Geheimhaltungspflicht für Lebensmittelbehörden

Pressemitteilung

Rückfall in verbraucherpolitisches Mittelalter verhindern: foodwatch fordert Bundesregierung auf, Geheimhaltungspflichten für Lebensmittelbehörden in neuer EU-Kontrollverordnung zu stoppen – Offener Brief an Verbraucherschutzminister

Berlin, 15. Mai 2014. Vor der Verbraucherschutzministerkonferenz hat foodwatch die zuständigen Minister für Verbraucherschutz in Bund und Ländern aufgefordert, die in der neuen EU-Kontrollverordnung vorgesehenen Geheimhaltungsvorschriften für Lebensmittelbehörden zu verhindern. In einem Offenen Brief warnte die Verbraucherorganisation, dass durch die geplante Gesetzesänderung eine umfassende „Geheimhaltungspflicht“ für Kontrollbehörden eingeführt werden solle. Die Bundesregierung müsse daher bei der bevorstehenden entscheidenden Abstimmung im Europäischen Rat gegen die Neufassung der EU-Verordnung intervenieren: Die Geheimhaltungspflicht müsse gestrichen und stattdessen umfassende behördliche Informationspflichten vorgeschrieben werden.

„Die neue EU-Verordnung ist ein Rückfall ins finsterste verbraucherpolitische Mittelalter. Veröffentlichungen wegen Täuschung, Betrug oder ekelerregenden Zuständen werden verboten. Selbst bei Gesundheitsgefahren muss abgewogen werden und auch der von 90 Prozent der Verbraucher gewünschte Hygiene-Smiley wird ein Wunschtraum bleiben. Statt mehr Transparenz wird Schweigen zur ersten Behördenpflicht in Europa erklärt. Doch statt dagegen auf die Barrikaden zu gehen, schweigen sich die Verbraucherschutzminister in Bund und Ländern darüber aus. So entlarvt sich ihre jahrelange Ankündigungspolitik von mehr Transparenz als regelrechte Täuschung der Öffentlichkeit“, kritisierte Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer von foodwatch.

foodwatch forderte die Verbraucherminister von Bund und Ländern auf, jetzt mit aller Macht die Notbremse zu ziehen. Die Zeit wolkiger Absichtserklärungen für mehr Transparenz sei vorbei – die Landesverbraucherminister müssten die Bundesregierung unmissverständlich auffordern, den Behördenmaulkorb aus dem EU-Verordnungstext zu streichen.

Das Europäische Parlament hatte am 15. April einem Gesetzentwurf der Europäischen Kommission für eine Novellierung der EU-Kontrollverordnung zugestimmt. Der Gesetzestext sieht eine umfassende „Geheimhaltungspflicht“ für Lebensmittelbehörden vor. Konkret heißt es, dass Behörden die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen nicht publik machen dürfen, wenn dies „den Schutz der geschäftlichen Interessen“ von Unternehmen „beeinträchtigen“ würde. Selbst bei potentiellen Gesundheitsgefahren müssten die Behörden künftig prüfen, wie groß das Risiko ist, und ob – so wörtlich – „ein übergeordnetes öffentliches Interesse an der Verbreitung der Informationen besteht“. Bisher sind die Behörden zumindest bei Gesundheitsgefahren in jeden Fall dazu verpflichtet, die Öffentlichkeit zu informieren. In Zukunft jedoch dürften sich die Beamten selbst wenn es um Gesundheitsgefahren geht, aus Sorge vor Klagen im Zweifel für eine Geheimhaltung entscheiden.

foodwatch kritisierte, dass die neue EU-Verordnung nicht zu mehr, sondern zu weniger Lebensmittelsicherheit führen würde, weil die Verbraucher noch seltener wichtige Informationen erhalten würden. „Wenn diese EU-Verordnung Gesetz wird, gibt es in Zukunft sicherlich weniger Lebensmittelskandale – weil die Öffentlichkeit von den Skandalen erst gar nicht erfahren wird“, sagte Matthias Wolfschmidt. „Das Rezept für die immer wiederkehrenden Probleme lautet offenbar: Behörden zum Schweigen verdonnern und  Verbraucher für dumm verkaufen – ganz im Sinne der Lebensmittelwirtschaft. Die Bundesregierung muss in den Verhandlungen in Brüssel jetzt beweisen, dass ein funktionierender vorsorgender Verbraucherschutz mehr als nur ein leeres Versprechen ist. Nur wenn Betrug und Gesundheitsrisiken öffentlich werden, wird die Lebensmittelwirtschaft wirklich alles tun, um sich konsequent an alle lebensmittelrechtlichen Vorgaben zu halten.“

Link:

– Mehr als 60.000 Bürgerinnen und Bürger fordern über eine foodwatch-Protestaktion die Veröffentlichung aller Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen durch das dänische Smiley-System: www.foodwatch.de/smiley-aktion

Alt werden und gesund bleiben im Rettungsdienst

Menschen helfen, gesund bleiben

Wirtschaftspsychologen der Universität Freiburg veröffentlichen Studie zur Beanspruchung von Rettungsassistenten

Grafik: DRK Kreisverband Emmendingen

Grafik: DRK Kreisverband Emmendingen

Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten üben einen Beruf aus, der sich in vieler Hinsicht positiv auf ihre psychische Gesundheit auswirkt. Zu diesem Ergebnis kommt der Wirtschaftspsychologe Hans-Eckart Klose von der Universität Freiburg. Seine Studie ist in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Emmendingen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Projekt „AGIRE – Alt werden und gesund bleiben im Rettungsdienst“ entstanden. Klose hat mit seinem Team Rettungsassistenten bei knapp zehn Schichtdiensten begleitet und die Merkmale ihrer Tätigkeiten erfasst. Außerdem haben die Psychologinnen und Psychologen 176 Fragebögen, ausgefüllt von 41 Rettungsassistenten, ausgewertet.

