Schwer verlaufende Durchfallerkrankungen nehmen bei älteren Menschen zu

Ältere Menschen besonders gefährdet
DGVS-Studie: Schwer verlaufende Durchfallerkrankungen nehmen zu

Berlin – In Deutschland steigt die Zahl schwerer Darminfektionen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen und tödlich enden können. So wurden im Jahr 2000 etwa 128 000 Menschen wegen einer Durchfallerkrankung stationär aufgenommen, 2011 waren es mit rund 282 000 Patienten mehr als doppelt so viele. Dies berichtet die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in der in der aktuellen Ausgabe der „Zeitschrift für Gastroenterologie“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart). Besonders stark zugenommen haben demnach Infektionen mit dem Erreger Clostridium difficile, der sich nach der Einnahme von Antibiotika im Darm ausbreiten kann.  Vor allem ältere Menschen seien hiervon betroffen, so die Experten.

„Clostridium difficile-Bakterien sind in der Umwelt weit verbreitet und kommen auch bei vielen Gesunden im Darm vor“, erklärt Studienautor Professor Dr. med. Markus Lerch, Direktor der Klinik für Innere Medizin A an der Universitätsmedizin Greifswald und Präsident der DGVS. Stören Antibiotika das Gleichgewicht der gesunden Darmflora, also die Besiedlung der Darmschleimhaut mit schützenden Mikroorganismen, kann sich der Erreger ungehindert vermehren. Gefährlich sind die Bakterien durch ihre Gifte: Die Toxine lähmen die Darmwand und führen im schlimmsten Fall zu einer ballonartigen Ausweitung des Dickdarms, einem „toxischen Megacolon“.

Wie die Forscher der DGVS unter Federführung von Frau Privatdozentin Dr. med. Petra Lynen Jansen anhand von Daten des Statistischen Bundesamtes ermittelten, ist die Zahl der Patienten, die wegen einer Clostridium difficile-Infektion in die Klinik kamen, deutlich gestiegen. Während es im Jahr 2000 noch rund 1 300 waren, nahmen deutsche Kliniken 2011 knapp 28 200 Erkrankte auf. „Diese Daten sind alarmierend und ermahnen uns einmal mehr dazu, Antibiotika sehr gezielt einzusetzen“, sagt Professor Dr. med Ansgar Lohse, Direktor der 1. Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf. 15 bis 20 Prozent der Antibiotika-assoziierten Durchfallerkrankung würden durch Clostridium difficile verursacht.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Großteil der Sterbefälle, die Kliniken im Zusammenhang mit Magen-Darm-Infektionen registrieren, auf Infektionen mit diesem Bakterium zurückgehen. „2011 verstarben insgesamt 4 152 Patienten im Krankenhaus im Zusammenhang mit gastrointestinalen Infektionen“, so Lerch. „Ausgehend von Mortalitätsraten aus den USA gehen wir davon aus, dass in Deutschland jährlich mindestens 2 000 Menschen mit Clostridium difficile-Infektionen sterben“.

Doch nicht allein Erkrankungen mit Clostridium difficile nehmen zu. Wie die Analyse – unter anderem auch von Daten des Robert Koch-Instituts – ergab, steigt auch die Zahl der Infektionen mit Noroviren, Rotaviren, Campylobacter- und E. coli-Bakterien. „Durch Infektionen im Magen-Darmtrakt sind vor allem ältere Menschen gefährdet“, berichtet Mitautor Professor Dr. med. Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Jena. So waren etwa bei den Clostridium difficile-Infektionen mehr als 80 Prozent der Patienten über 65 Jahre. Aber auch bei den virusbedingten Darminfekten, bei denen Kinder noch die größte Patientengruppe ausmachen, nimmt der Anteil älterer Patienten zu. „Wir gehen davon aus, dass sich mit der demographischen Entwicklung die Problematik von Darminfektionen weiter verschärfen wird“, meint Stallmach.

Mit über einer halben Million in Kliniken behandelten Erkrankungsfällen im Jahr gehören Magen-Darm-Infektionen schon heute zu den häufigsten Infektionen in Deutschland. „Um der wachsenden Aufgabe zu begegnen, müssen wir die Aus- und Weiterbildung von Gastroenterologen auf dem Gebiet der Infektiologie verbessern“, betont DGVS-Präsident Lerch.

