukünftig eingesetzt werden, um sportwissenschaftliche Trainingsmethoden sowie die Rehabilitation von Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall zu verbessern. Die Studie ist im Fachjournal „Frontiers in Human Neuroscience“ erschienen.

Mithilfe der Elektroenzephalografie (EEG) wurden im Gehirn bereits vor Jahrzehnten Aktivitätsmuster entdeckt, die einer motorischen Handlung vorausgehen. Die Studie aus Freiburg basiert ebenfalls auf der Auswertung von EEG-Signalen. Die Forschenden untersuchten dazu 20 gesunde Probandinnen und Probanden im Durchschnittsalter von 53 Jahren. Diese versuchten, durch wiederholtes Drücken eines Kraftsensors einem vorgegebenen Pfad auf dem Computerbildschirm zu folgen. Vor und während der Übungen wurde ihre Gehirnaktivität aufgezeichnet. Ein Algorithmus lernte, innerhalb der komplexen Gehirnsignale wichtige Merkmale zu erkennen, mit deren Hilfe vorhersagbar ist, wie gut der Proband die motorische Übung bewältigen wird. Solche Verfahren des maschinellen Lernens werden oft im Zusammenhang mit hochdimensionalen Daten und großen Datenmengen verwendet, etwa zur Verbesserung von Suchmaschinen. Basierend auf vielen Einzelbeispielen lernt der Algorithmus eine Vorschrift, die es ihm erlaubt, auch zukünftige, unbekannte Datensätze zu entschlüsseln.

Im nächsten Schritt wollen die Forscher beleuchten, inwieweit sich derartige Vorhersagemodelle praktisch nutzen lassen. Für die motorische Rehabilitation von Schlaganfallpatienten könnte es etwa hilfreich sein, den Start einer Bewegungsaufgabe kurzzeitig zu verzögern, bis ein geeigneter Hirnzustand vorliegt. Diesen Trainingseffekt will das Team gemeinsam mit Forschern des Universitätsklinikums Freiburg in einer Studie untersuchen.

Originalveröffentlichung:
Meinel, A./Castaño-Candamil, S./Reis, J./Tangermann, M. (2016): Pre-Trial EEG-Based Single-Trial Motor Performance Prediction to Enhance Neuroergonomics for a Hand Force Task. In: Frontiers in Neuroscience.
DOI: 10.3389/fnhum.2016.00170
URL: http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fnhum.2016.00170/full

Freiburger Forscher melden: Neue Zika-Diagnostik zuverlässig

Neue Zika-Diagnostik zuverlässig

Freiburger Forscher weisen hohe Treffsicherheit eines neuen, kommerziellen Zikavirus-Tests nach

Das Zikavirus breitet sich derzeit rasant in Süd- und Mittelamerika aus. Ein wichtiges diagnostisches Kriterium ist der Nachweis von Antikörpern im Blut, die gegen das Zikavirus gerichtet sind. Doch bisher verfügbare Tests reagierten oft auch auf Antikörper gegen verwandte Viren, wie das von Zecken übertragene FSME-Virus oder eine entsprechende Schutzimpfung. Forscher des Universitätsklinikums Freiburg konnten nun nachweisen, dass ein neuer, seit Kurzem kommerziell erhältlicher Antikörper-Test durch solche früher erfolgten Infektionen oder Impfungen nicht gestört wird. Ihre Ergebnisse präsentierten die Wissenschaftler im Fachmagazin Eurosurveillance. Das Universitätsklinikums Freiburg ist eine der ersten Kliniken in Deutschland, die die neue Zikavirus-Diagnostik einsetzt und vorrätig hält.

Infektionen mit dem Zikavirus in der Schwangerschaft können die Gehirn- und Schädelentwicklung des Ungeborenen schwerwiegend stören. Eine solche Mikrozephalie kann zu geistiger Behinderung führen und sogar tödlich sein. Die Sicherheit, die der neue Test bietet, ist darum vor allem für Schwangere relevant. „Im schlimmsten Fall konnte bisher ein falscher Verdacht zu einem unbegründeten Schwangerschaftsabbruch führen“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Marcus Panning, Oberarzt am Institut für Virologie des Universitätsklinikums Freiburg. „In Zukunft sollte niemand mehr durch ein fälschlicherweise positives Testergebnisse verunsichert werden“, so Prof. Panning weiter, der sich seit über 15 Jahren intensiv mit tropischen Viruserkrankungen beschäftigt. Für ihre Studie untersuchten die Forscher insgesamt 114 Zikavirus-freie Blutproben von Personen mit laborbestätigter FSME-Infektion, FSME-Impfung, Hepatitis C, Dengue-Infektion oder Gelbfieberimpfung, sowie zur Kontrolle elf Proben mit Antikörpern gegen Zikaviren. In allen Fällen lieferte der Test das richtige Ergebnis. Die Blutproben stammten aus der Blutserum-Bank des Instituts für Virologie des Universitätsklinikums Freiburg. Dort werden Proben mindestens für zehn Jahre anonymisiert und datenschutz-konform aufbewahrt. „Dadurch können wir auf eine sehr große Zahl und Vielfalt von Proben zurückgreifen“, sagt Prof. Panning.

