Umweltzerstörung begünstigt Infektionskrankheiten

AIDS, Ebola, SARS: Umweltzerstörung begünstigt Infektionskrankheiten

„planet e.“ im ZDF begleitet „Virenjäger“ auf der Spur der Seuchen

Training für Ebolaeinsätze in Ghana Copyright: ZDF/Norbert Porta

Training für Ebolaeinsätze in Ghana
Copyright: ZDF/Norbert Porta

Der Mensch trägt eine Mitverantwortung für die Entstehung von Ebola und anderen Infektionskrankheiten. Denn so genannte „Zoonosen“ – Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden – nehmen aufgrund zerstörter Lebensräume zu. Das belegen neue Forschungen zu den Ursachen von Infektionskrankheiten. „planet e.“ war mit deutschen Wissenschaftlern auf Spurensuche im Regenwald in Panama und auf Tierfarmen in Afrika. Die Ergebnisse – für die Wissenschaftler ein Durchbruch in ihrer Zoonose-Forschung – sind erstmals am Sonntag, 8. November 2015, 14.50 Uhr, im ZDF zu sehen – in „planet e.: Die Virenjäger – Seuchen auf der Spur“.

Anhand von Fledermäusen, die als primäre Überträger von Ebola auf den Menschen gelten, gehen die Zoologen Professorin Simone Sommer und Professor Marco Tschapka von der Universität Ulm zusammen mit Virologen der Universität Bonn der Frage nach, wie solche Zoonosen entstehen. Bekanntestes Beispiel ist die Infektionskrankheit AIDS: Der Erreger ging vom Affen auf den Menschen über. Die beiden Ulmer Forscher machen sich auf in den Regenwald Mittelamerikas – begleitet von den ZDF-Filmemachern Andreas Ewels und Norbert Porta. Die Expeditionen starten von einer amerikanischen Forschungsstation in Panama: Über 6000 Fledermäuse gilt es zu fangen, Blutproben zu nehmen und an der Uni Ulm untersuchen zu lassen. Ziel der Arbeit: der Beweis der „Verdünnungstheorie“. Ergeben sich durch die Zerstörung von intakten Lebensräumen auch negative Veränderungen bei den Viren der Fledermäuse? Die Entwicklung gefährlicher Zoonose-Viren wird – so die ersten Forschungsergebnisse – dadurch begünstigt, dass das Immunsystem der Tiere bei sich verschlechternden Umweltbedingungen die Viren nicht mehr bekämpfen kann und deshalb verstärkt Krankheitssymptome auftreten.

Die Virologen der Universität Bonn konzentrieren sich auf die Übertragungswege. Dafür ist Dr. Isabella Eckerle in Ghana unterwegs. Ihre Theorie: Ausscheidungen, wie beispielsweise die der Fledermäuse, sind dafür verantwortlich. Direkt über Lebensmittel oder über das von Nutztieren gefressene Gras gelangen die Viren zum Menschen und können so Seuchen auslösen.

6. Freiburger Patientenforum

6. Freiburger Patientenforum zu Lymphom- und Leukämieerkrankungen

Aktuelle Entwicklungen, Erkenntnisse und Therapieoptionen

LHRMHämatologen und Onkologen des Universitätsklinikums Freiburg und aus der Region informieren in allgemein verständlicher Sprache über Verläufe, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei verschiedenen Leukämie- und Lymphomerkrankungen. Beim

6. Patienten- und Angehörigenforum am
Samstag, den 21. November 2015, von 9.00 bis 16.30 Uhr
in der Max-Weber-Schule, Fehrenbachallee 14, Freiburg  

stehen sie als Referenten und kompetente Ansprechpartner allen Patienten auch bei individuellen Fragen Rede und Antwort. Um 9 Uhr eröffnen die wissenschaftliche Leiterin des Forums und Oberärztin in der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Freibrug, Prof. Dr. Monika Engelhardt, und die Gründerin der Leukämiehilfe Rhein-Main und Vorsitzende des europäischen Selbsthilfegruppen-Netzwerks Myeloma Patients Europe Anita Waldmann die Informationsveranstaltung. Nach einer Begrüßung durch den Leitenden Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden des Universitätsklinikums Freiburg, Prof. Dr. J. Rüdiger Siewert, spricht anschließend Prof. Dr. Justus Duyster, Direktor der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Freiburg, zum Thema „Moderne Tumortherapien und zukünftige Innovationen“.