Quelle:
Entwicklung infektiöser Durchfallerkrankungen zwischen den Jahren 2000 und 2012
P. Lynen Jansen, A. Stallmach, A. W. Lohse, M. M. Lerch
Z Gastroenterol 2014; 52: 549–557

Warum Stress am Arbeitsplatz krank macht

Depressionen und Herzinfarkt:

Warum Stress am Arbeitsplatz krank macht

Notausgang 2fzm, Stuttgart, Juli 2014 – Hohe Anforderungen, permanenter Zeitdruck und geringe Kontrollmöglichkeiten, eine nicht angemessene Belohnung und keine Aussicht auf Beförderung. Das alles kann Arbeiter und Angestellte krank machen. So steigert Arbeitsstress das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, um 40 Prozent, das Risiko, eine Depression zu entwickeln, sogar um 80 Prozent, warnt ein Experte in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2014).

Arbeitsstress ist ein Alltagsbegriff, dessen Auswirkungen auf die Gesundheit kaum fassbar erscheinen. Wissenschaftler haben in den letzten Jahren jedoch Fragebögen entwickelt, mit denen sie potenziell gesundheitsgefährdenden Stress erkennen und bewerten können. „Arbeitsstress ist messbar“, schreibt Professor Peter Angerer, Leiter des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, und nennt gleich drei Arten, wie Arbeitsstress die Menschen krank macht. Das „Job Strain“-Modell vergleicht die Anforderungen am Arbeitsplatz mit den Möglichkeiten des Arbeiters sie zu erfüllen. Wenn Zeit- und Handlungsspielräume und Lerngelegenheiten fehlen, kann die Arbeit schnell über den Kopf wachsen, was auf Dauer krank macht. „Diese Konstellation findet sich häufig bei Beschäftigten mit gering qualifizierter Industriearbeit, etwa Fließbandarbeit in hohem Tempo“, schreibt Angerer. Aber auch einfache immer gleiche Bürotätigkeiten könnten krank machen, wenn die Anforderungen zu hoch geschraubt werden. Ein 11-Punkte-Fragebogen zeigt den Forschern, ob die Gesundheit eines Arbeiters oder Angestellten gefährdet ist.

Unter Belohnungs- oder Gratifikationskrisen leiden Menschen, die für ihre berufliche Karriere Vorleistungen erbracht haben und sich gegen Konkurrenten durchsetzen wollen. Wenn der Erfolg ausbleibt, neigen viele zu einem ungesunden Überengagement. „Stresstheoretisch stehen enttäuschte Erwartungen sozialer Belohnungen im Zentrum“, erläutert der Experte. Auch dies ist mittlerweile mit einem Fragebogen messbar.

Der dritte Stressor entsteht durch Willkür und nicht korrekte Umgangsformen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern. Auch ein Mangel an Fairness und Respekt im Umgang miteinander ist ungesund. Arbeitsmediziner bezeichnen dies als mangelnde Organisationsgerechtigkeit, die sie ebenfalls mit einem Fragebogen erfassen können.

In den letzten Jahren haben Arbeitsmediziner die Fragebögen genutzt, um die Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit zu messen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass Arbeitsstress das Risiko auf Depressionen um 80 Prozent und das Risiko auf einen Herzinfarkt um 40 Prozent steigert. Für die Depressionen sei dies noch eine zurückhaltende Schätzung, so Professor Angerer. Die wissenschaftliche Befundlage sei „robust“. Für Arbeitsstress als Ursache spreche die Übereinstimmung der Ergebnisse in verschiedenen Studien und eine „Dosis-Wirkungsbeziehung“: Je stärker der Stress ist und je länger er anhält, desto höher ist das Risiko von Depressionen. Die Lebensgeschichte der Arbeiter und die Persönlichkeit haben nach Einschätzung des Experten zwar einen gewissen Einfluss: „Auf Dauer können sie den Effekt gefährdender Arbeitsbedingungen nicht wesentlich abschwächen“, warnt er. Die Belastungen können sogar so hoch sein, dass es für den Arbeiter im Einzelfall gesünder sein kann, den Job zu kündigen. Arbeitslosigkeit beeinflusse die psychische Gesundheit zwar negativ, die Beschäftigung in hochgradig belastenden Berufen könne jedoch noch ungesünder sein. Dies hat laut Professor Angerer eine Studie aus Australien ergeben.

