Patiententag Morbus Parkinson

Anlässlich des Weltparkinsontags können sich am Samstag, 13. April 2019 Interessierte über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Parkinson informieren

 Kurzvorträge und Gelegenheit für persönliche Gespräche

Jährlich findet am 11. April der Weltparkinsontag statt. Die Parkinson-Krankheit ist eine der häufigsten fortschreitenden Krankheiten des Nervensystems. Nach und nach sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Auch wenn eine Heilung bislang nicht möglich ist, lässt sich Morbus Parkinson heutzutage sehr gut behandeln. Über neue Möglichkeiten der medizinischen Versorgung können sich Patientinnen und Patienten sowie Angehörige beim Patiententag Morbus Parkinson am Samstag, 13. April 2019 im Neurozentrum des Universitätsklinikums Freiburg, Breisacher Straße 64 in Freiburg, von 10 bis 13 Uhr informieren. Neben leicht verständlichen Kurzvorträgen gibt es ausreichend Zeit für Fragen und individuelle Gespräche. Eine Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung ist nicht nötig

Von Alltagstipps bis Tiefe Hirnstimulation

„Die Parkinson-Krankheit hat in den letzten Jahren viel von ihrem Schrecken verloren. Wir verstehen die Symptome von Patienten besser und oft können wir diese lindern. Das möchten wir bei dem Patiententag vermitteln“, sagt PD Dr. Michel Rijntjes, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Neurologie und Neurophysiologie des Universitätsklinikums Freiburg.

Die Experten berichten bei der Veranstaltung über neue Diagnosemöglichkeiten, die Ergebnisse großer Bevölkerungsstudien sowie über einfache Tipps und Tricks, die im Alltag helfen können. Außerdem erläutern Ärzte des Universitätsklinikums Freiburg, welche Patienten von einer Tiefen Hirnstimulation profitieren können. Auch über eine kontinuierliche Therapie mithilfe von Medikamentenpumpen informieren die Experten.

Die Klinik für Neurologie und Neurophysiologie des Universitätsklinikums Freiburg richtet den Patiententag gemeinsam mit der Abteilung Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Freiburg und der Parkinson-Klinik Ortenau aus.

https://www.uniklinik-freiburg.de/uploads/tx_aspresse/UKF_PT_Parkinson_2019.pdf

Universitätsklinikum Freiburg präsentiert sich bei der Baby+Kind-Messe 2019

Am Messestand gibt die Pädiatrische Notfallambulanz Tipps zu Prävention und Erster Hilfe bei Kindern

Am Samstag, 30. März und am Sonntag, 31. März 2019 präsentiert sich das Universitätsklinikum Freiburg bei der Baby+Kind-Messe Freiburg (Messe Freiburg, Europaplatz 1, Messehalle 3) am Messestand 3.3.1 jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr. Experten von der Pädiatrischen Notaufnahme des Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Freiburg zeigen dort interessierten Besucherinnen und Besuchern, was zu tun ist, wenn Kinder bei einem Zeckenbiss, Fieberkrampf oder kleineren Unfällen erste Hilfe benötigen. Außerdem geben sie hilfreiche Tipps zur Prävention und erklären, wie sich gefährliche Situationen im Haushalt, auf dem Spielplatz und im Straßenverkehr vermeiden lassen.

Neben dem umfangreichen Informationsangebot am Stand wartet am Samstag, 30. März um 14 Uhr ein spannender Vortrag auf der Aktionsfläche auf die Besucher. Dr. Roland Elling, Arzt an der Klink für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, spricht über „Impfungen gegen Kinderkrankheiten: Sind sie noch zeitgemäß?“.

Weitere Infos unter: www.baby-messe.freiburg.de

Die Baby+Kind Messe informiert sowohl werdende Eltern als auch Familien an den drei Messetagen.

Zucker macht dumm und andere Ernährungsmythen

Neues Buch der Stiftung Warentest klärt auf

Zucker wird vieles vorgeworfen, aber dumm macht er nicht. Er kann sogar kurzzeitig die Aufmerksamkeit erhöhen, wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist. Solche und andere wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse finden sich in einem
neuen Buch der Stiftung Warentest

Zucker wird vieles vorgeworfen, aber dumm macht er nicht. Er kann sogar kurzzeitig die Aufmerksamkeit erhöhen, wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist. Solche und andere wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse finden sich in einem neuen Buch der Stiftung Warentest, das fast 70 weit verbreitete und gern geglaubte Mythen aus dem Ernährungskosmos aufgreift – und größtenteils entzaubert. Vitamin C hilft nicht bei Erkältung, Champignons essen oder schwarzer Tee nicht beim Abnehmen, und dass Depressionen im Darm entstehen, wurde nie bewiesen.