Einer der zentralen Befunde der Studie: „Rettungsassistenten arbeiten viel und stehen oft unter hohem Zeitdruck, aber durchgängigen psychischen Stress im Sinne einer objektiven Überforderung stellen wir nicht fest“, berichtet Klose. Physische Anstrengung, etwa beim Tragen schwerer Lasten oder bei der Arbeit in ungünstiger Körperhaltung, und organisationale Stressoren wie interne Umstrukturierungen oder personelle Wechsel haben die Rettungsassistenten höher bewertet. Wichtig für ihr Wohlbefinden ist, dass sie ihre Arbeit als besonders sinnhaft und wichtig wahrnehmen. Auch das soziale Klima und das Gemeinschaftsgefühl können die Auswirkungen von Stressoren abpuffern: Die Einsatzkräfte kooperieren und kommunizieren beispielsweise mit Patienten, Angehörigen, Ärzten oder Kollegen und erhalten so viel Feedback und Unterstützung. Zudem ist die Arbeit vielseitig: Sie umfasst die ganze Bandbreite von körperlich und geistig einfachen bis anspruchsvollen Tätigkeiten – von der Desinfektion der Fahrzeuge bis hin zur medizinischen Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten, wobei die Rettungsassistenten den gesamten Einsatzablauf selbst verantworten. All das, so das Fazit, fördert die psychische Gesundheit der Beschäftigten.

Die Studie zeigt auch ungenutzte Potenziale auf: „Vor allem unmittelbare Vorgesetze haben große Möglichkeiten, die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und zu fördern“, sagt Klose. Wichtig ist demnach vor allem, verlässliche organisationale Informationen zu geben, die Häufigkeit organisatorischer Änderungen im Auge zu behalten und Schichtdienste gut zu planen, damit die Rettungsassistenten möglichst nicht aus der Freizeit zur Arbeit gerufen werden müssen – „auch wenn sich Work-Life-Balance-Konflikte in diesem Beruf sicherlich nicht vollständig vermeiden lassen“. Außerdem sollten Möglichkeiten zur Weiterentwicklung beibehalten werden, weil die Arbeit im Rettungsdienst Lernerfordernisse beim Fachwissen, sozialen Fähigkeiten und praktischen Fertigkeiten mit sich bringt. Darüber hinaus empfiehlt der Psychologe den Einsatzkräften, auf die eigenen Gedanken, Gefühle und körperlichen Signale zu hören, um bei Belastungen frühzeitig gegenzusteuern: „Es gilt, sowohl bei Organisation, Führung und Tätigkeit als auch bei den Menschen anzusetzen.“

Für den Träger des Projekts AGIRE, DRK-Geschäftsführer Jochen Hilpert, liefern die Untersuchungen wichtige Grundlagen für künftige Entscheidungen. „Wir haben mit der Durchführung des Projekts offensichtlich die Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden richtig eingeschätzt“, so Hilpert. „Jetzt geht es darum, die Balance zwischen betrieblichen Notwendigkeiten und einer gesundheitsorientierten Personalentwicklung zu halten.“ So garantiere das DRK zum Beispiel durch die neu eingeführten Gesundheitsbeauftragten den kontinuierlichen Ausbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die Ergebnisse des Projekts AGIRE und der Studie der Freiburger Wirtschaftspsychologen stoßen Hilpert zufolge bereits jetzt auf großes Interesse, da sie durch ihre wissenschaftliche Basis auch anderen Rettungsdienstbereichen Impulse geben.

„Zehn Minuten Bewegung täglich sollen das Sterberisiko“ senken

Bluthochdruck kann lebensgefährlich sein

(Quelle: World Health Summit)

Interview mit dem Bluthochdruck-Experten Prof. Dr. Detlev Ganten zum
Welt Hypertonie Tag am 17. Mai 2014

Millionen Deutsche haben einen zu hohen Blutdruck, weltweit ist es
jeder dritte Erwachsene. Die Folgen können lebensbedrohend sein:
Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenschäden. Der Welt Hypertonie Tag
am 17. Mai soll auf die Gefahr aufmerksam machen, denn Bluthochdruck
kann völlig unbemerkt zur ernsten Krankheit werden. Dabei ist es ganz
einfach, Bluthochdruck zu erkennen, zu behandeln und sogar zu
vermeiden.

Prof. Dr. Detlev Ganten ist Facharzt für Pharmakologie und Molekulare
Medizin und einer der weltweit führenden Experten für Bluthochdruck.
Außerdem ist der Medizinforscher Präsident des World Health Summit
(WHS), der jedes Jahr Fachleute aus aller Welt nach Berlin holt, um
Lösungen für die Probleme globaler Gesundheitsversorgung zu finden.

Der 6. WHS findet vom 19. – 22. Oktober 2014 im Auswärtigen Amt
statt.

