Vernetzte Hilfe bei Vergiftungen

„Die Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg

leistet durch ihrBeratungsangebot schon heute einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg“, sagt der Minister. „Um dieses wichtige Angebot zukunftssicher zu machen, haben wir eine verstärkte Kooperation mit anderen Giftinformations-Zentren in Deutschland vorangetrieben und diese durch eine verbesserte personelle Ausstattung der VIZ Freiburg maßgeblich unterstützt.“
Die Vergiftungs-Informations-Zentrale (VIZ) Freiburg wird ab sofort eng mit den Giftinformationszentren Erfurt und Göttingen zusammenarbeiten. „Bislang mussten Ärzte den nächtlichen Gift-Notdienst neben der Stationsarbeit bewältigen“, sagt Dr. Maren Hermanns-Clausen, Leiterin der VIZ Freiburg.

„In Zukunft werden nächtliche Anfragen an einem der drei Zentren gebündelt. Das ermöglicht, dass ein Experte in Vollzeit den Nachtdienst des Gift-Notrufs übernimmt – eine derartige Kooperation ist in Deutschland einmalig“, zeigt sich Dr. Hermanns-Clausen erfreut.

Jährlich bearbeitet die VIZ Freiburg über 22.000 Anfragen. Sie ist die einzige Vergiftungs-Zentrale in Baden-Württemberg und eines von insgesamt acht Giftinformationszentren in Deutschland. Diese werden von den Bundesländern benannt und maßgeblich finanziert. Neben akuter Beratung und Behandlung wird die Dokumentation von Vergiftungsfällen immer wichtiger.

Sie erlaubt die frühe Identifizierung möglicher neuer Gefahrenquellen. Über 80 Prozent der bearbeiteten Vergiftungsfälle geschehen im privaten Umfeld, etwa die Hälfte der Fälle geht auf Arzneimittel und chemische Produkte und ungefähr zehn Prozent auf Pflanzen zurück.

Ein Team aus speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Bereichen Medizin, Pharmazie und Chemie beantwortet Fragen zu Vergiftungen und Drogennotfällen sowie zu gefährlichen Inhaltsstoffen von Produkten. Außerdem beraten die Experten bei Fragen zu Medikation in Schwangerschaft und Stillzeit sowie zu Wechsel- und Nebenwirkungen von Medikamenten.

Einen Schwerpunkt der Forschung der VIZ Freiburg bildet die Untersuchung aktueller Party-Drogen.

24 Stunden Notfall-Informations-Service: 0761 19240

Lebendige Knochen aus dem 3D-Drucker

Freiburger Wissenschaftler wollen Gewebe mit eingebauten Blutgefäßen drucken / Förderung durch Deutsche Forschungsgemeinschaft

Knochen mit eigenen Blutgefäßen könnten künftig mit dem 3D-D3D-Knochenmodellrucker hergestellt werden. Freiburger Wissenschaftler entwickeln jetzt ein Druck-Verfahren, das aus Zellen von Knochen und Blutgefäßen funktionsfähige Knochen erzeugt. Die Gefäßzellen sollen die Durchblutung des Gewebes verbessern, indem sie eine Verbindung zum Blutkreislauf des Patienten herstellen. Für die Entwicklung dieser 3D-Druck-Methode erhalten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine dreijährige Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Höhe von 460.000 Euro. Sollte sich das Verfahren bewähren, könnten damit auch größere Kunstgewebe gedruckt werden, bis hin zu ganzen Organen. Klinische Bedeutung dürften 3D-Zelldrucker nach Ansicht der Wissenschaftler in fünf bis sieben Jahren erlangen.