In krankheitsspezifischen Diskussionsforen erläutern ab 10.45 Uhr je zwei bis drei anerkannte Experten für spezielle Lymphom- und Leukämieerkrankungen aktuelle Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten an anschaulichen Fallbeispielen. Dabei gibt es genügend Raum für Fragen der Patienten und Angehörigen.

Ab 14.00 Uhr werden in Plenarvorträgen innovative und individuelle Therapiekonzepte, die bestmögliche Versorgung älterer Patienten, Ernährung und Sport zur Vermeidung von Nebenwirkungen bei der Chemotherapie, molekulare und zielgerichtete Therapieansätze sowie die interdisziplinäre von Tumorpatienten vorgestellt. Auch hier gibt es genügend Platz für Patientenfragen.

Für eine klingende Mittagspause sorgt die Sängerin Katja Tscherter von 13.00 Uhr bis 13.30 Uhr. Zwischen den einzelnen Programmpunkten steht viel Zeit für den individuellen Austausch mit Betroffenen und Ärzten zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei, um eine zeitnahe Anmeldung wird gebeten.  

Das Patienten-Forum wird von Ärzten der Hämatologie und Onkologie und des Tumorzentrums Freiburg – CCCF des Universitätsklinikums Freiburg in enger Zusammenarbeit mit den internistischen Hämatologen und Onkologen aus dem Umkreis, der Leukämiehilfe Rhein-Main e.V. und Myeloma Patients Europe ausgerichtet. Zahlreiche Patientenselbsthilfegruppen sind mit Infoständen vertreten.

Information und Anmeldung:
Leukämiehilfe Rhein-Main e.V.
Telefon: 06142 32240
buero@LHRM.de
www.LHRM.de  

Wie Haut und Muskeln durchsichtig werden

Tag der offenen Tür in der Kinder-Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg

Kinderradiologie-PosterIst der Fuß gebrochen oder nur verstaucht? Hat der Sturz auf den Kopf Schlimmeres bewirkt als eine Beule? Kommen die Bauchschmerzen von zu vielen Kirschen oder steckt der Blinddarm dahinter? Fragen, die sich Eltern häufig stellen – und die Kinder-Radiologen mithilfe von Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) klären können.

Zum Internationalen Tag der Radiologie laden Sektionsleiter Dr. Martin Stenzel, Oberarzt in der Klinik für Radiologie des Universitätsklinikums Freiburg, sowie Frau Dr. Cornelia Möllmann, Leiterin der Pädiatrischen Sonographie in der Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, zu einem Tag der offenen Tür am Sonntag, den 8. November 2015, von 11 bis 17 Uhr in das Haus „Sonne“ im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, Mathildenstr. 1, ein.

Interessierten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern wird ein umfassender Einblick in die tägliche, teils hochspezialisierte Arbeit des Kinderradiologen und der pädiatrischen Sonographie gewährt. Wann ist eine Ultraschalluntersuchung notwendig? Tut das weh? Warum muss es bei meinem Kind eine Magnetresonanztomographie sein? Computertomographie ist gefährlich, oder? Wann kann eine Sonographie eines dieser Schnittbildverfahren ersetzen, eventuell auch mit neuen Ultraschallkontrastmitteln? All diese Fragen werden ausführlich beantwortet.

Außerdem locken Mitmach-Aktionen: Jüngere Kinder können ihr Lieblingsspielzeug mit „radiologischen Augen“ sehen. Ältere Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, die medizinische Physik live zu erleben und die Faszination der menschlichen Anatomie kennenzulernen: Die Sonographie gewährt einen Blick in den eigenen Körper. Kinder können erleben, dass dieses Verfahren schmerzfrei und spannend ist.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Der Internationale Tag der Radiologie findet 2015 zum vierten Mal statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Paediatric Imaging“, also medizinische Bildgebung bei Kindern. Mehr als 120 Fachgesellschaften machten 2014 mit verschiedensten Aktionen auf ihre Fachrichtung aufmerksam. Die Initiative wird unterstützt von der GPR (Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie), der ESPR (European Society of Paediatric Radiology), der SPR (Society of Paediatric Radiology) und der WFPI (World Federation of Pediatric Imaging). Mehr Informationen finden Sie unter www.internationaldayofradiology.com.