1. Herr Professor Ganten, Bluthochdruck ist die größte Gefahr für
die Gesundheit, der größte Killer weltweit, zugleich aber ein massiv
erforschtes Feld in der Medizin – warum sterben dann immer noch
Millionen Menschen jedes Jahr an den Folgen von Bluthochdruck?

Die meisten messen leider viel zu selten ihren Blutdruck! Dabei ist
das kinderleicht und geht sogar schneller als Fieber messen. Ein
Blutdruck-Messgerät gehört in jeden Haushalt und jeder sollte seinen
Blutdruck kennen. Wenn er zu hoch ist, das heißt der obere Wert liegt
über 140 mmHG und der untere Wert über 90, sollte man auf jeden Fall
zum Arzt gehen. Zu hoher Blutdruck belastet die Blutgefäße und die
Adern platzen, häufig zum Beispiel im Gehirn. An Hirnschlag sterben
viele Menschen. Dabei könnte man das vermeiden.

2. Was macht Bluthochdruck zu einem so großen Rätsel für Mediziner?

Wir wissen in über 80 Prozent der Fälle nicht, weshalb der Blutdruck
ansteigt, wir sprechen dann von „primärer Hypertonie“. Das liegt
daran, dass das ganze System so kompliziert ist: Die Niere reguliert
das Blutvolumen in den Gefäßen. Die wiederum werden durch Nerven und
Hormone weit oder eng gestellt, denn Blutgefäße sind dehnbar. Das
Herz pumpt das Blut dann entsprechend schneller oder langsamer durch
die Arterien. Gesteuert wird das Ganze von Gehirn und Nerven. Und bei
Stress gesellen sich noch Hirnanhangsdrüse und Nebenniere dazu. Es
ist ein äußerst kompliziertes Zusammenspiel, das aus den Fugen
geraten kann. Warum, wissen wir tatsächlich immer noch nicht genau.

3. Ist denn Bluthochdruck eindeutig auf Lebenswandel und
Verhaltensweise zurückzuführen?

In vielen Fällen eindeutig ja! Jedes Kilo Übergewicht lässt den
Blutdruck um 1mmHG ansteigen. Bei 20 Kg mehr auf den Rippen geht der
Blutdruck also von 90 auf 110, das ist zu viel! Das bedeutet,
Ernährung und Bewegung sind die zentralen Faktoren, den Blutdruck zu
beeinflussen. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist übrigens
Dauerstress.

4. Was also sollen wir tun? Die WHO zum Beispiel empfiehlt jedem
Erwachsenen, sich zweieinhalb Stunden in der Woche zu bewegen.

Ein sehr guter Ratschlag. Es muss allerdings noch nicht mal so viel
sein und auch gar nicht unbedingt Sport. Jeder Schritt und jede Minute
Bewegung helfen. In einer Studie wurde nachgewiesen, dass zehn Minuten
Bewegung am Tag das Sterberisiko schon um fast zehn Prozent senken,
bei 30 Minuten sind es sogar rund 20 Prozent. Das lohnt sich doch!
Spazierengehen ist ja zudem eine angenehme Tätigkeit.

5. Sie plädieren dafür, regelmäßig Blutdruck zu messen – das
Überwachen unserer Körperfunktionen ist ja gerade sehr in Mode: Apps
kontrollieren Puls, Cholesterin, Kalorienverbrennung, sogar den
Schlaf. Kann einen diese Selbstvermessung nicht geradezu krank machen?

Computer und Apps machen nicht gesund! Manchmal machen sie sogar krank
und neurotisch, insbesondere wenn man gestresst und verrückt wird vor
lauter Messerei und Angst vor den vielen Daten bekommt, die man nicht
versteht und die sich beständig ändern! Ich finde es aber gut, wenn
man gesundheitsbewußt die leicht messbaren Werte kennt und sich von
einem Arzt dabei beraten lässt. Auch ich messe meinen Blutdruck und
meinen Puls beim Joggen.

6. Sie sind ja nicht nur Experte für Hypertonie sondern als
Präsident und Gründer des World Health Summit auch für
Weltgesundheit: Ist Bluthochdruck eine reine Zivilisationskrankheit
oder in allen Teilen der Welt gleichermaßen zu beobachten?

Ursprünglich hatten die Bevölkerungen in Südamerika, Afrika und
Asien keinen Bluthochdruck, aber wir exportieren unsere Lebensweise
und die industriell gefertigte Nahrung in diese Länder und
verursachen damit Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck. Das sind
die neuen Plagen der sogenannten Zivilisation. Auch darauf will der
Welt Hypertonie Tag aufmerksam machen. In so wohlhabenden Ländern wie
Deutschland müssen wir uns auch um die Gesundheit in den weniger
privilegierten Regionen dieser Welt kümmern. Das machen wir auf dem
Weltgesundheitsgipfel. Wir haben eine große Verantwortung.

(Quelle: World Health Summit)

Vom 19. – 22. Oktober 2014 findet der sechste World Health Summit im
Auswärtigen Amt in Berlin statt. Er steht traditionell unter der
Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs
Staatspräsident Hollande.

Weitere Informationen zu Themen, Sprechern und Tickets:
http://phplist.charite.de/lists/lt.php?id=Z0gADkQABh8KBVo

Dystonie und ihre Erscheinungsformen

Was ist Dystonie?