In Deutschland schätzt Prof. Panning die Ansteckungsgefahr mit dem Zikavirus als sehr gering ein: „Bislang ist nicht einmal sicher nachgewiesen, ob die in Süddeutschland sporadisch vorkommende Asiatische Tigermücke das Virus übertragen kann.“

Etwa jeder fünfte Zikavirus-Infizierte entwickelt Symptome wie Fieber, fleckigen Hautausschlag, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Gelenkschmerzen, die alle nach etwa einer Woche abklingen. Eine Behandlung der Infektion ist bislang nicht möglich. Bei Verdacht auf eine Zikavirus-Infektion wird eine labordiagnostische Abklärung empfohlen. Hiermit kann auch eine länger zurückliegende Infektion erkannt werden.

Titel der Originalarbeit: High specificity of a novel Zika virus ELISA in European patients after exposure to different flaviviruses

DOI: 10.2807/1560-7917.ES.2016.21.16.30203

Link zur Publikation: www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=21450  

Weitere Informationen:
Institut für Virologie
Forschungsgruppe Prof. Panning (englisch)
Übersichtsseite des Robert-Koch-Instituts zu Zikavirus-Infektionen

Arzt-Patienten-Beziehung wird durch Transparenz gestärkt

Wenn Patienten vollen Zugang zu ihren medizinischen Daten erhalten, verbessert sich Arzt-Patienten-Beziehung

Erhöhte Transparenz in der medizinischen Versorgung stärkt zudem Mitarbeit, Verständnis und Selbstfürsorge der Behandelten

Prof. Dr. Tobias Esch

Prof. Dr. Tobias Esch

Wenn Patienten vollen Zugriff auf ihre medizinischen Befunde und die Notizen des Arztes zu ihrer Erkrankung erhalten, verbessert dies die Arzt-Patienten-Beziehung erheblich. Dies hat eine Gruppe von Forschern der Universität Witten/Herdecke (UW/H) und der Harvard University (Boston, USA) herausgefunden. Zudem stärkt die erhöhte Transparenz in der Behandlung die Mitarbeit und das Selbstmanagement der Patienten, verbessert das Verständnis der medizinischen Probleme und unterstützt die Selbstfürsorge.

„Nach Studienlage versteht etwa die Hälfte der Patienten, die zum Arzt gehen, nicht genau, was gerade besprochen wurde“, erläutert der Studienleiter Prof. Dr. Tobias Esch. Der 45-Jährige hat an der Harvard Medical School zum Thema Arzt-Patienten-Beziehung geforscht und ist nun Professor für Integrierte Gesundheitsversorgung und -förderung an der UW/H. „Durch das OpenNotes-Projekt hat sich das Verständnis für das Besprochene radikal verbessert. Dadurch, dass die Patienten alles noch einmal nachlesen und auch die Notizen der Ärzte online einsehen können, haben sie die Möglichkeit, sich noch intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, etwas noch einmal nachzulesen oder mit Angehörigen und Bekannten darüber zu sprechen.“ Als das Projekt OpenNotes in den USA ins Leben gerufen wurde, seien viele Ärzte skeptisch gewesen. „Wir wollten herausfinden, wie sich die Beziehung zwischen Arzt und Patient verändert, wenn den Patienten volle Transparenz gewährt wird. Das für viele durchaus erstaunliche Ergebnis war, dass sich die Beziehung deutlich verbessert.“ So ist mittlerweile auch die Skepsis der Ärzte gewichen. Prof. Esch: „Am Anfang hatten wir 120.000 Patienten, die sich beteiligt haben. Mittlerweile sind schon rund acht Millionen dabei. In zwei Jahren möchten wir 50 Millionen Leute erreichen.“

Überlegungen, wie Patienten aktiv in ihre Heilung einbezogen werden können, beschäftigen den Forscher schon seit längerer Zeit. „Ich glaube, OpenNotes kann hier eine gute Lösung sein“, so Esch. „In der Zukunft wird es für Ärzte immer wichtiger werden, nicht nur die Krankheit des Patienten zu betrachten, sondern gemeinsam mit dem Patienten an seiner Genesung zu arbeiten. Dazu muss er involviert sein, verstehen, was passiert und sich als aktiven Teil der Behandlung ansehen. Patienten, die sich eingebunden fühlen, erzielen in der Regel auch bessere Therapieerfolge. Dafür brauchen wir eine patientenbasierte und integrative Medizin.“

In der Studie gaben mehr als 77 Prozent der Patienten an, durch OpenNotes mehr Kontrolle über ihre Behandlung zu haben als zuvor. Mehr als 60 Prozent konnten durch das Programm ihre Medikation korrekt oder besser dosieren. Und fast alle Befragten fanden mindestens einmal einen Irrtum oder ein Missverständnis in den Unterlagen, die sie dank der freien Zugänglichkeit schnell korrigieren lassen konnten. Einige Patienten gaben zudem zu, Informationen zum Schutz ihrer Privatsphäre zunächst zurückgehalten zu haben, bis ihnen durch die Einsicht in die Unterlagen klar geworden sei, dass sie zur Behandlung wichtig seien.