Gezielte Blutversorgung für künstliches Gewebe  

„Bei der Entwicklung von künstlichem Knochengewebe ist die Frage der Blutversorgung noch immer weitgehend ungelöst. Dadurch ist sowohl die Größe als auch der Typ des Gewebes stark beschränkt“, sagt Prof. Dr. Günter Finkenzeller, Forschungs-Sektionsleiter an der Klinik für Plastische und Handchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg. Er leitet das Projekt gemeinsam mit Dr. Peter Koltay, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg. Bekannt ist, dass sich die Blutversorgung eines künstlich erzeugten Gewebes durch sogenannte Endothelzellen verbessern lässt. Diese Zellen kleiden die Gefäße aus und können auch selbst neue bilden. Doch bisher stirbt ein Großteil der Knochenzellen aufgrund von Sauerstoffmangel, bevor die Zellen Gefäße gebildet haben. „Unser Ansatz sieht vor, dass wir die Endothelzellen genauso wie die Knochenzellen per 3D-Druck im Gewebe an die Stelle platzieren, wo sich die Gefäße ausbilden sollen“, sagt Prof. Finkenzeller. „Die Gefäße des künstlichen Gewebes könnten dann zeitnah nach der Operation mit den Gefäßen des umgebenden gesunden Gewebes zusammenwachsen und so die Blutversorgung des Kunstgewebes sicherstellen“, erläutert der Wissenschaftler weiter.

Mit Spezialdruckern ist es bereits heute möglich, kleine und relativ einfach strukturierte Gewebeeinheiten zu drucken. Dafür werden dem Körper Zellen entnommen, in einer Nährlösung vermehrt und mit einem 3D-Drucker in eine Trägermatrix eingebracht. Diese wird dann implantiert. „Der 3D-Druck von lebendigem Hautgewebe könnte in fünf bis sieben Jahren klinisch Bedeutung erhalten“, sagt Prof. Finkenzeller. „Bei der Herstellung und Implantation von Knochengewebe wird es allerdings länger dauern, da dafür noch zentrale Fragen der Gewebe-Abstoßungs-Reaktion geklärt werden müssen.“

„Das Forschungsprojekt könnte erheblich zum Fortschritt der Forschung und Technologie im Bereich der Gewebeersatzforschung und des Tissue Engineering beitragen“, sagt Dr. Koltay. In einem ersten Schritt wird ein spezieller „BioPrinter“ gebaut. „Wir können schon heute Zellen lebend und schonend  gezielt drucken“, sagt Dr. Koltay. „Jetzt müssen wir das Verfahren so anpassen, dass damit Knochenzellen und Blutgefäßzellen verarbeitet werden können und diese einen funktionsfähigen Gewebeverband bilden.“ In einem späteren Schritt erfolgt dann die Überprüfung der Methode anhand chirurgischer Modelle.

Augenärzte warnen vor Selbstmedikation

Vitamine und Zink wirksam gegen Augenleiden AMD

München – Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann das Fortschreiten der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) in bestimmten Fällen verzögern. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) empfiehlt die Mittel nur in ausgewählten Stadien der Erkrankung und warnt in einer Stellungnahme vor Selbstmedikation. Zum Schutz vor AMD empfiehlt die DOG im Übrigen gesunde Ernährung und zur Früherkennung regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt.

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) betrifft etwa 4,5 Millionen Deutsche und ist damit die häufigste Erblindungsursache in den Industrienationen. Bei der feuchten Form wachsen Blutgefäße unkontrolliert in den Bereich des schärfsten Sehens auf der Netzhaut des Auges ein und zerstören unbehandelt diesen „Fleck“ – lateinisch „Makula“. Bei der trockenen Spätform sterben Sehzellen direkt ab. Die altersbedingten Schäden beeinträchtigen das Sehen erheblich, viele Betroffene erblinden im späten Stadium nahezu vollständig.

Amerikanische Studien deuten darauf hin, dass eine Kombination aus den Vitaminen C und E, Beta-Carotin, Zink- und Kupferoxid das Fortschreiten einer AMD in bestimmten Stadien verlangsamen und so die Sehkraft länger erhalten kann. „Dieser positive Effekt betrifft die Entwicklung hin zu einer feuchten Form der Erkrankung, wenn bestimmte Voraussetzungen bei den Makula-Erkrankungen erfüllt werden, die nur der Augenarzt feststellen kann“, sagt DOG-Vorstandsmitglied Professor Dr. med. Frank Holz. „Keineswegs ist die Einnahme für alle Stadien der AMD sinnvoll.“

Zur allgemeinen Vorbeugung sei der Nährstoff-Cocktail daher nicht zu empfehlen. Insbesondere bei Rauchern, auch ehemaligen, kann die zusätzliche Einnahme von Beta-Carotin das Lungenkrebsrisiko erhöhen, wie Untersuchungen zeigen. Weitere sehr seltene aber mögliche Nebenwirkungen sind Nierensteine, Magenbeschwerden, und Hautverfärbungen. „Auch AMD-Patienten sollten ihren Arzt fragen, ob eine Behandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist und sich genau an die vorgeschriebene Dosierung halten“, rät der Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn. Diese Empfehlungen hat die DOG jetzt in einer aktuellen Stellungnahme zusammengefasst.