Dystonie ist eine Fehlfunktion bei der Kontrolle von Bewegungen, die vom Gehirn ausgeht und nicht
beeinflussbar ist. Die Folgen sind unwillkürlich auftretende Fehlhaltungen oder Fehlbewegungen, die sehr
schmerzhaft sein können.
Daten, Zahlen und Fakten
Insgesamt gibt es in Deutschland ca. 160.000 Menschen mit Dystonie

Die häufigste Form ist die zervikale Dystonie. Am zweithäufigsten tritt Blepharospasmus
(Lidkrampf) auf, gefolgt vom Schreibkrampf.
Formen der Dystonie
Unterschieden werden mehrere Formen der Dystonie, je nachdem, welche und
wie viele Körperbereiche betroffen sind:
  • Fokale Dystonie: jeweils ein einzelner, abgegrenzter Bereich des Körpers ist betroffen; dazu gehören:
  • Zervikale Dystonie, Torticollis spasmodicus (Schiefhals)
  • Blepharospasmus (Lidkrampf)
  • Oromandibuläre Dystonie (Mund-, Zungen-, Schlundkrampf)
  • Spasmodische Dysphonie (Stimmbandkrampf)
  • Gliederdystonie (Schreibkrampf, Fussdystonie, Musikerkrampf)
  • Segmentale Dystonie: Dystonie in jeweils zwei benachbarten Körperregionen, zum Beispiel Schiefhals und Mund-, Zungen-, Schlundkrampf
  • Multifokale Dystonie: zwei oder mehrere nicht benachbarte Körperregionen sind betroffen, zum
  • Beispiel Schreib- und Lidkrampf
  • Hemidystonie: alle Muskeln einer Körperhälfte sind betroffen
  • Torsionsdystonie: verursacht Verdrehungen im gesamten Rumpfbereich
  • Generalisierte Dystonie: betrifft den gesamten Körper
  • Dopa-responsive Dystonie (Segawa Syndrom): äußert sich durch Gang- und feinmotorische
  • Störungen und ist wahrscheinlich erblich bedingt
  • Tardive Dystonie: Bewegungsstörung, die sich auf Basis medikamentöser Behandlung entwickelt
  • Dystonie ist schwer festzustellen, da sie vielfältige Ursachen haben kann, zum Beispiel
  1. Kopf-, Halsmuskelverletzungen (Schleudertrauma
  2. Langjährige Medikamenteneinnahme (Neuroleptika, Psychopharmaka)
  3. Genmutationen
  • Derzeit gibt es keine Tests, die bei der Diagnose helfen können Fachärzte nutzen verschiedene Erfahrungswerte, um das Stadium und die Schwere der Krankheit zu bestimmen:
  • Funktions- und Bewegungsskalen

Internationale Bewertungstabellen

           Schmerzskalen
Diese Angaben stammen von der Deutschen Dystonie Gesellschaft e.V.

Billiges Restfleisch ohne Kennzeichnung im Handel?

WANTED: foodwatch startet Fahndungsaktion nach 70.000 Tonnen „Separatorenfleisch“ –

Billiges Restfleisch ohne Kennzeichnung im Handel?

Berlin, 29. April 2014. Rund 70.000 Tonnen Separatorenfleisch werden in Deutschland jedes Jahr verarbeitet – doch niemand erfährt, in welchen Lebensmitteln dieses billige, mechanisch vom Knochen abgelöste Restfleisch landet. Trotz Kennzeichnungspflicht finden sich kaum Produkte mit dem Hinweis auf „Separatorenfleisch“ im Handel. foodwatch hat heute einen Fahndungsaufruf nach den verschwundenen zigtausend Tonnen gestartet: Über die Internetseite www.foodwatch.de/separatorenfleisch sammelt die Verbraucherorganisation auch anonym Hinweise darüber, welche Anbieter Separatorenfleisch verwenden, ohne es auf der Verpackung oder Speisekarte zu kennzeichnen.

Bei verpackten Produkten muss laut Gesetz die Zutat „Separatorenfleisch“ ausgewiesen werden. In den vergangenen Jahren wurden jedoch etliche Betrugsfälle bekannt, in denen die Restware undeklariert in den Handel kam. Gegenüber foodwatch äußerten Branchen-Insider den Verdacht, dass regelmäßig und im großen Stil Separatorenfleisch ohne Kennzeichnung für Lebensmittel wie Würste oder Buletten verwendet werde. Fakt ist: Nach offiziellen Angaben werden in Deutschland pro Jahr rund 70.000 Tonnen Separatorenfleisch verarbeitet. In einer intensiven Recherche hat foodwatch versucht zu rekonstruieren, wo es landet – ohne Erfolg. Im Einzelhandel gibt es allenfalls einzelne Produkte mit dem Hinweis „Separatorenfleisch“. foodwatch-Anfragen beim Bundesernährungsministerium, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, bei den 16 zuständigen Ministerien der Bundesländer, bei Verbänden der Fleischindustrie sowie dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, bei Separatorenfleisch- und Tiernahrungs-Herstellern sowie bei führenden Anbietern der Systemgastronomie (wo es keine gesetzliche Deklarationspflicht gibt) brachten keine Klarheit: Vereinzelte Hinweise erklären nur einen Bruchteil der gesuchten Menge – über den Verbleib der Massen an Separatorenfleisch kann oder will niemand Auskunft geben.