„Letztlich ist dieser transparente Ansatz ein Gewinn für beide Seiten”, sagt Prof. Esch. „Die Patienten haben mehr Vertrauen, nehmen ihre Medikamente wie verschrieben, erinnern sich besser an das Besprochene und arbeiten aktiv an ihrer Gesundung mit. Die Ärzte können dadurch ihre Kommunikation verbessern, haben besser informierte und vorbereitete Patienten und auch andere Ärzte und Pflegende können besser über die gewünschte Behandlung unterrichtet werden. Und zu guter Letzt hilft das auch dem Gesundheitssystem. Wenn besser kommuniziert und die Dosierung der Medikamente eingehalten wird, medizinische Fehler vermieden werden und der Arzt seine Zeit effizienter nutzen kann, reduziert das am Ende auch die Kosten der Behandlung.“

Die Studie finden Sie unter: http://bmjopen.bmj.com/content/6/1/e010034.full

Studie könnte zum besseren Verständnis von Hirnerkrankungen beitragen

Neurowissenschaftler entdecken bislang unbekannte Funktion von Cannabinoid-Rezeptor
Studie könnte zum besseren Verständnis von Hirnerkrankungen beitragen

Berlin, 02.05.2016 Im Gehirn herrscht ein sensibles Zusammenspiel von Signalstoffen und zellulärer Aktivität. Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben in diesem Orchester einen weiteren Akteur identifiziert: In einer Laborstudie stellten sie fest, dass der sogenannte Cannabinoid-Rezeptor Typ 2 die Informationsverarbeitung innerhalb des Hippocampus beeinflusst. Dieses Hirnareal ist maßgeblich an der Bildung von Langzeit-Erinnerungen beteiligt. Die Erkenntnisse könnten zu einem besseren Verständnis der Krankheitsmechanismen von Schizophrenie und Alzheimer beitragen, sie sind im aktuellen im Fachjournal Neuron* veröffentlicht.

Der Cannabinoid-Rezeptor Typ 2, auch CB2-Rezeptor genannt, ist ein spezielles Membranprotein, über das eine Zelle chemische Signale empfangen kann. Dadurch wird ihre Aktivität gesteuert. „Dieser Rezeptor galt bisher vor allem als Teil des Immunsystems, ohne Funktion in Nervenzellen. Unsere Studie zeigt nun, dass er auch für die Signalverarbeitung des Gehirns eine wichtige Rolle spielt“, erläutert Prof. Dr. Dietmar Schmitz, Direktor des Neurowissenschaftlichen Forschungszentrums an der Charité (NWFZ) und Berliner Standortsprecher des DZNE. Neben Berliner Fachkollegen haben sich an der aktuellen Studie auch Wissenschaftler der Universität Bonn und des US-amerikanischen National Institute on Drug Abuse beteiligt.

Wie die Forscher im Tiermodell nachweisen konnten, hebt der CB2-Rezeptor die Erregungsschwelle von Nervenzellen des Hippocampus. „Die Arbeitsweise des Gehirns beruht darauf, dass Nervenimpulse auf nachgeschaltete Zellen in manchen Situationen erregend, in anderen Fällen unterdrückend wirken“, sagt Dr. Vanessa Stempel, Erstautorin der aktuellen Veröffentlichung. „Der CB2-Rezeptor wirkt wie eine Stellschraube, mit der solche Kommunikationsprozesse justiert werden“, so die Wissenschaftlerin weiter, die inzwischen im britischen Cambridge forscht.

Der CB2-Rezeptor zählt zum endogenen Cannabinoid-Systems (ECS). Diese Familie aus Rezeptoren und Botenstoffen kommt bei vielen Lebewesen vor, so auch beim Menschen. Es handelt sich um ein biochemisches Regelsystem, das an der Steuerung zahlreicher physiologischer Vorgänge beteiligt ist. Sein Name basiert auf der bereits länger bekannten Tatsache, dass Wirkstoffe der Cannabispflanze an Rezeptoren des ECS ankoppeln. Bislang sind zwei Sorten solcher Rezeptoren bekannt. Der CB2-Rezeptor hat keine psychoaktive Wirkung. Die durch Einnahme von Cannabis aufgelösten Rauscheffekte werden daher dem Cannabinoid-Rezeptor Typ 1 zugeschrieben.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie könnten zum besseren Verständnis von Krankheitsmechanismen beitragen und einen Ansatzpunkt für neuartige Medikamente aufzeigen. „Bei Schizophrenie, Depression, Alzheimer und anderen neuropsychiatrischen Erkrankungen ist die Hirnaktivität gestört. Pharmaka, die an den CB2-Rezeptor binden, könnten die Aktivität der Hirnzellen möglicherweise beeinflussen und somit Bestandteil einer Therapie sein“, resümiert Prof. Schmitz.

*A. Vanessa Stempel, Alexander Stumpf, Hai-Ying Zhang, Tugba Özdogan, Ulrike Pannasch, Anne-Kathrin Theis, David-Marian Otte, Alexandra Wojtalla, Ildikó Rácz, Alexey Ponomarenko, Zheng-Xiong Xi, Andreas Zimmer, Dietmar Schmitz. Cannabinoid type 2 receptors mediate a cell type-specific plasticity in the hippocampus. April 2016, Neuron. doi: 10.1016/j.neuron.2016.03.034.
http://www.cell.com/neuron/fulltext/S0896-6273(16)30025-3

Yoga may have health benefits for people with asthma

Yoga kann gesundheitliche Vorteile für Menschen mit Asthma haben

Yoga may have health benefits for people with asthma

 

A new Cochrane Review, published in the Cochrane Library today, suggests that yoga may have a beneficial effect on symptoms and quality of life in people with asthma, but effects on lung function and medication use are uncertain.