Psychische Belastungen nehmen zu

Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltung liegen bei den Fehltagen
aufgrund psychischer Erkrankungen vorn

Fehltage nach BranchenVor allem zwei Wirtschaftsgruppen fallen auf: das Gesundheitswesen und die öffentliche Verwaltung. Sie liegen übrigens nicht nur bei den psychischen Erkrankungen an der Spitze, sondern im gesamten Krankheitsgeschehen. Im Gesundheitswesen lag die Anzahl der durch psychische Erkrankungen verursachten Ausfalltage mit 51 Prozent deutlich über dem DAK-Durchschnitt.
Die Branche verzeichnete 358 Fehltage pro 100 Versicherte. Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung verzeichneten 31 Prozent mehr Ausfalltage als der Durchschnitt der Branchen. Psychische Erkrankungen verursachten hier 311 Tage pro 100 Versicherte.

Frauen vorn

Fehltage psychische ErkrankungenMit 29 Fehltagen pro 100 DAK-Versicherte liegen die Frauen auch bei den neurotischen Störungen weit vor den Männern – auf sie entfielen nur halb soviele Tage (14 Tage/100 Versicherte). Besonders viele Ausfalltage gehen auf das Konto der 55- bis 59-jährigen Arbeitnehmerinnen (39 Tage/100 Versicherte). Bei den Männern ist die Generation 60 plus mit 26 Fehltagen besonders betroffen.

Starker Anstieg bei jungen Männern

Fehltage nach AlterBeim Blick auf die Altersgruppen fällt eine extreme Steigerung bei den 15- bis 19-jährigen Männern auf: Der Anteil der Fehltage mit neurotischen Störungen ist seit 2005 um 236 Prozent gewachsen. Dennoch liegt der Höchstwert von vier AU-Tagen im Jahr 2014 deutlich unter den Fehlzeiten der älteren Arbeitnehmer.

Viele Fehltage bei den 50- bis 54-Jährigen

Bei der Mehrheit der psychischen Erkrankungen ist die Anzahl der Fehltage bei den über 60-Jährigen besonders hoch. Einen kleinen Unterschied gibt es bei den somatoformen Störungen: Hier betrifft der höchste Fehltage- Wert (21,8 Tage/100 Versicherte) die Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen. Danach gibt es keine Steigerung mehr, die Generation 60 plus verzeichnet sogar etwas weniger Fehltage (21,2/100 Versicherte).

Somatoforme Störungen

Körperliche Beschwerden, seelische Ursache

Als somatoforme Störungen gelten körperliche Beschwerden, für die es keine hinreichenden organischen Ursachen gibt. Dazu gehören zum Beispiel Magen-Darm-Probleme, Schmerzen oder unangenehme Hautempfindungen wie Jucken oder Brennen. Die Diagnose F45 ist im Hinblick auf die Fehltage die fünfthäufigste unter den psychischen Erkrankungen. Bei den Frauen verursachte sie im vergangenen Jahr fast doppelt so viele Fehltage (21 Tage/100 Versicherte) wie bei den Männern (12 Fehltage/100 Versicherte).

„Der Handlungs- und Behandlungsbedarf steigt“

sagt  Dr. Hans-Peter Unger, Chefarzt des Zentrums für seelische Gesundheit in der Asklepios Klinik Hamburg-Harburg

Immer mehr Fehltage werden durch psychische Erkrankungen verursacht. Wie erklären Sie diesen Trend?
Man muss zwischen der rasanten Entwicklung der AU-Zahlen und der tatsächlichen Prävalenz psychischer Krankheiten unterscheiden: Es gibt heute nicht mehr psychisch kranke Menschen als vor zehn oder zwanzig Jahren, sie werden aber besser diagnostiziert und weniger stigmatisiert. Fakt ist, dass der Handlungs- und Behandlungsbedarf
weiter steigt. Epidemiologische Studien zeigen, dass rund 40 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal im
Leben an einer behandlungsbedürftigen psychischen Krise erkranken.
Viele Fälle bleiben also auch heute noch unerkannt.