Auch die schädliche Wirkung auf Herz- und Kreislauf ist gut untersucht. Professor Angerer sieht zwei „Stressachsen“. Über das sympathische Nervensystem werden Adrenalin und Noradrenalin, sogenannte Katecholamine, freigesetzt. Messbar ist dies an einer verminderten Herzfrequenzvariabilität: Der Herzschlag bleibt so auch bei Entlastung und Entspannung erhöht. Gleichzeitig schüttet die Nebenniere vermehrt Cortisol aus, was mit einem morgendlichen Speicheltest gemessen werden kann. Arbeiter mit erhöhten Werten in den Tests haben ein erhöhtes Risiko auf einen hohen Blutdruck sowie auf Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Arbeitsstress ist für Professor Angerer vermeidbar. „Arbeitsbedingungen im Unternehmen sind grundsätzlich modifizierbar und ein günstigeres Verhalten im Umgang mit Belastungen lässt sich erlernen“, schreibt der Arbeitsmediziner. Betriebsärzte und Personalverantwortliche sollten hier zusammenarbeiten. Eine Stressvermeidung käme dem Betrieb und auch der Gesellschaft zugute. Denn so Professor Angerer: „Gut belegt ist, dass sich der Anteil psychischer Diagnosen an Fehlzeiten und Frühberentungen im letzten Jahrzehnt stark erhöht hat.“

P. Angerer et al.:
Stress: Psychosoziale Arbeitsbelastung und Risiken für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Depression
DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2014; 139 (24); S. 1315-1320

Neue Leitsätze für die Kennzeichnung von Fleischprodukten

Pressemitteilung – Thema: Lebensmittelbuchkommission

Wegen Schweige-Pflicht: foodwatch lehnt Mitarbeit bei Erarbeitung von Leitsätzen der Lebensmittelbuchkommission ab

Berlin, 7. Juli  2014. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat eine Einladung der Deutschen Lebensmittelbuchkommission abgelehnt, sich an der Erarbeitung neuer Leitsätze für die Kennzeichnung von Fleischprodukten zu beteiligen. Grund dafür: Die Kommission hatte Verschwiegenheit über die Diskussion zur Voraussetzung für eine Mitwirkung gemacht. foodwatch fordert jedoch Transparenz über die Diskussionen in der Lebensmittelbuchkommission.

„Für die Entwicklung verbraucherfreundlicher Leitsätze ist ein für alle Verbraucher nachvollziehbares Verfahren essentiell. Was alle betrifft, müssen auch alle erfahren dürfen – und wenn am Ende Klarheit für die Verbraucher geschaffen werden soll, dann gibt es auch keinen Grund für eine Debatte im Geheimen“, erklärte foodwatch-Sprecher Martin Rücker.

Die Geschäftsstelle der Deutschen Lebensmittelbuchkommission hatte foodwatch neben anderen Verbänden am 28. Mai dieses Jahres angeschrieben und um eine Kommentierung von geplanten Änderungen der „Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse“ gebeten. An foodwatch übermittelt wurde eine Beschlussempfehlung, die bereits von den Fachausschüssen der Kommission verabschiedet worden war. Die Mitwirkung der Verbände sollte unter folgender Maßgabe erfolgen, wie die Geschäftsstelle in ihrer E-Mail mitteilte: „Die Verwendung dieser Leitsatzempfehlung oder von Auszügen daraus in Gutachten, Stellungnahmen, Vorträgen oder in der Fachpresse ist nicht zulässig.“

Bei den Leitsätzen handelt es sich um die Festlegung gängiger Lebensmittelbezeichnungen und Herstellungsweisen. foodwatch und andere hatten immer wieder kritisiert, dass die Kommission dabei auch irreführende Kennzeichnungspraktiken legitimiere. So entschied sie beispielsweise, dass „Alaska-Seelachs“ keinen Lachs und Himbeertee keine Himbeeren enthalten muss.

foodwatch hat sich bei diesen alle Verbraucher betreffenden Festlegungen dafür ausgesprochen, dass die Diskussion transparent und öffentlich erfolgen müsse. Die Lebensmittelbuchkommission tagt hinter verschlossenen Türen. Die Abstimmungsmodalitäten sehen vor, dass eine Entscheidung gegen die Stimmen der aus der Lebensmittelwirtschaft stammenden Kommissionsmitglieder nicht zustande kommen kann. Eine Beteiligung unter der Maßgabe der Verschwiegenheit ist für die Verbraucherorganisation daher inakzeptabel.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat die Lebensmittelbuchkommission vor einigen Monaten grundsätzlich auf den Prüfstand gestellt und eine umfangreiche Evaluierung ihrer Arbeit in Auftrag gegeben. foodwatch fordert, die Deutsche Lebensmittelbuchkommission ganz abzuschaffen und Leitsätze stattdessen in einem demokratischen Verfahren, in dem die Erwartungen der Verbraucher maßgeblich sind für die Entscheidung über Produktbezeichnungen und Kennzeichnungen.