„Keiner in der Lebensmittelbranche will mit Separatorenfleisch etwas zu tun haben – aber 70.000 Tonnen pro Jahr können sich nicht in Luft auflösen“, erklärte Luise Molling von foodwatch. „Wenn einfach tausende Tonnen Restfleisch wie in einem schwarzen Loch verschwinden können, zeigt das einmal mehr, wie intransparent der Fleischmarkt ist – und wie anfällig für Betrug und dunkle Geschäfte.“

Werden bei der Produktion alle Vorgaben eingehalten, ist die Verwendung von Separatorenfleisch gesundheitlich unbedenklich. Die Herstellung ist allerdings hygienisch besonders sensibel und das abgelöste und zerkleinerte Fleisch ist – ähnlich wie Hackfleisch – anfälliger für mikrobakterielle Verunreinigungen. Für Lebensmittelhersteller ist der Anreiz groß, Separatorenfleisch ohne Kennzeichnung einzusetzen: Es ist im Schnitt zwei bis fünf Mal günstiger als gewachsenes Muskelfleisch, kann aber durch die amtlichen Lebensmittelkontrollen im Labor nur schwer nachgewiesen werden.

Aus den verschollenen jährlich 70.000 Tonnen Separatorenfleisch ließen sich rund zwei Milliarden Bockwürstchen herstellen – eine Würstchenkette, die sieben Mal um die Erde  reicht. Das entspricht einer Kolonne von fast 13.000 Lkw. „Das verschwindet einfach im Nirwana“, sagte ein Branchen-Experte im Zuge der Recherche. Luise Molling von foodwatch: „Das Gerede von einer funktionierenden Überwachung des Fleischmarkts ist blanker Hohn. Der Fleischmarkt lädt geradezu ein zum Betrügen und Täuschen. Die Lebensmittelbehörden interessiert das offensichtlich wenig.“

In Deutschland werden nach Angaben der Europäischen Union jedes Jahr etwa 130.000 Tonnen Restfleisch maschinell mit Hilfe von Druck vom Knochen gelöst. Etwa 60.000 Tonnen dieses Separatorenfleischs werden exportiert, die übrigen rund 70.000 Tonnen bleiben im Land. Seit dem BSE-Skandal dürfen nur noch Gerippe von Schwein, Huhn oder Pute zur Gewinnung von Separatorenfleisch verwendet werden.

Link:
– foodwatch-Kontaktformular für anonyme Hinweise auf die Verwendung von Separatorenfleisch in der Lebensmittelwirtschaft: www.foodwatch.de/separatorenfleisch

Charité vergibt 40 neue Deutschlandstipendien

Stiftungen, Unternehmen und Privatleute fördern Studierende

Berlin, 29.04.2014
Auszeichnungen, Deutschlandstipendien, Deutschlandstipendium, Ereignisse, Stifter, Stiftung Charité, Stipendien, Stipendienfeier, Studenten, Veranstaltungen, Vergabe, Übergaben    Eine Rekordzahl von 40 neuen Deutschlandstipendien hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin jetzt an ausgewählte Studierende der Human- und Zahnmedizin sowie anderer Gesundheitsstudiengänge vergeben. Sie erhalten mindestens ein Jahr lang eine monatliche Förderung von 300 Euro. Die Summe wird je zur Hälfte von der Bundesregierung und einem Förderer getragen.

Die 40 Studierenden setzten sich unter 220 Bewerberinnen und Bewerbern durch. Sie mussten dafür neben außerordentlichen Studienleistungen auch zvilgesellschaftliches Engagement nachweisen. »Diese jungen Menschen zeigen, dass Studienerfolg und ein wacher Blick für die Nöte der Gesellschaft sich keineswegs ausschließen, sondern vielleicht sogar gegenseitig bedingen«, erklärte Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, die Dekanin der Charité, bei der Feierstunde zur Verleihung der Urkunden. »Wer sich hier engagiert, hat gute Chancen, eine künftige Elite zu unterstützen.«

Zu den neuen Stipendiaten gehört zum Beispiel die 23-jährige Sina-Maria Ehrhard. Die Medizinstudentin – heute im 6. Semester – gründete bereits vor zwei Jahren mit Kommilitonen ein Basistutorium für Studienanfänger und engagiert sich bis heute als studentische Modulvorsitzende im Modellstudiengang. Daneben gibt sie noch einmal pro Woche Deutschkurse in Berliner Flüchtlingsheimen.

Die Stiftung Charité unterstützt 21 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten. Für zehn Studierende übernimmt der Verein Freunde und Förderer der Berliner Charité e.V. die Finanzierung, zwei weitere verdanken ihr Stipendium der Hans-Jürgen Schulz- Stiftung. Vier Stipendien übernahm ein Förderer, der anonym bleiben möchte. Auch mehrere Professorinnen und Professoren der Charité haben sich bereit erklärt, die Kosten für jeweils einen Studierenden zu übernehmen.

Kontakt:
Prof. Dr. Achim Kramer
Vorsitzender der Nachwuchskommission
Charité – Universitätsmedizin Berlin
t.: + 49 30 450 524 263

Downloads:
 Deutschlandstipendiaten_an_der_Charite_2014 (4.5 MB)

Neue Studie zeigt: Mehr Fast-Food-Läden, mehr Übergewicht

Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert Zucker-Fett-Steuer

 
Berlin – Je mehr Fast-Food-Läden sich in der Umgebung der Wohnung, der Arbeitsstätte oder auf dem Weg dorthin befinden, desto dicker sind die Menschen. Dies kam jetzt in einer Untersuchung aus England heraus, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Weil ungesundes Fast Food damit auch zum Anstieg der Diabeteserkrankungen beiträgt, fordert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) eine Steuer auf stark zucker- und fetthaltige Lebensmittel.
 