Medical Yoga: Anatomisch richtig üben

Buchempfehlung d. R.: Medical Yoga: Anatomisch richtig üben

Asthma is a common chronic disease affecting about 300 million people worldwide. The many typical symptoms of asthma include wheezing, coughing, chest tightness and shortness of breath.

Yoga has gained global popularity as a form of exercise with general life-style benefits, and recent studies have investigated the potential of yoga to relieve asthma-related problems.

A new Cochrane Review summarizes the results of randomised trials and has found evidence that practicing yoga might be able to improve asthma quality of life and symptoms to some extent. However, researchers also warned that higher-quality studies with more participants would be needed to draw any firm conclusions about the effects of yoga.

The team of Cochrane researchers wanted to find out the effects of yoga in people with asthma.

They found 15 randomised controlled trials which involved 1,048 men and women. Most of the trials were conducted in India, followed by Europe and the United States. The majority of participants had mild to moderate asthma for six months to more than 23 years. Six studies looked into the effects of breathing alone during yoga exercise, whilst the other studies assessed the effects of yoga that included breathing, posture and meditation.

Most people continued to take their usual asthma medication while participating in the studies. The studies were conducted over a time period of two weeks to over four years.

The researchers found some moderate quality evidence from five studies that yoga exercise reduces the impact of asthma on people’s quality of life. However, evidence about yoga’s impact on the participants’ lung function is more uncertain because the results varied. The effects of yoga on medication use and any side-effects of yoga are also uncertain, because only a few very small studies reported these outcomes.

Lead author, Dr Zuyao Yang from the Jockey Club School of Public Health and Primary Care, at the Chinese University of Hong Kong commented, “Our findings suggest that yoga exercise may lead to small improvements in asthma quality of life and symptoms. However, it is unclear whether yoga has a consistent impact on lung function and we don’t yet know if yoga can reduce people’s medication usage, or if there are any side-effects of yoga for people with asthma.”

Deputy Co-ordinating Editor of the Cochrane Airways Group, Rebecca Normansell, added, “At present, we just don’t have enough high quality evidence to determine the effects of yoga as a type of exercise for helping people manage their asthma. Because there is uncertainty about the effects of yoga on lung function and use of asthma medication, it’s important that people with asthma continue to take their medication, as prescribed. The findings of this Cochrane Review will help people make more informed choices about their future treatment options.”

Mangelernährung als häufige Krankheitsursache in Deutschland

Es hat immer einen seltsamen Beigeschmack, wenn die Lebensmittelindustrie eine Studie zum Thema Ernährung mitfinanziert.

HIPP und MangelernährungWir wollten dennoch nicht auf die Veröffentlichung hier verzichten. Machen Sie sich selbst ein Bild. Natürlich ist Mangelernährung im fortgeschrittenen Alter ein wichtiges Thema. Viele Studien kommen jedoch oft schnell zu dem voreiligen Schluss, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder Lebensmitteln, die damit angereichert wurden, die geniale Lösung seien.

PRESSEMITTEILUNG

Ärzteschaft alarmiert:
Jeder 2. Arzt ist täglich mit Mangelernährung konfrontiert

Studienübergabe an Bundesminister Christian Schmidt

Studienübergabe an Bundesminister Christian Schmidt

Berlin, 26. April 2016. Mangelernährung ist ein gesellschaftlich stark unterschätztes Phänomen, das drastische Folgen für die Gesundheit der Patienten, aber auch hohe Folgekosten für das Gesundheitswesen bedeutet. Wie die im Auftrag des
Bundesverbands Initiative 50Plus und HiPP durchgeführte repräsentative Ärztebefragung von 222 niedergelassenen Ärzten – darunter 112 Allgemeinmediziner, 53 Neurologen und 57 Onkologen – zeigt, wird jeder zweite Arzt (57 %) in der täglichen Arbeit mit Mangelernährung konfrontiert. Vor allem bei den Onkologen steigt
die Quote auf fast 70 % an, weil eine Krebserkrankung sehr häufig mit dem Auftreten einer Mangelernährung verknüpft ist.

Zugleich liegt bei den befragten Ärzten ein hohes Problembewusstsein vor – schließlich bewertet jeder zweite Arzt (52 %) Mangelernährung sehr oft oder immer als Ursache für Krankheiten im Alter. Zudem achten 3 von 4 Ärzten (76 %) ebenfalls
sehr oft oder immer auf Anzeichen von Mangelernährung (z. B. ungewollter Gewichtsverlust).

Doch obwohl bei den Ärzten ein hohes Problembewusstsein vorherrscht und 3 von 4
Ärzten (75 %) den Patienten bei Auftreten von Mangelernährung weitreichend über
das Thema informieren, offenbart sich eine große Diskrepanz: 71 % der Ärzte fühlen
sich selber nicht vollumfänglich informiert – 14 % sogar nur wenig oder gar nicht.

Mangelernährung als Ursache für Krankheiten Unstrittig bei fast allen befragten Ärzten ist hingegen die Bedeutung von ausreichender und bedarfsgerechter Ernährung bei einem unzureichenden Ernährungszustand für die Genesung. 96 % der Ärzte sehen diese als sehr wichtig oder wichtig an. Dabei spielt die Ernährung nicht nur bei der Genesung eine tragende Rolle, sondern kann auch schon bei der Prävention vieler Alterskrankheiten
unterstützen. Die befragten Ärzte sind der einhelligen Meinung, dass frühzeitige Ernährungsmaßnahmen dabei helfen, Nachfolgekosten für ernährungsbedingte Komplikationen zu vermeiden.