Link:
E-Mail-Aktion von foodwatch  zur Abschaffung des Geheim-Gremiums Lebensmittelbuchkommission: www.foodwatch.de/aktion-lebensmittelbuch

Hintergrund:
– Hintergrundinformationen zur foodwatch-Kritik an der Lebensmittelbuchkommission: bit.ly/1iXJ9dn
– Interview mit foodwatch im Rahmen der Evaluation der Lebensmittelbuchkommission im Auftrag des Bundesernährungsministeriums: bit.ly/1slHOh2

Immer mehr Menschen erkranken bereits im Kindes- und Jugendalter an Diabetes.

Immer mehr Kinder in den USA erkranken an Diabetes
Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert frühe Prävention in Schule und Kindergarten

Berlin – Immer mehr Menschen erkranken bereits im Kindes- und Jugendalter an Diabetes. Dies sind hauptsächlich Kinder mit Typ-1-Diabetes infolge einer Autoimmunerkrankung. Jedoch dürfte auch die Zahl der Kinder steigen, die aufgrund von Fettleibigkeit und Bewegungsmangel einen Typ-2-Diabetes entwickeln, warnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Die Befürchtung der Fachgesellschaft gründet sich auf aktuelle Trends in den USA. Dort ist die Zahl der Erkrankungen an Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen einer neuen Studie zufolge innerhalb von nur acht Jahren um 31 Prozent gestiegen. „Um eine solche Entwicklung in Deutschland zu verhindern, brauchen wir mehr frühe Prävention schon in Kindergarten und Schule“, erklärt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG.

Diese alarmierenden Zahlen berichtete die Studiengruppe SEARCH for Diabetes in Youth jüngst im Journal of the American Medical Association (JAMA). Die Wissenschaftler hatten die Häufigkeit für den Typ-2-Diabetes in den USA bei Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 19 Jahren für die Jahre 2001 bis 2009 untersucht. „Bewegungsmangel und Fehlernährung führen dazu, dass immer mehr Kinder fettleibig sind – und damit Gefahr laufen, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken“, erläutert Professor Dr. med. Thomas Danne, Kinderdiabetologe und Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes Hilfe. Zwar ist dies in Deutschland derzeit nur selten der Fall, die Zahl der kindlichen Neuerkrankungen liegt bei etwa 200 pro Jahr. „Die Zahl könnte jedoch drastisch steigen, wenn sich die Trends in Deutschland in die gleiche Richtung entwickeln wie in den USA“, betont Danne. Hinweise darauf gibt es bereits – der Anteil der fettleibigen Kinder hat sich hierzulande von 1985 bis 2009 verdoppelt.

„Alle Kinder, die sich zu wenig bewegen und stark übergewichtig sind, laufen Gefahr, an Diabetes Typ 2 zu erkranken“, so Siegel. Eine detaillierte Auswertung der JAMA-Autoren zeigt, dass sich der größte Anstieg in den USA bei benachteiligten Minoritäten (Indianer, Schwarze) und Migranten (Hispanics) ereignete, während die Amerikaner europäischer Herkunft seltener erkranken. „Dies könnte unter Umständen damit zusammenhängen, dass in diesen Gruppen das Problembewusstsein für die Risikofaktoren geringer ausgeprägt ist“, so Danne. „Die Eltern sind stolz, ihren Kindern genügend Nahrung bieten zu können und freuen sich, wenn sie ‚wohlgenährt‘ sind.“

Um einer solchen Entwicklung wie in den USA vorzubeugen, ist nach Ansicht der DDG-Experten frühe Prävention schon in Kindergarten und Schule notwendig. „Wichtig wären jeden Tag eine Stunde Sport und kostenlose Wasserspender, um den Konsum zuckerhaltiger Softdrinks zu verringern“, erklärt DDG-Geschäftsführer Dr. Dietrich Garlichs. „Zugleich sollten wir – wie andere Länder auch – eine Zucker-Fett-Steuer auf ungesunde Lebensmittel einführen und andere Nahrungsmittel steuerlich entlasten, um eine gesunde Ernährung für die gesamte Bevölkerung zu erleichtern.“

Auch beim Typ-1-Diabetes verzeichnet die aktuelle US-Studie bei Kindern im Alter von 0 bis 19 Jahren für den untersuchten Zeitraum eine deutliche Zunahme um 21 Prozent. „Einen Anstieg beim kindlichen Typ-1-Diabetes bemerken wir seit längerem auch in Deutschland“, erläutert Professor Dr. med. Andreas Fritsche, Diabetologe an der Universität Tübingen. „Es wird erwartet, dass die Krankheitshäufigkeit von Typ-1-Diabetes bei Kindern unter fünfzehn Jahren bis zum Jahr 2020 um 70 Prozent steigen wird.“

Damit erkrankt in Deutschland mittlerweile eines von 800 Kindern am Typ-1-Diabetes. Derzeit gibt es etwa 30 500 Typ-1-Diabetespatienten im Alter von unter zwanzig Jahren. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Erkrankung meistens in den ersten beiden Lebensjahren mit der Bildung von Antikörpern gegen jene Zellen beginnt, die das Hormon Insulin in der Bauchspeicheldrüse bilden. „Die genauen Gründe für die Attacke des Immunsystems gegen den eigenen Körper sind trotz intensiver Forschung weiterhin unklar“, so Fritsche.