 

Mineralölrückstände in Lebensmitteln

foodwatch-Test: Gefährliche Mineralöl-Rückstände in Reis, Nudeln, Cornflakes & Co. gefunden – Viele Altpapierverpackungen sind Gesundheitsrisiko für Verbraucher

Deutschland_Gruppenfoto_finalBerlin, 27. Oktober 2015. Nudeln, Reis, Cornflakes und andere Lebensmittel sind oft mit gesundheitsgefährdenden Mineralölrückständen belastet. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Laboranalyse der Verbraucherorganisation foodwatch. Von den insgesamt 120 Produkten aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden enthielten demnach 43 Prozent sogenannte aromatische Mineralöle – diese stehen in Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. In Deutschland war jedes fünfte getestete Lebensmittel (9 von 42 Produkten) mit aromatischen Mineralölen belastet – darunter die Cornflakes von Kellogg’s, der Spitzen-Langkornreis von reis-fit und der Bio-Weichweizengrieß von Rewe. Eine wesentliche Quelle für die Verunreinigungen sind Verpackungen aus Altpapier: Darin enthaltene Mineralöle aus Druckfarben sowie etliche andere gefährliche Substanzen wie Weichmacher und Lösungsmittel können auf Lebensmittel übergehen.

„Obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist, enthalten noch immer zahlreiche Lebensmittel gefährliche Mineralölbestandteile – der gesundheitliche Verbraucherschutz versagt hier auf der ganzen Linie“, erklärte Luise Molling von foodwatch. „Die Lebensmittelhersteller handeln offenbar nur auf Druck. Deshalb müssen Bundesregierung und EU endlich aktiv werden. Ein Fokus muss dabei auf die Verpackungen gelegt werden: So umweltfreundlich das Recycling von Altpapier auch ist, als Lebensmittelverpackung kann daraus ein echtes Gesundheitsrisiko werden.“
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Konkret forderte foodwatch:

• Die EU muss „funktionelle Barrieren“ für alle Lebensmittelverpackungen aus Papier vorschreiben. Denn es gibt bereits heute geeignete Materialien z.B. für Innenbeutel oder Beschichtungen, die Altpapier und Produkt so voneinander trennen, dass sowohl Mineralöle als auch hunderte weitere, zum Teil gesundheitsgefährdende Chemikalien nicht auf die Lebensmittel übergehen können.

• Die EU muss erstmalig Grenzwerte für Mineralöle in Lebensmitteln erlassen – bei den besonders kritischen aromatischen Mineralölen (MOAH) muss Null-Toleranz gelten. Dadurch wird sichergestellt, dass auch aus anderen Quellen (Produktionsmaschinen, Transport-Umverpackungen etc.) kein Mineralöl in gesundheitsgefährdenden Mengen auf Lebensmittel übergehen kann.

Bis eine EU-weite Regelung verabschiedet ist, forderte foodwatch die Bundesregierung auf, unverzüglich entsprechende nationale Gesetze zu erlassen.

Gerade Bio-Lebensmittel sind oft in Altpapier verpackt

Gerade Bio-Lebensmittel sind oft in Altpapier verpackt

Mineralöle sind die größte Verunreinigung im menschlichen Körper. Sowohl die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) als auch das zuständige deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verweisen auf das krebserregende Potenzial aromatischer Mineralöle. „Deshalb sollte kein nachweisbarer Übergang von MOAH auf Lebensmittel stattfinden“, folgerte das BfR bereits 2012. In dem von foodwatch beauftragten Labortest fanden sich neben aromatischen Mineralölen (MOAH) in vier von fünf Produkten auch sogenannte gesättigte Mineralöle (MOSH), meist jedoch in geringer Konzentration. Gesättigte Mineralöle reichern sich im Körper an und können Organe schädigen. Für die Laboranalyse hat foodwatch 120 trockene und lang haltbare Lebensmittel ausgewählt – Produkte, die für die Migration von Mineralölen bekanntermaßen anfällig sind. In den Test waren Markenprodukte ebenso wie Handelsmarken integriert, konventionelle ebenso wie Bio-Produkte. Das vollständige Testergebnis ist unter www.mineraloel-test.foodwatch.de im Internet abrufbar.