Immer mehr Menschen essen außer Haus – der schnelle Imbiss zwischendurch ist bequem und spart Zeit. Aber die angebotenen Nahrungsmittel sind nicht immer gesund. Fertiggerichte wie Hamburger, Pizza, Brathähnchen und Pommes frites enthalten häufig mehr Kalorien als dem Körper gut tun. Daher legen Menschen, die täglich viele Gelegenheiten haben, sich mit Fast Food zu ernähren, auf Dauer an Gewicht zu. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung aus der Grafschaft Cambridgeshire in England.
 
Der Epidemiologe Thomas Burgoine von der Universität Cambridge hat dort für mehr als 5000 Erwerbstätige die Zahl der Fast-Food-Läden in der Umgebung von Wohnung, Arbeitsweg und Arbeitsplatz bestimmt und mit den Ernährungsgewohnheiten sowie dem Körpergewicht verglichen. Ergebnis: Es bestand eine eindeutige Abhängigkeit zwischen dem Imbiss-Angebot und dem Körpergewicht. „Die Bewohner mit den meisten Imbiss-Gelegenheiten waren fast doppelt so häufig übergewichtig wie Bewohner aus Gegenden mit den wenigsten Fast-Food-Läden“, erklärt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG. Im Durchschnitt hatten die Bewohner 32 Gelegenheiten, sich mit Fast Food zu versorgen.
 
Übergewicht gehört neben Bewegungsmangel zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für erhöhte Blutzucker- und Blutdruckwerte. Zusammen mit hohen Blutfetten fördern sie das metabolische Syndrom, das oft mit einem Typ-2-Diabetes einhergeht. „Die heutigen Essgewohnheiten sind eine wichtige Ursache für den Anstieg der chronischen Krankheiten geworden“, so Dr. Dietrich Garlichs.
 
Der DDG-Geschäftsführer sieht deshalb politischen Handlungsbedarf. „Niemand kann ernsthaft fordern, Fast-Food-Läden zu verbieten“, stellt Garlichs klar. Aber die Politik ist aufgerufen, die Entscheidung für eine gesunde Kost einfacher und attraktiver zu machen. „Wir können beispielsweise durch eine Zucker-Fett-Steuer auf besonders kalorienhaltige Lebensmittel dafür sorgen, dass gesunde Ernährung günstiger ist als etwa Pommes frites“, so Garlichs. „Ein Mineralwasser sollte günstiger sein als ein Softdrink.“ Darüber hinaus sei eine klare Lebensmittel-kennzeichnung sowie die Angabe der Kalorienmengen in Restaurants wichtig.
 
Andere Länder sind hier weiter, ergänzt Siegel. In den USA sei es vielerorts vorgeschrieben, für Imbisse die Kalorienmenge anzugeben. In New York dürfen öffentliche Lokale keine ungesunden Transfette verwenden. Auch in Großbritannien bemüht sich die Regierung um gesünderes Fast Food – die Londoner Verwaltung hat jüngst Richtlinien zur Regulierung von Fast-Food-Läden herausgegeben. In Finnland, Ungarn und Frankreich gibt es bereits Steuern auf hochkalorische Lebensmittel.
 
Auch Deutschland sollte nach Ansicht der DDG-Experten Möglichkeiten nutzen, regulierend einzugreifen. „Wenn wir Übergewicht und Diabetes Typ 2 reduzieren wollen, brauchen wir endlich ein wirksames Präventionsgesetz“, so Garlichs. Mehr zu den Forderungen lesen Sie unter www.diabetes-stoppen.de.

Quellen:
BMJ 2014;348:g1464
http://www.bmj.com/content/348/bmj.g1464
Empfehlungen der Londoner Stadtverwaltung
www.london.gov.uk/sites/default/files/TakeawaysToolkit_0.pdf

Viren im Rindfleisch als Auslöser von Darmkrebs

Nobelpreisträger vermutet Viren im Rindfleisch als Auslöser von Darmkrebs

fzm, Stuttgart, April 2014 – Mehr als ein Fünftel aller weltweiten Krebserkrankungen werden mit Infektionen in Verbindung gebracht. Der Anteil könnte noch höher sein. Der Nobelpreisträger Harald zur Hausen vermutet in einem Interview mit der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2014), dass kürzlich in Rindern entdeckte Viren Darmkrebs auslösen könnten.