Stefan Hipp, Gesellschafter HiPP: „Gesellschaft, Politik und auch Wirtschaft müssen
beim Thema Mangelernährung an einem Strang ziehen und eine effiziente und breiteInformationsstand zu Mangelernährung
Aufklärung sicherstellen – mit der Botschaft, dass Mangelernährung häufig vorkommt und verhindert werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass es weiterer Anstrengungen bedarf,um über adäquate Ernährungsmöglichkeiten bei Mangelernährung in der
Patientenversorgung zu informieren. Dabei unterstützen wir sehr gerne – die Ärztebefragung ist hier ein weiterer Schritt zur Aufklärung.“

Gitta Connemann, MdB und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „Gesunde Ernährung ist in aller Munde. Sollte es jedenfalls sein –
gerade bei Älteren. Denn die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Mangelernährung bei
Älteren ist keine Seltenheit. Hinzu kommt fehlende Bewegung. Dabei sind eine
gesunde und ausreichende Ernährung und Bewegung für das Alter, gerade für
Genesungsphasen entscheidend. Das Verständnis hierfür muss frühzeitig vermittelt
werden. Mit Initiativen wie IN FORM – Fit im Alter, mit dem Präventionsgesetz und
nicht zuletzt mit der Pflegeversicherung haben wir die Weichen in die richtige Richtung
gestellt. Aber mangelhafte Ernährung im Alter und fehlende Bewegung sind am Ende
eine Herausforderung, die uns alle angeht. Diese können wir als Politik nur
gemeinsam mit der Lebensmittelwirtschaft, den Ärzten, den Pflegeeinrichtungen, den
Kassen, den Medien, bewältigen.“

Uwe-Matthias Müller, Geschäftsführender Vorstand Bundesverband Initiative 50Plus
e.V.:„Die Erhebung bestätigt unsere Befürchtungen, wie weit Mangelernährung
verbreitet ist. Dies ausgerechnet in einer Gesellschaft, in der alle Zutaten für eine
gesunde – und schmackhafte – Ernährung zur Verfügung stehen. Wir haben nun seit
bald einem Jahr das Präventionsgesetz, das ist gut so. Wir fordern die Politik, aber
auch die im Gesundheitsbereich tätigen Institutionen auf, das Thema
Mangelernährung mit all seinen Facetten verstärkt und beherzt den betroffenen
Menschen nahezubringen.“

Dr. Henning Scherf, Botschafter Bundesverband Initiative 50Plus e.V. und
Bürgermeister a.D., Bremen: „Obwohl es uns in Deutschland sehr gut geht und wir in
einer Wohlstandsgesellschaft leben, zeigt die erstaunliche Zahl von älteren
mangelernährten Menschen, dass wir noch einen weiten Weg zu gehen haben. Wir
müssen über Nachbarschaften und professionelle Dienste die Versorgungssituation
verbessern: Hier ist ganz klar die Zivilgesellschaft gefordert und muss motiviert
werden.“

Hintergrund und Methodik der Ärztebefragung

Vom 7. März bis einschließlich 8. April 2016 wurde eine bundesweite, telefonische Befragung
unter Ärzten durch das Markt-und Sozialforschungsinstitut INSA-CONSULERE durchgeführt.
Ziel der Umfrage war es, niedergelassene Ärzte verschiedener Fachrichtungen zum Thema
Mangelernährung zu befragen. Als Erhebungsmethode wurde das Computer Assisted
Telephone Interview (CATI) gewählt. Die Zufallsauswahl der Befragten erfolgte über eine
branchenspezifische, repräsentative B2B-Stichprobe. Um sowohl verallgemeinernde als auch
vertiefende Aussagen zu erlangen, wurde die Studie in eine quantitative Erhebung und in eine
qualitative Erhebung aufgeteilt. Bei der quantitativen Erhebung wurden insgesamt 222 Ärzte,
davon 112 Allgemeinmediziner, 53 Neurologen und 57 Onkologen, zur Ernährung älterer
Patienten, zum Informationsstand über sowie den Umgang mit Mangelernährung befragt. Bei
der qualitativen Erhebung wurden insgesamt 15 Ärzte aus den unterschiedlichen
Fachbereichen vertiefend zu ihren Erfahrungen mit mangelernährten Patienten befragt.

Wegsperren oder helfen?

Fachtagung zur Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Menschen

Flyer WegsperrenBerlin, 21.04.2016 Die Charité – Universitätsmedizin Berlin beteiligt sich an der Fachtagung „Wegsperren – und zwar für immer?“ Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit mit sexuell auffälligen Menschen“. Ziel der Veranstaltung ist es, die vielfältigen therapeutischen und pädagogischen Angebote, die in Deutschland für potenzielle und reale Verursacher (sexueller) Gewalt existieren, vorzustellen und zu diskutieren.