In Deutschland war die Mineralölbelastung von Lebensmitteln durch einen Test von Adventskalendern durch die Stiftung Warentest im Dezember 2012 in den öffentlichen Fokus gerückt. Bereits vorher hatte ein mehrjähriges Forschungsprojekt im Auftrag der Bundesregierung gezeigt, dass bestimmte Lebensmittelgruppen die bedenklichen Substanzen aus der Altpapierverpackung aufnehmen, und war bereits damals zum Schluss gekommen, dass Barrieren für Altpapierverpackungen erforderlich seien. Auf entsprechende, ihre Gesundheit konsequent schützende gesetzliche Vorschriften warten Verbraucher bislang vergeblich.

Hier können Sie die Forderungen von foodwatch unterstützen:

foodwatch forderte die Europäische Kommission auf, sogenannte „funktionelle Barrieren“ für alle Lebensmittelverpackungen aus Papier vorzuschreiben sowie erstmals Grenzwerte für Mineralöle in Lebensmitteln zu erlassen. Mit einer unter www.mineraloel-aktion.foodwatch.de gestarteten E-Mail-Aktion können Verbraucherinnen und Verbraucher EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis auffordern, tätig zu werden.

https://drive.google.com/file/d/0By5nb3ePBP31Y3RlMks2b1Ayb2c/view

Scientific Opinion on Mineral Oil Hydrocarbons in Food

Hier finden Sie das EFSA Journal 2012;10(6):2704

 

 

Deutsch-Arabischer Krebskongress in Berlin

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e. V. veranstalten am 29. und 30. Oktober den zweiten Deutsch-Arabischen Krebskongress.

Ziel des Austausches ist es, die Zusammenarbeit im Rahmen wissenschaftlicher und klinischer Forschungsprojekte zu intensivieren.

Unter dem Motto „Shaping Future Health. Cancer Diagnostics and Treatment“ diskutieren internationale Wissenschaftler und Mediziner zu onkologischen Krankheitsbildern, insbesondere im Hinblick auf die Unterschiede zwischen deutschen und arabischen Patienten. Im Fokus stehen dabei die biomedizinische Forschung, chirurgische und medikamentöse Behandlungsoptionen sowie die Beratung der Patienten. Dabei werden auch Unterschiede der soziokulturellen Hintergründe und Gesundheitssysteme erörtert. Dieser multidimensionale, interdisziplinäre und interprofessionelle Ansatz ist entscheidend, um die Behandlungserfolge zu verbessern.

Wesentliches Anliegen des Kongresses ist es, die medizinische Ausbildung, den Wissenstransfer und den Anstoß zu komparativen, also vergleichenden, Forschungsprojekten voranzubringen. „Komparative Forschungsprojekte haben eine große Bedeutung, da sie wissenschaftliche Lücken schließen“, sagt Prof. Dr. Ulrich Keilholz, Kommissarischer Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center. Er fügt hinzu: „Bisher gibt es schon Forschungsergebnisse über Unterschiede zwischen europäisch- und asiatischstämmigen Menschen in der Entwicklung von Krankheiten und über Krankheitsfaktoren auf molekularer Ebene. Über arabische- und arfikanische Bevölkerungen ist in dieser Hinsicht weit weniger bekannt.“ Auffällig ist beispielsweise, dass Darmkrebs in der arabischen Bevölkerung in deutlich früherem Lebensalter auftritt. Gleichzeitig sind die Behandlungserfolge bei arabischen Patienten auch in fortgeschrittenen Krankheitsstadien auffallend gut. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass entweder genetische Faktoren oder Umweltbedingungen dazu beitragen, dass die Erkrankung früher auftritt und sich anders verhält. Was jetzt fehlt, sind vergleichende Studien, die die Unterschiede in der molekularen Tumorentstehung untersuchen. Ein Verständnis über die Unterschiede kann erhebliche Konsequenzen für Frühdiagnostik und Behandlung des Darmkrebses haben. Auch für die Weiterentwicklung der personalisierten Medizin spielen vergleichende Forschungsprojekte eine entscheidende Rolle.