Anlass für die Suche nach einem „Rinderfaktor“ sei die geografische Verbreitung von Krebserkrankungen des Dickdarms gewesen, sagt Professor zur Hausen. Der Tumor sei in Nordamerika und Eurasien und überall dort verbreitet, wo das Fleisch europäischer Rinderrassen verzehrt wird. Besonders aufschlussreich ist für den Forscher die Entwicklung in der Mongolei, Indien, Japan und Korea. In der Mongolei sei Darmkrebs sehr selten gewesen, solange die Bevölkerung sich von Yak-Fleisch, einer winterharten Rinderart, ernährt habe. Erst in den letzten Jahren seien auch andere Rinder eingeführt worden. Professor zur Hausen: „Jetzt steigt die Krebsrate langsam an.“

In Indien, wo grundsätzlich kein Rindfleisch gegessen wird, sei die Krebsrate weiter sehr niedrig. In Japan und Korea war Darmkrebs ebenfalls lange sehr selten. Erst nach dem 2. Weltkrieg kam es zu einem Anstieg. Professor zur Hausen sieht einen möglichen Zusammenhang mit einer kulinarischen Vorliebe der Bevölkerung der beiden Länder für rohes und halbgegartes Fleisch. In Japan sei zum Beispiel Shabu shabu, ein Brühfondue mit nur kurz gegarten Rindfleischscheiben, sehr beliebt. In Korea gebe es ein völlig rohes Tartar-Gericht. „All das hat uns zur Theorie verleitet, dass es einen spezifischen Rinderfaktor gibt – und zwar in europäischen Rindern, die sich vom Auerochsen ableiten“, erklärt Professor zur Hausen.

Der Verdacht fiel auf das sogenannte TT-Virus, das erst Ende der 1990er-Jahre entdeckt wurde. Untersuchungen haben das Virus in fast allen Dickdarmkrebsen nachgewiesen, berichtet Professor zu Hausen. Ein Beweis ist dies freilich nicht, da auch viele gesunde Menschen mit dem TT-Virus infiziert sind. Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, dessen Vorstandsvorsitzender Professor zur Hausen lange Jahre war, haben sich jedoch auf die Suche nach TT-Viren bei Rindern gemacht. In deren Blut konnten sie tatsächlich eine Reihe von Virusgenen nachweisen. „Die Viren sind in gewisser Hinsicht den TT-Viren ähnlich“, so der Experte. „Leider kann ich noch nichts dazu sagen, ob sie eine Rolle spielen oder nicht.“

Der Rinderfaktor bleibt deshalb eine „Arbeitshypothese“ oder auch ein „spezifischer Rinderfaktor“. Dass der Verzehr von Rindfleisch einen Einfluss auf das Darmkrebsrisiko hat, ist laut Professor zur Hausen durch mehr als 100 epidemiologische Studien belegt: Das Darmkrebsrisiko steige um 20 bis 30 Prozent, wenn man über längere Zeiträume mehr rotes Fleisch und „processed meat“ isst. Unter „processed meat“ versteht man luftgetrocknetes oder geräuchertes Fleisch und Wurstwaren, die vor dem Verzehr keinen hohen Temperaturen ausgesetzt waren.

Selbst wenn sich die Hypothese eines Tages bestätigen sollte, müsste dies nicht gleichzeitig das Ende der Rinderzucht bedeuten. Professor zur Hausen: „Mein Traum wäre, die Rinder zu impfen und damit den Dickdarmkrebs hoffentlich beim Menschen zu reduzieren.“ Es wäre nicht die erste Impfung, die Krebs verhindert. Seit längerem gibt es Impfstoffe gegen das Hepatitis B-Virus, das Leberkrebs verursachen kann. Vor einigen Jahren wurden auch Impfstoffe gegen humane Papillomaviren eingeführt. Für die Entdeckung, dass diese Viren Gebärmutterhalskrebs verursachen, hat Professor zur Hausen 2008 den Medizinnobelpreis erhalten.

M. Schenk:
Interview mit Professor Dr. Dr. Harald zur Hausen:
Infektionen und Krebs: Viren als Auslöser von Darmkrebs?
DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2014; 139 (15); S. 761-763

Patientendaten in der Cloud

Patientendaten in der Cloud, da sollten die Alarmglocken läuten. Wer garantiert, dass die Daten dort sicher sind? Vielleicht sind sie es, vielleicht auch nicht. Gerade erst haben wir – hoffentlich alle – unsere Passwörter geändert, weil die größte bislang bekannt gewordene Sicherheitslücke „Heartbleed“ gezeigt hat, dass das Internet alles andere als sicher ist. Nicht nur NSA und andere Geheimdienste sowie Häcker stellen eine Gefahr für die Sicherheit von Daten aller Art dar, sondern die nicht wirklich sichere Technik an sich.

Vor Kurzem gestand ein reichlich naiver Präsident der Bundesärztekammer, dass er den größten Datenfresser „WhatsApp“ nutzt, um mit Kollegen zu chatten. Unbedarfte Ärzte nutzen ihr WLan sowohl für die Praxis als auch privat, ohne es in irgendeiner Form vor Eindringlingen von außen zu schützen. Apotheken und Ärzte verkaufen einfach mal so unsere Patientendaten, weil man damit schnell Geld verdienen kann. Computer in Gemeinschaftspraxen werden schnell mal  vernetzt, ohne die betroffenen Patienten zu fragen, ob sie damit einverstanden sind, dass man ihre Daten zwanglos mit anderen Ärzten oder Physiotherapeuten austauscht. Es lassen sich noch viele Beispiele finden, die zeigen, dass man nicht allzu gutgläubig sein sollte, wenn es um unsere Patientendaten geht. Bald werden auch unsere Autos Meldung machen, wenn wir ein gravierendes Gesundheitsproblem während einer Autofahrt haben.