Um sich vor AMD zu schützen, sei es auf jeden Fall sinnvoll, nicht zu Rauchen und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. So lautet auch die Empfehlung der niederländischen „Rotterdam-Studie“. Anhand von Fragebögen dokumentieren 5836 Teilnehmer über einen Zeitraum von acht Jahren ihre Ernährung. Probanden, die eine durch Lebensmittel überdurchschnittlich hohe Zufuhr von Vitamin C, E, Beta-Carotin und Zink angaben, verringerten dadurch ihr Risiko für eine AMD um 35 Prozent. Die meisten Obst- und Gemüsesorten enthalten die Vitamine C und E. Zink ist in roten Fleischsorten, Käse und Pilzen enthalten. Auch Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel aus Fisch und Rapsöl erhalten die Sehkraft.

Bis heute gibt es kein „Heilmittel“ für die AMD. Die feuchte Form kann heute sehr wirksam mit der Verabreichung von Medikamenten, die einen Botenstoff selektiv hemmen, behandelt werden, Bei frühzeitiger Diagnose von früheren Formen kann der Augenarzt den Krankheitsverlauf verzögern um die Sehkraft so lange wie möglich zu erhalten. „Ab 50 sollte jedes Jahr ein Termin zur augenärztlichen Kontrolle im Kalender stehen“, rät“ Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Pressesprecher der DOG. Die gemeinsame Stellungnahme von DOG, der Retinologischen Gesellschaft und des Berufsverbandes der Augenärzte in Deutschland ist im Internet erhältlich.

Literatur: Aktuelle Stellungnahme der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, der Retinologischen Gesellschaft und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschland zu Nahrungsergänzungsmitteln bei altersabhängiger Makuladegeneration, Oktober 2014
DOG: Forschung – Lehre – Krankenversorgung
Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 6500 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, lehren und behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde ein, indem sie zum Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscher vergibt. Gegründet im Jahr 1857 in Heidelberg ist die DOG die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt.

Fernkurs für Angehörige von Alkoholabhängigen

985784_thumbWie gut der Kurs ist, können wir hier nicht beurteilen. Angehörige von Alkoholkranken geraten meist in eine Co-Abhängigkeit, deshalb benötigen auch sie professionelle Hilfe.

Kreative Hilfe

(fair-NEWS) Alkoholismus ist eine Krankheit, die nicht nur dem eigentlichen Betroffenen zu schaffen macht. Angehörige von Alkoholabhängigen gehen ebenso durch die Hölle wie die Betroffenen selbst. Muss das sein? Nein! In einem speziellen Fernkurs für Angehörige können sorgende Eltern und verzweifelte Partner lernen, mit der Alkoholkrankheit umzugehen und den Ausweg aus der Hölle zu finden.Es gibt wohl niemanden unter uns, der nicht mindestens einen Menschen in seiner Umgebung kennt, der ein Alkoholproblem hat. Und jeder kennt die Situation: Im Bemühen einem Freund, der Tochter oder dem eigenen Mann zu helfen, sind die direkt Mitbeteiligten meist überfordert.

Der Kampf gegen den Alkohol raubt ihnen die letzten Energien und sie sehen sich zu bestimmten Haltungen und Handlungen gezwungen, die das Problem eher verstärken als lösen. Mehr noch: Die dauerhafte Überlastung macht sie selber krank.

„So weit muss es nicht kommen“, sagt Alkohol-Coach Rolf von Berg. „Kreative Hilfe“ ist Titel und Inhalt eines neuen Fernkurs, der sich speziell an Angehörige von Alkoholabhängigen richtet. Die Kursteilnehmer lernen alles, was sie über die Alkoholkrankheit wissen müssen, und wie sie sich aus festgefahrenen Verhaltensmustern lösen und entscheidend zur Lösung des Alkoholproblems beitragen können.