Quellen:
JAMA 2014;311:1778-1786
http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1866098
Diabetes Gesundheitsbericht 2014
Diabetes bei Kindern und Jugendlichen
http://www.diabetesde.org/fileadmin/users/Patientenseite/PDFs_und_TEXTE/Infomaterial/Gesundheitsbericht_2014_kl.pdf

Arzt-Patienten Seminar am 12. Juli 2014 zu Diagnostik, Therapie und die richtige Vorsorge

Neue Erkenntnisse im Umgang mit Chronischen Leberkrankheiten

Uni-Klinik Freiburg: Arzt-Patienten Seminar am 12. Juli 2014 zu Diagnostik, Therapie und die
richtige Vorsorge

Die optimale Betreuung von leberkranken Patienten erfordert eine enge
Zusammenarbeit zwischen Patientinnen und Patienten, niedergelassenen Ärzten
und Kliniken. Vor diesem Hintergrund findet am Samstag, den 12. Juli, von
9.15 Uhr bis 12.30 Uhr im „Großen Hörsaal“ der Klinik für Innere Medizin
des Universitätsklinikums Freiburg ein Arzt-Patienten Seminar zum Thema
Chronische Leberkrankheiten statt. Das Seminar soll alle interessierten
Ärzte, Patienten und Angehörige über neue Entwicklungen in Diagnostik,
Therapie und Vorsorge informieren. Es werden zudem verschiedene
Selbsthilfegruppen teilnehmen.

Die thematischen Schwerpunkte des Seminars liegen auf der Therapie
chronischer Hepatitis B, der Therapie chronischer Hepatitis C,
Leberzirrhose und autoimmunen Leberkrankheiten. PD Dr. Christoph
Neumann-Haefelin, Prof. Dr. Jens Rasenack und Prof. Dr. Robert Thimme von
der Klinik für Innere Medizin II (Leberzentrum) des Universitätsklinikums
Freiburg sowie Prof. Dr. Marcus Schuchmann vom Klinikum Konstanz sind die
Referenten des Seminars und stehen für Fragen zur Verfügung.

In der Diagnostik und Behandlung chronischer Leberkrankheiten hat es in den
letzten Jahren große Fortschritte gegeben: Die Hepatitis B lässt sich
einfach und erfolgreich mit Medikamenten behandeln. Für die Behandlung der
Hepatitis C wurden neue antivirale, interferonfreie Therapien zugelassen,
die bei der großen Mehrheit der Patienten zur Ausheilung der Infektion
führen. Die Autoimmunhepatitis und die primär biliäre Zirrhose können
frühzeitig diagnostiziert werden, so dass bei rechtzeitig einsetzender
Behandlung Spätfolgen vermieden werden können. Die Leberzirrhose ist das
Endstadium verschiedener Leberkrankheiten. Durch die konsequente Therapie
der Grunderkrankung und der Komplikationen kann über lange Zeit eine gute
Lebensqualität erreicht werden.

Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich. Der Weg zum Hörsaal ist ausgeschildert.

Wie blendet das Gehirn Störungen aus?

Berlin, 02.07.2014 Wie schafft es unser Gehirn, Störreize zu ignorieren und aus einer Vielzahl an Informationen die relevanten herauszufiltern? Dieser Frage sind zwei Neurowissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Tübingen in einer experimentellen Studie nachgegangen. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Neuron* veröffentlicht.

Täglich ist unser Gehirn einer Flut von wichtigen und unwichtigen Reizen ausgesetzt. Dennoch sind wir in der Lage, aus der Masse an Informationen, diejenigen herauszufiltern, die für uns relevant sind. Welche Mechanismen diesen Filterungsprozessen zugrunde liegen, haben Dr. Simon Jacob von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte und Prof. Dr. Andreas Nieder von der Fakultät für Biologie der Eberhard Karls Universität Tübingen an Rhesusaffen untersucht. Die Tiere sollten sich eine bestimmte Anzahl an Punkten in einem Musterbild merken. In einer sich anschließenden Gedächtnisphase wurde ein Störreiz gezeigt. Danach sollten sie das Musterbild wiedererkennen.