Das mag in dem einen oder anderen Fall sinnvoll sein, um größeren Schaden von uns und anderen abzuwenden, aber damit sind wir von einer Totalüberwachung dann nicht mehr weit entfernt. Und jeder von uns sollte sich fragen, ob er oder sie das wirklich will. Ob der Nutzen für ganz wenige Situationen eine totale Überwachung sinnvoll erscheinen lässt. Wir können uns so oder so nicht vor allen Gefahren dieser Welt schützen. Das Leben an sich ist und bleibt auch ein Risiko. Ist banal, wird aber leider gerne verdrängt, wenn es um die Lobpreisung scheinbarer Sicherheitsvorteile geht.

Datenschutz im Gesundheitswesen: Was müssen Angestellte beachten?

Pressemitteilung

„HealthCenter“ von Stephanus IT: die Plattform für integrierte, durchgängige Patientenversorgung

social-portal-low Berlin, 25. April 2014 – Die Stephanus IT GmbH, ein Full-Service-Anbieter für ITK-Infrastrukturen und Lösungen im Krankenhaus-, Klinik- und Pflegesektor, stellt auf der conhIT 2014 vom 06.05.2014 bis 08.05.2014 in Berlin die Plattform „HealthCenter“ vor.

Automatisierte, zuverlässige und integrierte Gesundheitsversorgung

„HealthCenter“ ist eine cloudbasierende Lösung für das digitale Patienten- und Gesundheitsmanagement. Diese Lösung ermöglicht es, alle medizinischen, pflegerischen und administrativen Patientendaten in einer digitalen Patientenakte sicher und zuverlässig anzulegen, zu aktualisieren und zu verwalten. Alle Informationen und Dokumentationen zu einem Patienten stehen damit sowohl dem Patienten als auch dem gesamten Betreuungsnetzwerk digital und stets aktuell zur Verfügung. Dieses Betreuungsnetzwerk zählen alle Beteiligten aus Krankenhaus-, Klinik-, Versorgungs- und Pflegesektor, Hausärzte, Spezialisten und auch Familienangehörige.

Der Patient im Fokus

blutdruck_menueDer Patient selbst kann mithilfe seines Smartphones und der „HealthCenter App“ von Stephanus IT Gesundheitsdaten wie Blutdruck, Blutzucker usw. in seiner digitalen Akte ablegen. Die „HealthCenterApp“ ist für Windows Phone 8, Android und iOS erhältlich. Nach Eingabe der Daten gleicht das System die Daten mit den individuell für den Patienten definierten Gesundheitsparametern ab. Kommt es zu Auffälligkeiten, werden das zuständige medizinische Fachpersonal sowie auch die Familienangehörigen umgehend benachrichtigt. Somit können die jeweils Verantwortlichen unmittelbar reagieren, direkten Kontakt zum Patienten aufnehmen oder auch entsprechende Notfallmaßnahmen einleiten.

blutdruckwerte2-low„HealthCenter“ – die Leistungen und Funktionen im Überblick:

  • Verwaltung der Patientendaten über eine browserbasierende, benutzerfreundliche Bedienoberfläche
  • Automatisierte Aktualisierung der Patientendaten noch während der Versorgung
  • Smartphone-Anbindung mit der „HealthCenter App“
  • Anschluss von medizinischen Geräten wie Blutdruckmessern
  • Integration von Modulen für das Kundenmanagement, die Abrechnungsabwicklung, die Dienstplanung und das Belegungsmanagement
  • Bereitstellung der Plattform HealthCenter in zwei redundanten, hochverfügbaren Data Centern
  • Verschlüsselte Übertragung aller Daten zum und vom Data Center
  • Vertragliche Definition, wer welche Zugriffsrechte auf die personenbezogenen Daten des Patienten erhält
  • zeitbasierende und berechtigungsgesteuerte Umsetzung für den Zugriff auf die Patienteninformationen

„Unsere Plattform ´HealthCenter´ ermöglicht es, die schnelle und effektive Versorgung und Behandlung von Patienten sicherzustellen – jetzt und in Zukunft. Konsistente Patienteninformationen für das gesamte Betreuungsnetzwerk, die interdisziplinäre Zusammenarbeitet aller medizinischen Versorgungseinrichtungen sowie die schnelle und reibungslose Kommunikation bieten nicht nur maximale Sicherheit und Komfort für den Patienten, sie steigern auch seine Lebensqualität“, erklärt Frank Nelles, Geschäftsführer der Stephanus IT GmbH, „Nicht zuletzt schafft ´HealthCenter´ auch das Potenzial für erhebliche Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen – dank des zentralen Informationsmanagements und effizienter Prozesse in der medizinischen Versorgung.“

Interessenten finden die Plattform für integriertes Patienten- und Gesundheitsmanagement hier. Die Nutzung des Portals ist in den ersten drei Monaten für alle Patienten sowie für alle Beteiligten der Gesundheitsversorgung kostenfrei.

 

Das alte Blog „Patientenkompetenz“ ist offline

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Unser altes Blog „Patientenkompetenz auf http://patientenkompetenz.blogspot.de/ wurde „offline“ gesetzt, da es ein Angebot von google ist. Wir haben deshalb keinen Einfluss auf die Nutzung von google Analytics.

Wir glauben zwar, dass Angesichts der vor Kurzem bekannt gewordenen Sicherheitslücke „Heartbleed“ den Internetusern ein viel größerer Schaden entstanden ist, müssen uns aber an dem orientieren, was hierzulande durch Gerichte entschieden wurde.

Wir werden deshalb einige der alten Artikel hier nochmals einstellen.