Essen war für die Menschheit immer schon ein großes Thema. Ging es in der Urzeit darum, überhaupt etwas in den Magen zu kriegen, ist Ernährung längst ein Merkmal, um sich von anderen abzugrenzen. Viel Halbwissen macht die Runde. Die Wissenschaftlerin Dr. Marleen Finoulst, die in Belgien am Zentrum für evidenzbasierte Medizin arbeitet (CEBAM), hat sich zusammen mit ihren Kollegen zahlreiche medienwirksame Studien herausgegriffen und ausgewertet, was tatsächlich dahintersteckt. Denn oft werden Studienergebnisse falsch wiedergegeben.

„Das Buch soll helfen, Ernährungsmythen zu entlarven und zu verstehen, was wirklich hinter den ganzen Schlagzeilen steckt“, so Lisa Frischemeier von der Stiftung Warentest. Viele Antworten aus dem Buch – etwa, dass Schokolade nicht nachweislich gegen Herzrasen hilft, dass Kaffeetrinker nicht länger leben oder dass Kurkuma nichts gegen Arthrose ausrichten kann, machen vielleicht keinen Spaß – aber schlau und vor allem aufmerksam. Dieses Buch hilft, auch zukünftige Meldungen kritisch zu hinterfragen und nicht alles zu glauben, was einem aufgetischt wird.

Zucker macht dumm und andere Ernährungsmythen hat 224 Seiten, kostet 14,90 Euro und ist ab dem 19. März erhältlich, online unter www.test.de/ernaehrungsmythen. Ebenfalls bei der Stiftung Warentest erschien im Oktober das Buch Schokolade macht schlau und andere Medizinmythen www.test.de/medizinmythen (224 Seiten, 14,90 Euro).

Der Beruf und nicht das Alter ist entscheidend

Krankheitsbedingte Fehlzeiten hängen stark vom Beruf ab

Berlin. Wie lange Beschäftigte krankheitsbedingt fehlen, ist eng verknüpft mit der beruflichen Tätigkeit. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Insti-tuts der AOK (WIdO) mit den AOK-Arbeitsunfähigkeitsdaten. So fehlten Arbeitneh-mer in den Berufen mit den höchsten Krankenständen im Jahr 2018 durchschnittlich 26,3 Tage. In den Berufen mit den niedrigsten Krankenständen waren es nur halb so viele, im Schnitt 12,8 Tage. Die geringsten Ausfallzeiten hatten mit 4,6 Tagen Beschäf-tigte in den Berufen der Hochschullehre und -forschung, die höchsten Werte hatten Beschäftigte in der Ver- und Entsorgung mit 32,5 Tagen. „Jeder Beruf beinhaltet ein spezifisches gesundheitliches Risikoprofil. Präventionsangebote im Betrieb müssen daher immer auf die jeweilige Berufsgruppe angepasst werden“, so Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