Während die Rhesusaffen die Aufgabe durchführten, wurde die elektrische Aktivität einzelner Nervenzellen im Stirnlappen und im Scheitellappen gemessen, zwei für das Arbeitsgedächtnis wesentliche Regionen im Großhirn. Der Stirnlappen ist Sitz komplexer kognitiver Funktionen, während der Scheitellappen unter anderem eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung sensorischer Informationen spielt. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Nervenzellen im Stirnlappen zwar durch den Störreiz aktiviert werden, nach Ausschalten des störenden Reizes jedoch wieder das im Gedächtnis gespeicherte Musterbild darstellen. Demgegenüber wurden die Nervenzellen im Scheitellappen durch den Störreiz überhaupt nicht aktiviert.

„Die Studie hilft zu erklären, warum das Arbeitsgedächtnis bei vielen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen gestört ist“, sagt Dr. Jacob von der Charité. Weiterhin erklärt er: »Verschiedene Hirnareale scheinen bei der Ausblendung eines störenden Reizes unterschiedliche Strategien zu verwenden. Während Nervenzellen im Scheitellappen den Störreiz einfach unterdrücken, lassen sich die Zellen im Stirnlappen kurzzeitig ablenken, um aber sofort danach die eigentlich wichtige Gedächtnisinformation wieder herzustellen.« Prof. Nieder fügt hinzu: »Uns hat vor allem die unterschiedliche Anfälligkeit der beiden Hirnareale gegenüber Störreizen überrascht. Bisher war man davon ausgegangen, dass der Stirnlappen alle Arten von Störreizen filtert, während der Scheitellappen sensibler für Störungen ist. Unsere Ergebnisse fordern ein Umdenken hinsichtlich der Beiträge und Strategien der jeweiligen Hirnareale während Arbeitsgedächtnisaufgaben.»

*Jacob S, Nieder A. Complementary roles for primate frontal and parietal cortex in guarding working memory from distractor stimuli. Neuron. 2014 July 02.

Fertigessen und Schadstoffe können Jodversorgung gefährden

Jodtabletten sollten vor allem Schwangere immer in Absprache mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin nehmen. Zur Unterversorung und den geistigen Entwicklungsstörungen – vor allem in den USA – verkneife ich mir hier einen Kommentar.

PRESSEINFORMATION

Schwangerschaft und Stillzeit: Fertigessen und Schadstoffe gefährden Jodversorgung

Bochum – Ein erhöhter Bedarf an Jod kann während Schwangerschaft und Stillzeit schnell zu einer Unterversorgung führen. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) besteht diese Gefahr, da Fertigprodukte häufig ohne jodiertes Salz hergestellt werden. Zudem blockieren einige Umweltschadstoffe die Verwendung des lebenswichtigen Spurenelements. Die Folgen haben vor allem später die Kinder zu tragen, warnen die Hormon- und Stoffwechselexperten.

Jod ist ein Bestandteil von Schilddrüsenhormonen, die für den Aufbau des Gehirns benötigt werden. „Schon ein leichter Mangel kann geistige Entwicklungsstörungen zur Folge haben“, warnt Professor Dr. Dr. med. Dagmar Führer, Vize-Präsidentin der DGE und Direktorin der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Universitätsklinikum Essen.

Zwar habe die Einführung von Jodsalz Ende der 80er Jahre dazu geführt, dass sich die Versorgung insgesamt gebessert habe und die Weltgesundheitsorganisation Deutschland nicht mehr als ausgewiesenes Jodmangelgebiet betrachtet. „Schwere geistige Behinderungen, die früher als Kretinismus in Jodmangelgebieten verbreitet waren, gibt es heute nicht mehr“, erläutert Professor Führer. Jedoch liege die Ausscheidung von Jod im Urin, die ein Maß für die Jodversorgung ist, in Deutschland nur knapp über dem Grenzwert von 100 Mikrogramm pro Tag. „Bei dem gesteigerten Bedarf während Schwangerschaft und Stillzeit kommt es regelmäßig zu einer Unterversorgung“, so Professor Führer.