„Wir zeigen Familienmitgliedern und Partnern, was getan werden muss, um dem Alkoholkranken und sich selbst wirklich zu helfen“, so der Autor und Alkohol-Coach

Bildinformation: Alkoholkrankheit: Fernkurs für Angehörige

Institut für praktische Lebenshilfe (IFPL)
Liesenfeldstr. 6
53505 Berg
Deutschland
Ansprechpartner: Rolf Dickopp

Homepage:
www.ifpl-berg.de

Zusammenhang zwischen Brust- und Prostatakrebs entdeckt

Bislang waren Ärzte davon ausgegangen, dass es einen Zusammenhang zwischen Brustkrebserkrankungen innerhalb einer Familie gibt. Nun überraschte eine Beobachtungsstudie damit, dass auch Prostatakrebs bei Verwandten ersten Grades (Vater, Bruder, Sohn) zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko bei Frauen führen kann.

Jennifer L. Beebe-Dimmer, PhD, MPH, der Barbara Ann Karmanos Cancer Institute und der Wayne State University School of Medicine in Detroit, nahm zwischen 1993 und 1998 78.171 Frauen in eine Beobachtungsstudie auf. Zu Beginn der Studie war keine der Frauen an Brustkrebs erkrankt. Als das Follow-up im Jahr 2009 endete, wurden insgesamt 3506 Fälle von Brustkrebs bei diesen Frauen diagnostiziert. Jennifer L. Beebe-Dimmer fand heraus, dass bei Frauen, in deren Familien Prostatakrebs bei Verwandten ersten Grades (Vater, Bruder, Sohn) aufgetreten war, ein erhöhtes Risiko besteht, an Brustkrebs zu erkranken. Das Risiko erhöht sich nochmals, wenn es Brust- und Prostatakrebserkrankungen in der Familie gibt. Ärzte müssen sich also darauf einstellen, zukünftig ihre Patientinnen auch danach zu fragen, ob es Prostatakrebserkrankungen in der Familie gegeben hat oder gibt.

Die Studie wurde im CANCER, a peer-reviewed journal of the American Cancer Society veröffentlicht.

Geben Sie Acht auf Ihre Nieren

Weltnierentag am 12. März 2015

 Chronische NIerenerkrankungAm 12. März ist Weltnierentag: Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Prävention von Nierenerkrankungen in den Vordergrund zu stellen. Derzeit sind über 100.000 Menschen in Deutschland auf ein Nierenersatzverfahren – Dialyse oder Transplantation – angewiesen. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen, besonders gefährdet sind aber Raucher, Diabetiker, Menschen mit Bluthochdruck oder starkem Übergewicht. Mit acht einfachen Maßnahmen kann jeder seine Nieren schützen

Um für die Gesunderhaltung der Nieren zu sensibilisieren, haben der Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e. V., die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. und die PHV Patienten-Heimversorgung Gemeinnützige Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Nierenstiftung auch in diesem Jahr zum Weltnierentag wieder eine Faltblattaktion initiiert. Mit einer Gesamtauflage von über 300.000 Exemplaren werden in Kooperation mit den entsprechenden Landesapothekerverbänden Informationsflyer mit acht Tipps für den Erhalt der Nierenfunktion in Apotheken in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen ausliegen. Das Faltblatt, weitergehende Informationen sowie ein kurzer Trailer sind auf www.die-nephrologen.de abrufbar. Zudem ruft die Deutsche Nierenstiftung zu den Nierenwochen im gesamten Monat März alle nephrologischen Einrichtungen dazu auf, sich mit Aktionen zum Weltnierentag zu beteiligen.