Die Analyse des WIdO zeigt, wie stark der ausgeübte Beruf sowohl den Umfang krankheitsbedingter Fehlzeiten als auch die Art der Erkrankung beeinflusst. Den Spitzenplatz bei den Krankheitstagen nahmen 2018 Berufsgrup-pen aus den Bereichen Ver- und Entsorgung mit 32,5 Fehltagen pro Jahr ein, gefolgt von den Straßen- und Tun-nelwärtern mit 31,4 Fehltagen und den Berufen in der industriellen Gießerei mit 30 Fehltagen. Diese Berufsgrup-pen haben hohe körperliche Arbeitsbelastungen (Abbildung 1). Die niedrigsten Fehlzeiten hingegen hatten im gleichen Jahr Berufe in der Hochschullehre und -forschung mit lediglich 4,6 Fehltagen, gefolgt von den Berufen in der Softwareentwicklung mit 7,7 Fehltagen.
Vergleicht man alle erwerbstätigen AOK-Mitglieder miteinander, so zeigt sich, dass die 20 Prozent der AOK-ver-sicherten Beschäftigten in den Berufen mit den höchsten Fehlzeiten an durchschnittlich 26,3 Tagen krankheits-bedingt nicht arbeiten konnten, bei den 20 Prozent mit den geringsten Fehlzeiten waren es weniger als die Hälfte – und zwar nur 12,8 Tage (Abbildung 2). Ein deutlicher Unterschied zwischen diesen extremen Quintilen, die jeweils 2,5 Millionen AOK-Mitglieder in den betroffenen Berufen umfassen, bleibt auch erhalten, wenn die Al-tersunterschiede bei den beiden extremen Quintilen statistisch ausgeglichen werden. Bei den Berufsgruppen mit den meisten krankheitsbedingten Fehlzeiten bleiben es dann immer noch 25,5 Fehltage, bei den mit den wenigs-ten sind es nur 13,6 Fehltage. Dies macht deutlich, dass die Art der beruflichen Tätigkeit die Fehlzeiten stärker als das Alter beeinflusst. „In Zeiten des Fachkräftemangels unterstützen bereits heute viele Unternehmen ihre Beschäftigten dabei, möglichst lange gesund im Betrieb zu bleiben. Hierzu sind auch altersgerechte Arbeitsbe-dingungen notwendig, die insbesondere den spezifischen Bedürfnissen älterer Beschäftigter Rechnung tragen“, so Schröder.
Wie sehr die berufsspezifischen Anforderungen die Art der Erkrankung beeinflussen, zeigt sich unter anderem beim Vergleich der Muskel-Skelett-Erkrankungen. Diese treten bei Berufen mit körperlich belastenden Tätigkei-ten besonders häufig auf. So wiesen Beschäftigte in den Berufen der Ver- und Entsorgung im Jahr 2018 durch-schnittlich 11,6 Fehltage und Straßen- und Tunnelwärter durchschnittlich 11,4 Fehltage aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen auf. Über alle Berufe hinweg sind es bei den AOK-Mitgliedern hingegen nur 5,8 Fehltage (Abbildung 3).
Überdurchschnittlich viele Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen finden sich dagegen eher in den dienstleistungsorientierten Berufen: Auffällig sind hier insbesondere die Berufe im Dialogmarketing, zu denen Beschäftigte im Callcenter gehören. Jeder Beschäftigte in diesem Beruf fehlt durchschnittlich 7,1 Tage aufgrund einer psychischen Erkrankung. Auch Berufe in der Haus- und Familienpflege und in der Altenpflege sind hohen psychischen Belastungen ausgesetzt. Hier fehlte jeder Beschäftigte im Schnitt 6,3 bzw. 6,0 Tage aufgrund einer psychischen Erkrankung. Der Durchschnitt über alle Berufe lag bei 3,0 Fehltagen.

Berufsgruppen mit hohen und niedrigen Fehlzeiten

Abbildung 1: Zehn Berufsgruppen mit den höchsten und niedrigsten Fehlzeiten je AOK-Mitglied im Jahr 2018; berücksichtigt wurden alle Berufe, deren Anzahl mindestens 0,1 % der AOK-Mitglieder aufweisen

Erkältungswelle lässt Krankenstand steigen

Insgesamt ist der Krankenstand im Jahr 2018 um 0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent angestiegen. Damit hat jeder AOK-versicherte Beschäftigte im Durchschnitt 19,9 Tage aufgrund einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbeschei-nigung im Betrieb gefehlt (2017: 19,4 Tage). Nachdem bereits 2017 eine Erkältungswelle zu beobachten war, hat die erneute Erkältungswelle Anfang des Jahres 2018 zu weiter steigenden Fehlzeiten geführt (Abbildung 5). Die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von akuten Infektionen der oberen Atemwege – hierunter fallen die Erkältungskrankheiten – stieg dabei um 10,5 Prozent (0,2 Tage) im Vergleich zum Vorjahr an Arbeitnehmer, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben, beispielsweise in einem Großraumbüro oder in sozialen Berufen, sind besonders gefährdet. Sie waren 2018 auffallend oft von akuten Erkältungskrankheiten betroffen (Abbildung 7). Callcenter-Mitarbeiter im Dialogmarketing belegen mit 4,8 erkältungsbedingten Fehlta-gen den Spitzenplatz, gefolgt von den Beschäftigten in der Kinderbetreuung und -erziehung (3,6 Fehltage).
Auch psychische Erkrankungen haben die Fehltage 2018 weiter ansteigen lassen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Fehltage um 2,7 Prozent (0,1 Tage) (Abbildung 6). Mit 26,3 Tagen je Fall dauerten psychische Er-krankungen außerdem mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,8 Tagen je Fall.
Der Analyse des WIdO liegen die Daten von knapp 14 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zugrunde, die 2018 in mehr als 1,6 Millionen Betrieben tätig waren.