Die American Academy of Pediatrics, der Fachverband der amerikanischen Kinderärzte, schätzt, dass ein Drittel der schwangeren Amerikanerinnen eine grenzwertige Jodversorgung hat. In Deutschland dürfte die Situation ähnlich sein, vermutet DGE-Mediensprecher Professor Dr. med. Dr. h. c. Helmut Schatz, Bochum, der auf einen Trend zur Verschlechterung der Jodversorgung in Deutschland hinweist. „Seit dem Jahre 2000 droht bei uns wieder ein Jodmangel“, betont der Experte. Verantwortlich seien einerseits eine gewisse „Jodmüdigkeit“ bis hin zu einer „Jodgegnerschaft“. Hinzu kommen zu einem kleinen Teil auch Ernährungstrends wie die Verwendung von kaum jodhaltigem Meersalz oder auch Himalaya-Salz, die einen besseren Geschmack und „Naturreinheit“ versprechen. Andererseits hätten sich die Ernährungsgewohnheiten geändert. „Immer mehr Menschen greifen auf Fertigprodukte aus dem Supermarkt zurück, bei deren Herstellung häufig kein Jodsalz verwendet wird“, sagt Professor Schatz „Die global agierenden Konzerne lassen Jod weg und vermeiden dadurch Probleme, die sich aus den unterschiedlichen Vorschriften zur Jodierung in den einzelnen Ländern ergeben können.“

Die prekäre Jodzufuhr kann durch Umweltschadstoffe noch verschärft werden. Nitrate, Thiozyanate und Perchlorat werden wie das Jod über einen sogenannten Natrium-Jodid-Symporter in die Schilddrüse gepumpt. Die Konkurrenz hat zur Folge, dass trotz ausreichender Jodzufuhr zu wenig Jod in die Schilddrüse gelangt und deshalb die Hormonproduktion zurückgeht. „Nitrate stammen meist aus dem Trinkwasser, wenn dieses nicht von der in der Regel gut überwachten öffentlichen Wasserversorgung, sondern aus privaten Wasserquellen wie etwa Hausbrunnen kommt“, berichtet Professor Schatz. Die wichtigsten Thiozyanatquellen sind dem Experten zufolge aktives und passives Rauchen. Perchlorate würden industriell freigesetzt. In bestimmten Gegenden der USA wurden sie auch im Trinkwasser nachgewiesen. Über die Belastung in Deutschland gibt es noch keine genauen Erkenntnisse.

Die DGE unterstützt die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, die Schwangeren und Stillenden nach Rücksprache mit ihrem Arzt zu einer täglichen Zufuhr von etwa 250 Mikrogramm Jod rät. Da die Verwendung von Jodsalz im Haushalt in der Regel nicht ausreicht, sollten Schwangere und Stillende Jodtabletten einnehmen. „Dies gilt insbesondere für Frauen, die sich vegan ernähren und dabei auf den Verzehr von Fisch verzichten, der eine wichtige Jodquelle in der Nahrung ist“, ergänzt Vize-Präsidentin Professor Führer.

Literatur:
Positionspapier der American Academy of Pediatrics
Positionspapier der American Academy of Pediatrics

Urlaubstipp für Patienten

Auslandsreisen mit betäubungsmittelhaltigen Medikamenten:
Worauf Patienten bei der Reiseplanung achten müssen

Wer auf betäubungsmittelhaltige Arzneimittel angewiesen ist, darf diese grundsätzlich auch auf Auslandsreisen mitnehmen, um seine medizinische Versorgung sicher zu stellen. Patientinnen und Patienten müssen aber einige Regeln beachten, damit es bei der Einreise oder am Urlaubsort nicht zu Problemen mit dem Zoll oder der Polizei kommt. Darauf macht zu Beginn der Urlaubszeit die Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufmerksam.

Grundsätzlich gilt: Betäubungsmittel, die nach der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) von einem Arzt verschrieben wurden, können in einer der Dauer der Reise angemessenen Menge als persönlicher Reisebedarf für 30 Tage mitgeführt werden. Bei Reisen in Mitgliedstaaten des Schengener Abkommens ist dazu eine Bescheinigung des Arztes erforderlich. Diese Bescheinigung gemäß Artikel 75 des Schengener Abkommens muss von der zuständigen Landesgesundheitsbehörde beglaubigt werden.

Bei Reisen in andere Länder rät die Bundesopiumstelle, sich vom Arzt eine mehrsprachige Bescheinigung gemäß dem „Leitfaden für Reisende“ des INCB (International Narcotics Control Board) ausstellen zu lassen, die Angaben zu Einzel- und Tagesdosierungen, Wirkstoffbezeichnung, Wirkstoffmenge und Dauer der Reise enthält. Diese Bescheinigung ist ebenfalls von der zuständigen Landesgesundheitsbehörde zu beglaubigen und bei der Reise mitzuführen. Es bestehen jedoch keine international harmonisierten Bestimmungen für die Mitnahme von Betäubungsmitteln als medizinischer Bedarf der Reisenden. Einige Länder verlangen zusätzlich Importgenehmigungen, schränken die Menge ein oder verbieten die Mitnahme von Betäubungsmitteln sogar generell.