Der Kongress findet am 29. und 30. Oktober in der Industrie- und Handelskammer Berlin, Fasanenstr. 85, 10623 Berlin statt. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und der Präsident des DIHK –  Deutscher Industrie- und Handelskammertag sowie der IHK Berlin, Dr. Eric Schweitzer, eröffnen den Kongress  am Donnerstag, den 29. Oktober um 9.30 Uhr.

Die Wintergemüse-Saison beginnt

Wintergemüse verzaubert

Wenn die Tage kürzer und die Temperaturen kühler werden, beginnt sie, die Wintergemüse-Saison. Zu ihrer Eröffnung laden das Kompetenzzentrum für Ernährung, die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband, die Markthallen München, der Deutsche Landwirtschaftsverlag sowie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf den Münchner Viktualienmarkt.

Am Freitag, 30. Oktober und Samstag, 31. Oktober dreht sich am Liesl-Karlstadt-Brunnen alles rund um das Gemüse der kalten Jahreszeit. Die Besucher dürfen sich auf Kostproben, spannende Infos der Ernährungsfachfrauen und die neue Rezeptbroschüre mit märchenhaften Rezeptideen freuen, die die Besucher dort kostenlos erhalten. Ob bei Aschenputtel, dem Kartoffelkönig oder Rapunzel, in vielen Märchen spielt Gemüse eine Rolle. Linsenpflanzerl mit Ofengemüse, Sauerkrautbrot oder Schneewittchen-Salat sind nur einige Gaumenkitzler. Auch royaler Besuch hat sich angekündigt: Die bayerische Kartoffelkönigin wird an beiden Tagen vor Ort sein und am Samstag Märchen vorlesen.

Was ist geplant?

Interessierte bekommen am Freitag, 30. Oktober von 10 bis 18 Uhr und am Samstag, 31. Oktober von 9 bis 18 Uhr Informationen und Rezepte rund ums Wintergemüse. Staatsminister Helmut Brunner und Landesbäuerin Anneliese Göller werden die Veranstaltung am Freitag um 10:30 Uhr gemeinsam eröffnen. Für die Kinder wird die bayerische Kartoffelkönigin am Samstag um 11, 12 und 13 Uhr Märchen vorlesen.
Ein besonderes Schmankerl gibt es an beiden Tagen: Das Wirtshaus „Der Pschorr“ stellt einen Eintopf mit Wintergemüse zur Verfügung, der zu Gunsten der Klinikclowns verkauft wird. Besucher, die gerne noch mehr Rezepte ausprobieren möchten, können an beiden Tagen Kochbücher aller Art am Stand des Deutschen Landwirtschaftsverlags erwerben.

Was ist das Besondere an Wintergemüse?

Im Vergleich zu Tomate und Kopfsalat vertragen Wintergemüse kühle Temperaturen. Bei einigen wie z. B. bei Rosenkohl oder Grünkohl sind sogar Minusgrade notwendig, damit sie ihren charakteristischen Geschmack voll entfalten. Ein weiterer Vorteil: Sellerie, Schwarzwurzel und Steckrübe sind lagerfähiges Gemüse. An einem dunklen, kühlen Ort halten sie sich sogar über Monate. Selbst wenn der Winter Einzug hält, müssen wir also nicht auf heimisches Gemüse verzichten.

Wintergemüse hat es in sich

Die Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen in Gemüse ist einzigartig. Nahrungsergänzungsmittel können in der Schublade bleiben. Kohlsorten wie Weißkraut liefern viel Vitamin C, das gerade während der kalten Jahreszeit besonders gefragt ist, um die eigene Immunabwehr zu stärken. Rote Bete beeindruckt mit dem hohen Gehalt an Eisen, das für eine optimale Blutgerinnung und den Sauerstofftransport im Blut sorgt. Rosenkohl enthält neben viel Vitamin C und Folsäure auch reichlich Ballaststoffe. Zur Deckung des täglichen Bedarfs an Ballaststoffen, ist Gemüse eine ideale Quelle, halten doch diese Faserstoffe Darm und Verdauung in Schwung.
Wir möchten Sie herzlich einladen, bei der Eröffnung der Wintergemüse-Saison dabei zu sein. Bitte geben Sie uns bis zum 27. Oktober 2015 per Anmeldeformular, E-Mail oder Telefon Bescheid, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