Durchschnittlich mehr als doppelt so hohe Fehlzeiten bei Beschäftigten in Berufs-gruppen mit den meisten krankheitsbedingten Fehltagen

Durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitstage je AOK-Mitglied nach Quintilen: Darstellung der je-weils 20 Prozent der Beschäftigten in Berufen mit den höchsten und niedrigsten Krankenständen 2018; be-rücksichtigt wurden alle Berufe, deren Anzahl mindestens 0,1 % der AOK-Mitglieder aufweisen

Dienstleistungsorientierte Berufe führen vermehrt zu psychischen Erkrankungen

Psychische Erkrankungen nach Berufen 2018; berücksichtigt wurden alle Berufe, deren Anzahl mindestens 0,1 % der AOK-Mitglieder aufweisen

Krankenstand gestiegen

Entwicklung des Krankenstandes und der Arbeitsunfähigkeitstage pro Mitglied, AOK-Mitglieder 2008 bis 2018

Einblicke in High-Tech-Operationssaal

Jetzt anmelden für eine Führung

Führung am Samstag, 16. März 2019 durch den Operationsbereich der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg

Vom Behandeln eines geschädigten Zahns bis zur komplexen Tumoroperation: Wie chirurgische Eingriffe im Gesichtsbereich heute mithilfe modernster Operationsgeräte und digitaler Technologien geplant und umgesetzt werden, erfahren Interessierte

am Samstag, 16. März 2019 ab 10 Uhr  

bei einer Führung durch den Operationsbereich der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg.

In OP-Kittel und Schutzhaube bekommen die Besucherinnen und Besucher bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten Einblicke in die moderne Chirurgie im Gesichtsbereich. Anhand von echten Materialien aus dem OP-Alltag und praktischen Demonstrationen erklären zwei Experten der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Freiburg, wie Patienten mit den unterschiedlichsten Beschwerden individuell und auf dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt werden können. Das Operationsspektrum umfasst unter anderem Brüche im Gesichtsbereich, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Implantationen, Korrekturen von Knochenfehlstellungen und Kieferaufbauten.

Die Anmeldung erfolgt über das Online-Formular unter www.uniklinik-freiburg.de/fuehrungen und ist bis einschließlich Donnerstag, 14. März 2019 möglich. Um den Betriebsablauf nicht zu stören, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Teilnehmer eine Bestätigung per E-Mail mit allen weiteren Informationen wie dem genauen Treffpunkt. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Den Blutdruck zu senken ist gesund! Oder?

Neue Erkenntnisse zum Blutdruck im Alter

Berlin, 07.03.2019 Bislang haben Mediziner angenommen, dass es für ältere Menschen gesünder ist, wenn ihr Blutdruck auf unter 140/90 mmHg eingestellt wird. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben jetzt festgestellt, dass diese Annahme nicht für alle Bluthochdruckpatienten gilt. Im Gegenteil: Bei Menschen, die älter als 80 Jahre sind oder die bereits einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatten, steigt das Sterberisiko sogar. Veröffentlicht wurde die Studie jetzt im European Heart Journal*.

Etwa 70 bis 80 Prozent der über 70-Jährigen haben einen erhöhten Blutdruck, der langfristig lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen kann. Bei der Entscheidung, ob und wie Ärztinnen und Ärzte Menschen mit Bluthochdruck behandeln, richten sie sich nach den Empfehlungen der Fachgesellschaften. Laut den europäischen Leitlinien soll der Blutdruck bei über 65-Jährigen auf unter 140/90 mmHg eingestellt werden, um sie vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen. Diese Zielwerte gelten auch für über 80-Jährige, bei ihnen sind jedoch verstärkt individuelle Faktoren wie Begleiterkrankungen zu berücksichtigen. Die US-amerikanischen Fachgesellschaften empfehlen für alle Bluthochdruckpatienten, die älter sind als 65 Jahre, sogar eine Einstellung des Blutdrucks auf unter 130/80 mmHg. Welche Zielwerte nun tatsächlich für die Behandlung älterer Menschen mit Bluthochdruck die besten sind, ist Gegenstand einer aktuellen wissenschaftlichen Debatte. 