Lebensstiländerungen können helfen, die Nierengesundheit zu erhalten“

„Wichtig ist uns, auch über den Aktionstag hinaus ein Bewusstsein für die Prävention von Nierenerkrankungen in der Bevölkerung zu schaffen. Die Niere ist zwar bislang das einzige Organ, das dauerhaft – über Jahre und mitunter auch über Jahrzehnte -maschinell ersetzt werden kann, aber soweit sollte es nach Möglichkeit gar nicht erst kommen. Lebensstiländerungen können helfen, die Nierengesundheit zu erhalten“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Floege, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN). Bei Menschen, die bereits eine leichte Nierenfunktionseinschränkung haben, könne zudem eine frühzeitige ärztliche Betreuung das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Trink ein Glas Wasser“-Aktion

Die internationale Initiative zum Weltnierentag (www.worldkidneyday.org) hat dazu aufgerufen, den 12. März mit einem Glas Wasser zu beginnen, um mit dieser symbolischen Handlung auf die Nierengesundheit aufmerksam zu machen. „Das ist ein schönes Symbol und sicherlich auch für jeden machbar, zumal wir jeden Tag ausreichend Wasser trinken sollten. Die dauerhafte Umsetzung und Beachtung der acht Tipps für den Erhalt der Nierenfunktion sind hingegen eine echte persönliche Herausforderung. Wir hoffen, dass viele Menschen sich dieser stellen!“, so Floege.

Es lohnt sich, auf die Nieren Acht zu geben

Denn die chronische Nierenerkrankung wird häufig unterschätzt. Oft tritt sie in der zweiten Lebenshälfte auf. Wenn aber Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Rauchen die Gefäße schädigen, kann die Nierenfunktion bereits in jüngeren Jahren abnehmen. Etwa jeder zehnte Bundesbürger weist eine Einschränkung der Nierenfunktion auf. Liegt die Organfunktion unter 10 Prozent, spricht man von einem terminalen Nierenversagen. Die Betroffenen sind dann auf eine Nierenersatztherapie – also eine Transplantation oder Dialyse – angewiesen.

Derzeit gibt es in Deutschland etwa 80.000 Dialysepatienten. Sie werden dreimal pro Woche für vier bis fünf Stunden mit der Dialyse behandelt. Weitere 20.000 Patienten befinden sich in der Transplantationsnachsorge und nehmen Medikamente ein, damit die transplantierte Niere nicht abgestoßen wird.

Ein Nierenversagen bedeutet einen großen Einschnitt in das gewohnte Leben und geht darüber hinaus auch mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko einher. Es lohnt sich daher, auf die Nieren Acht zu geben, um sie möglichst lange gesund zu erhalten

Bin ich normal? Das fragen sich viele Männer

Am I normal? Review Analyzes Data on Flaccid and Erect Penis Lengths in Men

A new analysis provides insights on what’s considered “normal” for penis length and circumference in men. The findings in BJU International may be helpful when counseling men who are worried about their size, or when investigating the relationship between condom failure and penile dimensions.

Some men are concerned about their penis size, and those who are preoccupied and severely distressed with the size of their penis may even be diagnosed with Body Dysmorphic Disorder. There have been no formal systematic reviews of penile size measurements and no attempts to create a graphical diagram, or nomogram, that depicts the distribution of the size of a flaccid or erect penis.

Dr. David Veale, of King’s College London and South London and Maudsley NHS Foundation Trust, and his colleague from King’s College Hospital NHS Foundation Trust, set out to create such a nomogram of male penis size measurements across all ages and races. A search of the medical literature revealed 17 studies with up to 15,521 males who underwent penis size measurements by health professionals using a standard procedure. The nomograms revealed that the average length of a flaccid penis was 9.16 cm, the average length of a flaccid stretched penis was 13.24 cm, and the average length of an erect penis was 13.12 cm. The average flaccid circumference was 9.31 cm, and the average erect circumference was 11.66 cm. There was a small correlation between erect length and height.

“We believe these graphs will help doctors reassure the large majority of men that the size of their penis is in the normal range. We will also use the graphs to examine the discrepancy between what a man believes to be their position on the graph and their actual position or what they think they should be” said Dr. Veale

Wirkungslose ärztliche Leistungen kosten sehr viel Geld

Überversorgung und Behandlungskosten vermeiden

Ärzte verordnen immer wieder Leistungen, die unnötig oder manchmal sogar schädlich für Patienten sind, weil Patienten das zum Teil einfordern, vor allem aber weil es Geld bringt. Dazu zählen auch die IGeL Angebote, die von Ärzten erbracht, aber von den gesetzlichen und vielen privaten Krankenkassen nicht bezahlt werden.