„Unsere klinischen Erfahrungen der vergangenen Jahre belegen, dass Jugendliche und Erwachsene mit einer sexuellen Ansprechbarkeit für den kindlichen Körper über eine gezielte Medienarbeit für präventive therapeutische Angebote erreichbar sind. Es hat sich gezeigt, dass diese Angebote erfolgreich sexuellen Kindesmissbrauch verhindern können“, erklärte Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier auf der Pressekonferenz. Er ist Leiter des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité und Sprecher des Präventionsnetzwerks „Kein Täter werden“ sowie Leiter des Projekts „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch durch Jugendliche“ (PPJ).

Die Angebote im Präventionsnetzwerk und im PPJ richten sich an Menschen aus dem Dunkelfeld, die der Justiz nicht bekannt sind, gleichwohl problembewusst und ohne rechtliche Auflagen Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Prof. Beier wies darauf hin, dass neun von zehn Teilnehmern am Berliner Standort des Netzwerks „Kein Täter werden“, die bereits sexuelle Übergriffe begangen oder Missbrauchsabbildungen genutzt hatten, dafür nicht von der Polizei belangt worden seien. Diese Menschen gelte es, frühzeitig anzusprechen und therapeutisch zu erreichen – möglichst bevor sie erstmals sexuelle Übergriffe begehen.

Sigrid Richter-Unger, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGfPI), ergänzte: „Pädagogische und therapeutische Angebote für potenzielle und reale Täter sexueller Gewalt sind ein wichtiger Baustein, um sexuelle Traumatisierungen von Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Das gilt sowohl für erstmalige Taten als auch für die Prävention von Folgedelikten.“

Die Experten betonten ausdrücklich ihr gemeinsames Ziel, die Prävention sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen zu optimieren. Es solle nicht das eine gegen das andere Angebot ausgespielt werden. „Vielmehr gehe es darum, das Sowohl-als-auch zu betonen“, sagte Sigrid Richter-Unger.

Die Fachtagung findet vom 21. bis 22. April im VKU Forum, Invalidenstr. 91 in 10115 Berlin statt. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Grußworten von Dr. Stefanie Hubig, Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, und Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Die Fachtagung wird gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGfPI), der Bundesarbeitsgemeinschaft „Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten (BAG KJSGV e.V.), der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt (BAG TäHG e.V.), dem Projekt „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch durch Jugendliche (PPJ)“ der Charité und des Vivantes-Klinikum im Friedrichshain sowie des Präventionsnetzwerks „Kein Täter werden“ und der theaterpädagogischen werkstatt gGmbH (tpw) durchgeführt.

Downloads:
Flyer_Fachtag_Täterarbeit__2_.pdf (74 KB)

Links:
Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin

NAKO feiert sich

Einige Anmerkungen

Ich wollte genau wissen, was die Nako erfragt, erfasst und untersucht – ein Selbstversuch.

Am 27. Januar 2016 war ich im Nako Studienzentrum in Freiburg.

Obwohl ich meinen Widerruf schon 5 Tage später mitgeteilt und um die Löschung meiner Daten gebeten habe, bekam ich die Ergebnisse meiner Blut- und Körperuntersuchungen per Post zugeschickt. Zu diesem Zeitpunkt lag mir bereits die schriftliche Mitteilung vor, dass meine Daten nicht weiter verwendet werden würden. Die endgültige Bestätigung erfolgt aber erst dann, wenn alle meine Daten im Zentralcomputer gelöscht sind, teilte man mir auf weitere Nachfrage mit. Diese Mitteilung habe ich bis heute (20. April 2016) nicht erhalten.

Aus meiner Sicht sind die Untersuchungsergebnisse nicht wirklich zuverlässig. Der Ernährungsfragebogen ist viel zu allgemein und nur auf einen Abend bezogen. Die Eintragungen vor Ort in das Computersystem (das übrigens für alle Studienzentren gleich ist, da es sich um eine zentrale Erfassung handelt) sind ungenau, weil manche Eingaben nicht korrekt oder gar nicht gemacht werden können. So musste ich Arztbesuche angeben, die gar nicht stattgefunden haben, da sonst die Befragung nicht hätte fortgesetzt werden können. Dies ist nur ein Beispiel.

Die sehr intensive Verknüpfung von Krankenkassendaten, Rentenversicherung, Arztberichten, Aufenthaltsorten und Arbeitgebern ermöglicht einen gläsernen Patienten. Die Studie dauert insgesamt 30 Jahre. Wer kann schon wissen, was in 10, 20 oder gar 30 Jahren mit diesen Daten noch alles möglich sein wird. Und die Helmholtz-Gemeinschaft finanziert sich auch aus sogenannten Drittmitteln, die aus der Wirtschaft (auch Pharmaindustrie) kommen.

Pressemitteilung

NAKO-Jubiläum: Bundesweit 50.000 Teilnehmer

NaKo Pressegespräch Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender des Vereins Nationale Kohorte, und die 50.000 Probandin Silke Janetzek. Copyright Peitz/Charité

NaKo Pressegespräch
Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender des Vereins Nationale Kohorte, und die 50.000 Probandin Silke Janetzek. Copyright Peitz/Charité

Berlin, 19.04.2016 Die Nationale Kohorte (NAKO), Deutschlands größte Gesundheitsstudie, zieht erstmals Bilanz. Im NAKO-Studienzentrum Berlin-Mitte an der Charité – Universitätsmedizin Berlin informierten die Macher der Studie über den aktuellen Stand. Was wurde bisher erreicht? Wie kommt die Studie an und wie geht es weiter? Zudem wurde die bundesweit 50.000 Studienteilnehmerin geehrt.