Gift in Lebensmitteln

WDR findet Arsen in Reis und Glyphosat in Backwaren

Der WDR wollte wissen: Enthalten unsere Backwaren tatsächlich Giftstoffe? Könnte unser Frühstücksbrötchen Krebs erzeugen? In einem Stichprobentest haben die Verbrauchermagazine „Servicezeit“ und „markt“ sowie WDR 2 und WDR 5 insgesamt 20 Proben im Labor untersuchen lassen. Das erschreckende Resultat: Glyphosat konnte in einem Großteil unseres Hauptgrundnahrungsmittels Brot nachgewiesen werden.

Broetchenkorb
© Zentralbild

Glyphosat ist umstritten, wird aber weltweit in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt. Beliebt ist die Substanz wegen seiner doppelten Wirksamkeit: Glyphosat bekämpft Unkraut und lässt Nutzpflanzen wie Getreide und Kartoffeln schneller erntereif werden. „Wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“, so stuft die Weltgesundheitsorganisation WHO das Herbizid ein. Dennoch wird es weltweit eingesetzt – und kann so in unser Frühstücksbrötchen und in unser Brot gelangen.

Aktuell berät die EU darüber, ob dieses Unkrautvernichtungsmittel weiterhin zugelassen wird. Die WHO stuft es als „wahrscheinlich krebserregend“ ein, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dagegen hält das Pestizid für unbedenklich

Der WDR prüft: Welche Indizien gibt es für den schwerwiegenden Verdacht der Krebsforscher?

Arsen in Reis und Reiswaffeln

Besonders bei Kleinkindern sind Reiswaffeln als Snack sehr beliebt. Doch können Eltern ihren Kleinen diese Knabberei bedenkenlos in die Hand drücken? In einer weiteren Stichproben-Untersuchung steht ein Stoff im Focus, der nicht in Lebensmittel gehört: Arsen. Erst vor wenigen Wochen warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung vor zu viel Arsen in Reiswaffeln. Aber auch Menschen, die gerne Reis essen, sind stutzig geworden. Immerhin ist Arsen den meisten Menschen als legendäres Mordgift bekannt. Wie viel Arsen steckt denn nun in unseren Lebensmitteln und wie kommt es da rein? Wie kann man sich davor schützen?

Über die Ergebnisse der WDR-Tests berichtet der WDR in folgenden Sendungen und im Internet:

Montag, 26. Oktober 2015

WDR 2 Quintessenz, vormittags im Tagesprogramm und auf
www.wdr2.de/service/quintessenz
WDR 5, Profit – Das Wirtschaftsmagazin, 18.05 – 18.30 Uhr
WDR Fernsehen, Servicezeit, 18.20 – 18.50 Uhr
WDR Fernsehen, markt, 21.00 – 21.45 Uhr

Dienstag, 27.Oktober 2015
WDR 5, Neugier genügt, Service Verbraucher, WDR 5, 11.50 Uhr

Diabetiker sollen eHealth-affin sein

An Diabetes erkrankte Personen sind laut einer Erhebung der Strategieberatung LSP Digital grundsätzlich affin für die Nutzung von eHealth-Endgeräten und -Services. Beispielsweise würden 19 Prozent der Typ I Diabetiker und 20 Prozent der Typ II Diabetiker Geld für Geräte zur Messung von Körperfunktionen (Temperatur, Puls, Sauerstoffsättigung, Blutdruck) ausgeben beziehungsweise planen bereits die Anschaffung (Bevölkerungsdurchschnitt: 15 Prozent). Ähnlich sieht es auch bei digitalen Services aus. So ist die Ausgabebereitschaft bei Riskio-Tests etwa unter Typ I Diabetikern mit 29 Prozent überdurchschnittlich hoch (Bevölkerungsdurchschnitt: 14 Prozent). Besonders ausgeprägt sind Interesse und Zahlungsbereitschaft für die Nutzung von eHealth Angeboten bei jüngeren Personen, die an Diabetes vom Typ I erkrankt sind. Aber auch Diabetiker vom Typ II könnten für den Einsatz begeistert werden, insbesondere wenn die Angebote kostenlos zur Verfügung gestellt würden.