Inzwischen ist ein funktionierender Markt rund um diese Leistungen entstanden. Hier ein Beispiel:

Beispiel für IGeL - Vermarktung in der Arztpraxis

Beispiel für IGeL – Vermarktung in der Arztpraxis

Mit Hilfe von TV-Spots und Videoclips sollen Patienten im Wartezimmer auf die Notwendigkeit der IGeL Leistungen eingestimmt werden. Für Ärzte ist es dann ein Leichtes diese Leistungen ihren Patienten zu verkaufen, obwohl die Ärzte sehr genau wissen, dass viele IGeL Leistungen völlig unnütz sind.

Man darf sich also getrost fragen, ob eine Negativliste nicht eher dazu beiträgt, dass Leistungen, die bislang von den Krankenkassen übernommen wurden, in den Bereich der IGeL Leistungen abgedrängt werden. Für die Ärzte wäre das ein gutes Zusatzgeschäft, könnten sie so die Preise erhöhen. Man schimpft gemeinsam auf die Kassen und schafft auch noch eine Vertrauensbasis der besonderen Art. Im Grunde bleibt dann alles beim alten für die Ärzte. Und die Patienten dürfen am Ende die ganze Zeche selbst bezahlen.

Viel Geld könnten die Krankenkassen sparen, wenn sie das Mammogrphiescreening abschaffen würden. Es hat sich nicht als derart sinnvoll erwiesen, wie es einst verkündet wurde. Frauen, die keine Mammaographie wollten, wurden immer wieder bedrängt, zum Screening zu gehen, obwohl in vielen Fällen eine Ultraschalluntersuchung ausreichend gewesen wäre. Mit der Angst vor Brustkrebs lassen sich gute Geschäfte machen. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn profitorientierte Ärzte derartige Ängste schamlos ausnutzen? Die Einführung des Screening wurde mit viel Geld beworben. Eine Abschaffung würde wahrscheinlich eher lautlos vor sich gehen.

121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)18. bis 21. April 2015, Congress Center Rosengarten Mannheim

DGIM fordert Benennung unnötiger medizinische Leistungen

Wiesbaden – Nicht immer ist medizinisches Handeln am Patienten sinnvoll und notwendig. Mit diesem Hinweis veröffentlicht die US-amerikanische Ärzte-Initiative „Choosing wisely“ seit 2012 Listen mit ärztlichen Leistungen, die sich als wirkungslos oder sogar schädlich erwiesen haben. Eine ähnliche Liste veröffentlichten Schweizer Internisten im Mai 2014. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) sieht in diesen Initiativen ein Vorbild für Deutschland, um Überbehandlung zu vermeiden und damit auch Kosten zu senken. Mit einer neuen Task Force möchte die DGIM hierzulande mehr Bewusstsein für das Problem schaffen.

„Verschreiben Sie keine Antibiotika gegen Atemwegsinfekte. Wiederholen Sie eine Darmspiegelung nur alle zehn Jahre, sofern die Resultate unauffällig sind. Machen Sie kein Osteoporose-Screening bei Frauen unter 65 Jahren, wenn kein erhöhtes Risiko vorliegt.“ Dies sind drei Beispiele für medizinische Leistungen, die die amerikanische und die Schweizer Initiative infrage stellen. „Viele medizinische Eingriffe bedeuten auch eine Belastung für den Patienten“, sagt der DGIM-Vorsitzende Professor Dr. med. Michael Hallek aus Köln. „Als Ärzte ist es nicht nur unsere Pflicht zu behandeln, sondern auch Behandlungen zu unterlassen, wenn sie dem Patienten nichts nützen oder ihm sogar schaden könnten.“