Mit 50.000 von bundesweit geplanten 200.000 Studienteilnehmern ist die NAKO bereits jetzt größer als alle anderen bevölkerungsbezogenen Studien in Deutschland. Sie bietet damit eine umfangreiche Forschungsplattform, um die Entstehung chronischer Krankheiten wie Krebs, Demenz, Diabetes, Infektionskrankheiten und Atemwegserkrankungen wissenschaftlich zu untersuchen. Silke Janetzek, Teilnehmerin im Studienzentrum Berlin-Mitte, ist die 50.000 Probandin. Für ihr Engagement erhielt sie Blumen und eine Urkunde. Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender des Vereins Nationale Kohorte, sagte im Rahmen der Ehrung: „Wir danken Silke Janetzek stellvertretend für alle unsere Studienteilnehmenden und hoffen auf viele weitere Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine verbesserte Gesundheitssituation engagieren.“

Einer der Schwerpunkte des Studienzentrums Berlin-Mitte ist es, den Gesundheitszustand von Berlinerinnen und Berlinern mit Migrationshintergrund zu untersuchen. Ein Migrationshintergrund kann die Chance auf eine adäquate medizinische Behandlung beeinträchtigen, beispielsweise wenn Probleme mit der deutschen Sprache bestehen. „Das Studienteam ist auf die Untersuchung von Bürgern mit Migrationshintergrund sehr gut vorbereitet. Viele Mitarbeiter sind zweisprachig und haben selbst bikulturelle Hintergründe. Insgesamt spricht das Team die wichtigsten zehn Sprachen, die in Berlin vertreten sind“, erläutert Prof. Dr. Karl Max Einhäupl. In Berlin wurden bisher knapp 4.000 Teilnehmer untersucht – ihre Rückmeldungen sind überwiegend positiv. Diesen Trend bestätigt auch Julia Schulte, Study Nurse am NAKO-Studienzentrum Berlin-Mitte: „Die meisten Teilnehmer sind sehr engagiert bei der Sache und haben teilweise richtig Spaß bei den Untersuchungen. Und das trotz eines Untersuchungsprogramms von immerhin drei bis sechs Stunden Dauer.“
Finanziert wird die Studie durch den Bund, die beteiligten Länder und die Helmholtz-Gemeinschaft. Dr. Hans Reckers, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, die das Projekt auf Landesebne unterstützt, freut sich über gleich drei NAKO-Studienzentren in Berlin: Neben der Charité laden das Studienzentrum Berlin-Nord am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und das Studienzentrum Berlin-Süd/Brandenburg am Charité Campus Benjamin Franklin unter der Leitung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke die Studienteilnehmer ein. „Dass es mit der NAKO gut vorangeht, ist der großen Expertise und dem hohen Engagement aller, die an dem Projekt mitarbeiten sowie der Bereitschaft all jener, die wie Silke Janetzek an der Gesundheitsstudie teilnehmen, zu verdanken. Sie leisten gemeinsam einen Beitrag, das Gesundheitssystem so zu verbessern, dass möglichst vielen Patienten gezielt geholfen werden kann“, so Reckers.

Die NAKO untersucht in den nächsten Jahren bundesweit 200.000 Bürgerinnen und Bürger zwischen 20 und 69 Jahren in 18 Studienzentren. Ziel ist es, Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Demenz, Diabetes zu verbessern.

Fahrradversteigerung und Flohmarkt

Am 23. April finden am Universitätsklinikum Freiburg eine öffentliche Versteigerung von Fundrädern und ein Flohmarkt statt

Fahrräder UniklinikDrahtesel gesucht? Fahrrad gefunden! Bei einer öffentlichen Versteigerung am Samstag, 23. April 2016, um 12 Uhr auf dem Gelände der Gärtnerei des Universitätsklinikums Freiburg können Fahrräder zu guten Konditionen erworben werden. Die Fahrräder sind sogenannte Fundräder, die für sehr lange Zeit auf dem Gelände des Universitätsklinikums Freiburg abgestellt waren und von den Besitzern nicht abgeholt wurden. Vom City-Rad bis zum Trekking-Bike ist alles dabei. Eine Vorbesichtigung der zu versteigernden Fahrräder ist ab 11 Uhr möglich. Der Erlös der Versteigerung wird einem guten Zweck gespendet.

Im Zeitraum von 11 Uhr bis 15 Uhr findet zudem ein Flohmarkt statt, bei dem Beschäftigte des Universitätsklinikums Nützliches und Gebrauchtes für interessierte Flohmarkt-Besucher zum Kauf anbieten.

Die Gärtnerei des Universitätsklinikums Freiburg ist über die Lehener Straße 86 (79106 Freiburg) zu erreichen. Von dort ist die Veranstaltung ausgeschildert.