Schade, dass man auch bei guten Angeboten immer wieder auf den Patientendatenschutz hinweisen muss. Es gilt genau abzuwägen, ob die Vorteile durch die Nutzung eines solchen digitalen Angebotes die Nachteile überwiegen.

Die Grafik bildete eine Umfrage zum Interesse von Diabetikern an digitalen eHealth Endgeräten und Services ab.  Infografik: Diabetiker sind eHealth-affin | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wie viel wissen die Deutschen über Gesundheit?

Pfizer Gesundheitsmonitor untersucht Gesundheitswissen, meldet die Charité

Berlin, 20.10.2015 Ein gesteigertes Gesundheitswissen geht mit einer höheren gesundheitsbezogenen Lebensqualität einher. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit dem Unternehmen Pfizer durchgeführt wurde. Innerhalb des vergangenen Jahres wurden dazu über 4000 Personen befragt. Es zeigt sich: Mehr als die Hälfte der Deutschen verfügt über ein moderates Gesundheitswissen, ein Viertel weist jedoch deutliche Wissenslücken auf.

Insbesondere das Wissen über chronische Erkrankungen ist ein wichtiges Instrument für ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement. Um zu erkunden, wie gut es um das Gesundheitswissen der Deutschen steht, haben Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité die deutsche Bevölkerung befragt: Ziel der von Pfizer unterstützten Studie war es, deutschlandweit repräsentative Daten von sowohl gesunden als auch betroffenen Menschen zu erhalten, Wissenslücken aufzudecken und eine Informationsgrundlage für Experten, die Politik sowie die Öffentlichkeit zu schaffen.

„Die Ergebnisse bestätigen unsere Erwartung, dass noch mehr für die gesundheitliche Aufklärung der Bevölkerung getan werden muss“, sagt Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft und Prodekanin für Lehre an der Charité. „Nur wenn die Menschen gut informiert sind, können sie im Krankheitsfall klar mit ihrem Arzt über ihre Beschwerden und Bedürfnisse sprechen“, ergänzt sie. Eine Aussage, die auch Pfizer unterstützt. „Es ist die Aufgabe aller Beteiligten, relevantes Wissen über Erkrankungen und Risikofaktoren zu vermitteln”, sagt Dr. Andreas Ludäscher, Geschäftsführer der Pfizer Pharma GmbH. „Denn nur so können sich der Wissensstand, die Gesundheitskompetenz und somit auch das Selbstmanagment der Bevölkerung, insbesondere von chronisch Kranken, weiter verbessern“, fügt er hinzu.

Mithilfe eines Fragebogens wurden insgesamt 4144 Erwachsene (>35 Jahre) im Sommer diesen Jahres zu verschieden Gesundheitsthemen befragt. Der Fokus lag auf zwei Themenschwerpunkten: der Ermittlung des Wissens zu chronischen Erkrankungen sowie auf der Selbsteinschätzung der Befragten im Hinblick auf Gesundheit und Soziodemographie. Im Vergleich der Altersgruppen zeigte sich beispielsweise, dass die 55- bis 64-Jährigen in der Befragung zu allgemeinen Gesundheitsthemen und chronischen Erkrankungen besser abschnitten. Sie kennen sich mit Gesundheitsthemen am besten aus, vor allem im Bereich der Depression und des chronischen Schmerzes. Eine Ausnahme bilden die Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Hier zeigt die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen den höchsten Wissensstand. „Die Ergebnisse der Altersgruppen bis 65 Jahre finden wir erfreulich“, so Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey. „Jetzt gilt es, dieses Wissen zu festigen und weiter zu fördern, sodass künftig auch ältere Generationen über einen höheren Wissensstand im Gesundheitsbereich verfügen.“

Natürlich braucht es viel Aufklärung für Patienten. Das Problem ist eher, dass es viel zu viele Informationen gibt, die von Patienten oft nicht richtig gedeutet oder auf Glaubwürdigkeit zugeordnet werden können. Man darf der Pharmaindustrie durchaus sehr kritisch gegenüberstehen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass sie für uns alle auch wichtige Medikamente entwickelt haben, auf die wir nicht verzichten wollen und oft auch nicht verzichten können. Im Zweifel immer mehrere medizinische Meinungen einholen.