Bei vielen Leistungen auf diesen Listen handelt es sich um lang etablierte Methoden, die nicht mehr dem heutigen Kenntnisstand entsprechen. Denn nicht immer handelten Ärzte nach dem neuesten Stand der Erkenntnis, sondern nutzen Methoden, die sie aus eigener Erfahrung kennen, so Hallek: „Erfahrung ist zwar extrem wichtig, doch wenn nicht regelmäßig ein Abgleich mit der medizinischen Entwicklung stattfindet, hängt veraltetes Wissen als Ballast an uns und den Patienten und bindet auch Mittel, die an anderer Stelle fehlen“, so der Internist. Problematisch sei zudem, dass das Gesundheitssystem zuweilen falsche ökonomische Anreize setze. Für das Gespräch mit dem Patienten etwa oder das bewusste Unterlassen von Behandlungen bekommt ein Arzt wenig erstattet, so der Direktor der Klinik für Innere Medizin I der Universität zu Köln: „Das Gespräch mit dem Patienten ist eine wichtige ärztliche Tätigkeit, die künftig besser honoriert werden muss, auch wenn der Arzt anschließend keine weitere Untersuchung anordnet oder kein Medikament verschreibt.“

Die neue Task Force „Unnötige Leistungen“ der DGIM will für diese Problematik sensibilisieren. „Wir müssen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass ein Zuviel an medizinischer Fürsorge ähnlichen Schaden anrichten kann, wie das Unterlassen einer nötigen Leistung“, sagt Task-Force-Leiter Professor Dr. med. Gerd Hasenfuß aus Göttingen, der ebenfalls dem Vorstand der DGIM angehört. Die amerikanischen Empfehlungen seien dafür eine sehr gute Hilfe, aber nicht ohne weiteres auf deutsche Verhältnisse übertragbar. Deswegen arbeitet die DGIM an eigenen Empfehlungen. „Ein stärkeres Bewusstsein für die Notwendigkeit medizinischer Maßnahmen kann nicht nur eine Qualitätssteigerung, sondern auch eine sinnvolle Kosteneinsparung für das Gesundheitswesen bedeuten“, betont Hallek. Im Rahmen der Eröffnungs-Pressekonferenz am Samstag, den 18. April 2015 anlässlich des 121. Internistenkongresses in Mannheim diskutieren Experten die Initiative „Choosing wisely“ aus der Perspektive verschiedener internistischer Fachbereiche.

Terminhinweise:

Plenarvortrag „Die ärztliche Kunst des Seinlassens“
Referent: Prof. Giovanni Maio, Freiburg
Termin: Samstag, 18. April 2015, 11.45 bis 12.15 Uhr
Ort: Congress Center Rosengarten, Mannheim, Saal 4
Adresse: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim
 
Klinisches Symposium „Choosing Wisely – Klug Entscheiden“
Vorsitz: Prof. Michael Hallek, Köln
Termin: Sonntag, 19. April 2015, 10.00 bis 11.30 Uhr
Ort: Congress Center Rosengarten, Mannheim, Saal 4
Adresse: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

Semantische Suchmaschinen

Pressemitteilung

Rasantes Wachstum für Cognitive Computing

  • 13 Milliarden Euro Umsatz weltweit bis zum Jahr 2020
  • BITKOM veröffentlicht Publikation zu Chancen und Einsatzgebieten
  • Cognitive Computing wichtiges Thema beim Big Data Summit am 25. Februar in Hanau

Berlin, 18. Februar 2015 – Cognitive Computing entwickelt sich zu einem eigenständigen Marktsegment mit hohen Wachstumsraten. Nach Prognosen des Digitalverbands BITKOM wird der weltweite Umsatz mit Hardware, Software und Services rund um Cognitive Computing im Jahr 2015 rund 980 Millionen Euro betragen. Bis zum Jahr 2020 soll dieser Markt auf ein Volumen von 13 Milliarden Euro anwachsen. Cognitive Computing beschreibt selbstlernende IT-Systeme, die in Echtzeit mit Menschen und anderen Computersystemen kommunizieren, sich an frühere Interaktionen erinnern und eigenständig Schlüsse ziehen können. Dabei berücksichtigen sie ihr Umfeld und verarbeiten in hoher Geschwindigkeit große Datenmengen aus unterschiedlichsten Quellen. „Cognitive Computing bringt die Technik einen weiteren Schritt näher an den Menschen, weil sie ihn bei seinen Entscheidungen in zahlreichen Lebens- und Arbeitsbereichen unterstützt“, sagt Dr. Mathias Weber, BITKOM-Bereichsleiter IT-Services. So können kognitive Assistenten zum Beispiel in der Forschung, bei der Klärung von Rechtsfragen oder in der hochautomatisierten Produktion helfen.