Um auf Auslandsreisen Probleme zu vermeiden, empfiehlt die Bundesopiumstelle, sich bereits während der Reisevorbereitung bei der jeweils zuständigen diplomatischen Vertretung des Reiselandes in Deutschland nach den geltenden rechtlichen Bestimmungen zu erkundigen.
Alle Formulare und weitere Informationen zum Reisen mit Betäubungsmitteln hat das BfArM im Internet zusammengestellt:

www.bfarm.de/reisen

One Third of Knee Replacements Classified as Inappropriate

Call for Consensus on Criteria for Patient Selection

New research reports that more than one third of total knee replacements in the U.S. were classified as “inappropriate” using a patient classification system developed and validated in Spain. The study, published in Arthritis & Rheumatology, a journal of the American College of Rheumatology (ACR), highlights the need for consensus on patient selection criteria among U.S. medical professionals treating those with the potential need of knee replacement surgery.

The Agency for Healthcare Research and Quality reports more than 600,000 knee replacements are performed in the U.S. each year. In the past 15 years, the use of total knee arthroplasty has grown significantly, with studies showing an annual volume increase of 162% in Medicare-covered knee replacement surgeries between 1991 and 2010. Some experts believe the growth is due to use of an effective procedure, while others contend there is over-use of the surgery that relies on subjective criteria.

The present study led by Dr. Daniel Riddle from the Department of Physical Therapy at Virginia Commonwealth University in Richmond, examined the criteria used to determine the appropriateness of total knee arthroplasties. “To my knowledge, ours is the first U.S. study to compare validated appropriateness criteria with actual cases of knee replacement surgery,” said Dr. Riddle.

A modified version of the appropriateness classification system developed by Escobar et al. along with the Western Ontario and McMaster Universities Arthritis Index (WOMAC) Pain and Physical Function scales were used to assess participants enrolled in the Osteoarthritis Initiative—a prospective 5-year study funded in part by the National Institutes of Health (NIH). There were 175 subjects who underwent total knee replacement surgery, and were classified as appropriate, inconclusive, or inappropriate.

The mean age of knee replacement patients was 67 years and 60% of the group was female. Analyses show that 44% of surgeries were classified as appropriate, 22% as inconclusive, and 34% deemed inappropriate. The characteristics of patients undergoing surgery were varied.

“Our finding that one third of knee replacements were inappropriate was higher than expected and linked to variation in knee pain OA severity and functional loss. These data highlight the need to develop patient selection criteria in the U.S.,” concludes Dr. Riddle.

In a related editorial, Dr. Jeffery Katz from the Orthopedic and Arthritis Center for Outcomes Research at Brigham and Women’s Hospital in Boston, Mass., writes, “I agree with Riddle and colleagues, and with Escobar and colleagues, that we should be concerned about offering total knee replacements to subjects who endorse “none” or “mild” on all items of the WOMAC pain and function scales.”

Dr. Katz also calls for an update to the criteria used to determine which patients are good candidates for total knee arthroplasty. Dr Katz’s work is supported in part by a grant from the NIH (P60AR047782).

Infoveranstaltung : Komplementärmedizinische Krebstherapie

Komplementärmedizinische Krebstherapie

Infoveranstaltung für Interessierte am 10. Juli 2014 im Hörsaal der
Universitäts-Frauenklinik Freiburg

Diagnose Krebs – was kann alternative Medizin dabei leisten? Am Donnerstag,
den 10. Juli 2014, findet um 17.00 Uhr eine Infoveranstaltung für Ärzte,
Patienten und alle Interessierten im Hörsaal der Klinik für Frauenheilkunde
am Universitätsklinikum Freiburg statt. Zwei Referenten werden Vorträge zu
komplementärmedizinischen Behandlungsverfahren bei Krebs halten.

Der externe Vortragende, Prof. Dr. Josef Beuth, Leiter des Instituts zur
wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der
Universität Köln, widmet sich der Frage „Gut durch die Krebstherapie.
Komplementärmedizinische Verfahren bei Krebs – was ist wissenschaftlich
anerkannt?“

Danach stellt PD Dr. Roman Huber, Leiter des Uni-Zentrums für
Naturheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, in seinem Vortrag mit dem
Titel „Naturheilkundeverfahren im Rahmen einer Krebstherapie am
Universitätsklinikum Freiburg“ ebenfalls einen alternativen Ansatz vor.

Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Elmar Stickeler, Ärztlicher Leiter des
Brustzentrums an der Klinik für Frauenheilkunde in Freiburg, moderiert. Sie
ist eine Kooperation des Universitätsklinikums Freiburg und der Uniklinik
Köln.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.