Buddhify your Life

Durch Meditation Stress reduzieren

Cover+buddhifyWenn die Achtsamkeitspraxis wirklich ein Teil des 21. Jahrhunderts sein soll, dann darf sie sich nicht gegen das moderne Leben stellen. Dass Meditation Stress reduzieren und das Wohlbefinden steigern kann, ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Doch den Einstieg zu schaffen ist oft die größte Hürde: zu wenig Zeit, im Dschungel der Angebote das Richtige ausmachen, vielleicht doch zu sehr hippie?
Rohan Gunatillake, Designer der Bestseller-App “buddhify”, präsentiert in seinem Buch Strategien zum achtsamen Umgang mit dem urbanen Alltag.
Den Stecker ziehen und alle Geräte auszuschalten führt keinesfalls automatisch zu einem achtsameren, ruhigeren und damit auch glücklicheren Leben. Rohan Gunatillake gibt stattdessen Ideen, Prinzipien und Techniken an die Hand, die jeden jederzeit und überall Bewusstsein und Gelassenheit erfahren lassen.
Buddhify your Life verteufelt die Technologie nicht länger, sondern erklärt, wie die digitalen Hilfsmittel des Alltags als Ausgangspunkt für Achtsamkeit, Ruhe und Wohlwollen genutzt werden können.

 

AF+Rohan_2Rohan Gunatillake ist ein führender Unternehmer im Bereich weiser Technologie und moderner Achtsamkeit. Er leitet das Kreativ-Studio »21awake«, das tiefe Erfahrung in der Meditation, Technologie und Design vereint. Seine Achtsamkeits-App »buddhify« läuft in 34 Ländern sehr erfolgreich. Innere Präsenz im äußeren Chaos, Akzeptanz statt Widerstand, das Leben nicht als Kampffeld, sondern als Übungsfeld erleben, das sind die wichtigen Themen.
Rohan Gunatillake ist ein gefragter Redner auf internationalen Kongressen. Das Magazin Wired zählt ihn auf seiner »Smart List« zu den 50 Menschen, die die Welt verändern werden.

 

3 Fragen an Rohan Gunatillake:

Was sind Ihre 3 Tipps für einen Achtsamkeits-Neuling, um schnell in einen gelassenen, achtsamen Zustand zu gelangen?

Achtsamkeit in den Körper aufnehmen. Unsere Ruhelosigkeit wird überwiegend ausgelöst durch die vielen Gedanken, die wild durch unseren Kopf springen und die wir nicht kontrollieren können. Indem wir uns ganz bewusst auf physische Aspekte unseres Körpers konzentrieren, z.B. wie sich unsere Füße im Bodenkontakt anfühlen oder unsere Körperhaltung, können wir schon Entspannung erfahren.
Gefühle benennen. Sich bewusst machen, welche Emotion gerade am ausgeprägtesten ist und ihr einen Namen geben, sogar „Hallo“ sagen. Hallo Herr Angst. Na, Frau Selbstkritik? Gefühle zu benennen bedeutet, dass wir uns nicht in ihnen verlieren und von ihnen übermannt werden, und sie zu grüßen hilft uns dabei, etwas ansonsten Schwierigem mit einer gewissen Leichtigkeit und Humor zu begegnen. Das funktioniert besonders gut, wenn man es laut macht.
Den Atem zählen. Atmen ist so oft Teil der Achtsamkeits-Praxis, weil wir meistens entspannt sind, wenn unser Atem auch ruhig und entspannt ist. Denke das Wort „Eins“ beim Einatmen und „Zwei“ beim Ausatmen und wiederhole das, ohne den Atem zu verändern, drei- oder viermal. Eins mit dem Atem sein und ihn dazu ermutigen, sanft und beständig zu sein, ist aus einem guten Grund eine der klassischen Techniken, es funktioniert einfach.

Was ist Ihrer Meinung nach die größte Hemmschwelle beim Thema Achtsamkeitstraining?

Im Buch benenne ich die drei meist verbreiteten Hindernisse. Zunächst der Zeitfaktor, hat man genug Zeit, um Achtsamkeit zu lernen? Dazu das Gefühl, dass Achtsamkeit spirituell/esoterisch ist, das schreckt viele Menschen ab. Und drittens, die meisten Menschen sind sozial vernetzt und digital eingebunden und meinen, dass dies mit Achtsamkeit nicht zu vereinbaren ist und sie darauf verzichten müssen. Ich zeige im Buch, wie man all diese Argumente einfach angehen und entkräften kann. Eine andere große Hemmschwelle ist schlicht und einfach der Zugang zu Büchern, Apps etc. Dies wird aber immer besser, und ich hoffe, dass mein Buch seinen Beitrag dazu leisten kann.

Wie unterscheidet sich Ihr Buch von anderen Achtsamkeitsbüchern?

Einer der Hauptunterschiede ist mein Fokus auf mobile/digitale Achtsamkeit. Die Idee, Meditation in erster Linie in unserer Alltagsaktivitäten zu integrieren anstatt in einer formellen Sitz-meditation, die meist praktiziert wird. In diesem Ansatz bieten die digitalen Hilfsmittel unseres Lebens eine große Chance, Selbsterkenntnis, Ruhe und Mitgefühl zu entwickeln. Das ist in der Achtsamkeits-Welt bisher unüblich, da Technologie meist als der Feind der Achtsamkeit dargestellt wird, und nicht als ihr Freund. Der entscheidende Unterschied zu anderen Achtsamkeits-Büchern ist, dass es nicht einen Weg vorgibt, es gibt dem Leser eine Fülle von Hilfsmitteln an die Hand, mit der er sich kreativ und spielerisch die für ihn am besten geeignete Meditationsform zusammenstellen kann

„buddhify your life“ ist am 1. April bei O.W. Barth erschienen