Einer breiten Öffentlichkeit wurden die Möglichkeiten des Cognitive Computing – jenseits von Science Fiction – erstmals durch die Leistungen des IBM Computersystems „Watson“ im Jahr 2011 bekannt. Der Maschine war es gelungen, bei der Quizsendung Jeopardy! im US-Fernsehen gegen zwei Top-Spieler zu gewinnen. Die Teilnehmer müssen bei dem Ratespiel innerhalb weniger Sekunden eine komplexe Aufgabe lösen, die in der Regel mehrdeutig formuliert ist und bei der verschiedene Informationen miteinander verknüpft werden müssen. „Den Herausforderungen des Quizspiels wurde das Cognitive-Computing-System gerecht, indem es auf massiv paralleler Hardware Hypothesen entwickeln und bewerten konnte. Dabei kamen zahlreiche Technologien der künstlichen Intelligenz zum Einsatz“, sagt Weber. „Nach diesem Erfolg wurden immer mehr kognitive Anwendungen für die Praxis entwickelt.“ So gibt es mit Apples Siri, Samsung S Voice und Google Now zum Beispiel Sprachassistenten für Smartphones. Kognitive Systeme können aber auch in der medizinischen Diagnostik, in Call- und Service-Centern, bei Investitionsentscheidungen oder in der Politik bei der Gesetzesfolgenabschätzung eingesetzt werden.

Der BITKOM hat zum Cognitive Computing den Leitfaden „Kognitive Maschinen – Meilenstein in der Wissensarbeit“ veröffentlicht. Die Publikation richtet sich an Unternehmen und beschreibt neben den technischen Grundlagen und möglichen Einsatzgebieten auch die Herausforderungen der Technologie für die Arbeitswelt. Der Leitfaden steht zum Download kostenlos zur Verfügung unter: http://www.bitkom.org/de/publikationen/38337_81470.aspx

Cognitive Computing ist auch ein wichtiges Thema beim Big Data Summit am 25. Februar in Hanau. Unter dem Motto „Big Data – Einsatzerfahrungen, Entscheidungsprozesse, Effekte“ diskutieren Entscheider von Global Playern und Start-ups sowie Vertreter aus Wissenschaft und Politik über den Einsatz von Big Data Analytics. Schirmherr ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Neben den Keynotes erwarten die Teilnehmer Branchen-Sessions zu Big Data in den Bereichen Automotive, Banken & Finanzdienstleistungen, Fertigungsindustrie, Intelligente Infrastrukturen sowie Telekommunikation. In zwei interaktiven Sessions geht es um „Cognitive Computing“ und „Big Data for Social Good”.

Der Big Data Summit ist offen für interessierte Fachbesucher aus allen Branchen. Tickets sowie das komplette Programm gibt es unter: http://www.bitkom-bigdata.de

Hinweis zur Methodik: Die Angaben zum weltweiten Markt für Cognitive Computing basieren auf Analysen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Crisp Research für den BITKOM.

Leitfaden zum Download

Anmerkung d. Redaktion:

ZEIT WISSENEinen interessanten Artikel zu diesme Thema gibt es in der neuen Ausgabe von „ZEIT WISSEN“.

In Kürze folgt hier ein Artikel über Smart Data und Patientendatenschutz.

Cocs sind die Zukunft nach den Apps

Cocs sind die Zukunft nach den Apps

Impfmüdigkeit birgt Gefahren für Kinder

Nicht nur in den USA macht sich eine Impfmüdigkeit breit, sondern auch in Deutschland.  Immer mehr Kinder werden nicht geimpft, weil ihre Eltern dies entweder für unnötig halten oder gar ablehnen. In den USA ist die Diskussion „Freiheit vs Impfpflicht“ aktuell in vollem Gang. Leidtragende sind leider auch Kinder, die nicht geimpft werden können, weil ihr Gesundheitszustand das nicht zulässt. Unverhohlen geben manche Eltern zu, dass sie das völlig kalt lässt. Ihre Familie ist das, was für sie zählt.

Die Krautreporter berichten über einen Zusammenhang zwischen Verschwörungstheoretikern, Impfmüdigkeit und Ablehnung der Gentechnik.
Das ist schon eine seltsame Korrelation.