In einer Beobachtungsstudie konnten Forschende der Charité jetzt zeigen, dass die medikamentöse Senkung des Blutdrucks auf unter 140/90 mmHg – und insbesondere auf unter 130/90 mmHg – nicht grundsätzlich eine schützende Wirkung hat. Grundlage der Analyse sind epidemiologische Daten von mehr als 1.600 Frauen und Männern, die zu Beginn der Studie im Jahr 2009 mindestens 70 Jahre alt waren und unter blutdrucksenkender Behandlung standen. Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler feststellten, hatten bei den über 80-Jährigen diejenigen, deren Blutdruck bei unter 140/90 mmHg lag, ein um 40 Prozent höheres Sterberisiko als diejenigen, deren Blutdruck mehr als 140/90 mmHg betrug. Eine ähnliche Beobachtung machte die Forschungsgruppe bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Studie, die in der Vergangenheit einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten hatten: Bei denjenigen, deren Blutdruck bei unter 140/90 mmHg lag, stieg das Sterberisiko sogar um 61 Prozent im Vergleich zu denjenigen, deren Blutdruck trotz der medikamentösen Behandlung oberhalb dieses Grenzwertes blieb. „Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass die Behandlung eines erhöhten Blutdrucks bei diesen Patientengruppen individuell angepasst werden sollte“, erklärt Dr. Antonios Douros vom Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité. Der Erstautor der Studie betont: „Wir sollten davon abkommen, die Empfehlungen der Fachgesellschaften pauschal bei allen Patientengruppen anzuwenden.“ 

Erfasst wurden die epidemiologischen Daten im Rahmen der „Berliner Initiative Studie“, die von Prof. Dr. Elke Schäffner, Stellvertretende Direktorin des Instituts für Public Health der Charité, geleitet wird. Ihr Team befragte die Studienteilnehmer alle zwei Jahre zu ihren Erkrankungen und Medikamenten, maß Blutdruck und Nierenfunktion und analysierte Blut und Urin. Nach sechs Jahren untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit statistischen Methoden, inwiefern der zu Beginn gemessene Blutdruck mit dem Tod in Zusammenhang stand. Dabei wurden auch Einflussfaktoren wie Geschlecht, Body-Mass-Index, Raucherstatus, Alkoholkonsum, Diabetes und die Anzahl der blutdrucksenkenden Mittel berücksichtigt. „Als nächstes wollen wir untersuchen, welche Patientengruppen von einer Blutdrucksenkung tatsächlich profitieren“, erklärt Prof. Schäffner.

*Douros A et al., Control of blood pressure and risk of mortality in a cohort of older adults: the Berlin Initiative Study. Eur Heart J. 2019 Feb 25. doi: 10.1093/eurheartj/ehz071.

Berliner Initiative Studie
In der Berliner Initiative Studie (BIS) wird seit 2009 die Entwicklung der Nierenfunktion von rund 2.000 älteren Patientinnen und Patienten beobachtet. Ziel ist es, die medizinische Situation und Versorgung von über 70-Jährigen mit chronischer Niereninsuffizienz zu verbessern. Die BIS ist am Institut für Public Health der Charité angegliedert und wird von Prof. Dr. Elke Schäffner geleitet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie sind bei der AOK Nordost versichert. An der Durchführung der Studie sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Klinik für Nephrologie an den Charité-Standorten Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin, des Vivantes Klinikums im Friedrichshain und des Instituts für Klinische Epidemiologie und angewandte Biometrie des Universitätsklinikums Tübingen beteiligt. 

Die besten Übungen für schmerzfreie Gelenke

Das Arthrose-Selbsthilfe Buch

Dieses Buch wird seinem Titel wirklich gerecht. Die Übungen und Informationen sind durchweg nachvollziehbar und können zu Hause gut umgesetzt werden.

Um die Übungen auszuführen, muss man keine teuren Geräte kaufen. Mitunter genügt ein Kissen oder einfach nur die Wand im Zimmer.

Es nicht wichtig, dass man das ganze Buch zunächst liest, um dann mit den einzelnen Übungen anzufangen. Es genügt, wenn man sich einen Überblick verschafft und die Kapitel herausgreift, die das eigene Interesse geweckt haben. Das erleichtert den Einstieg.

Natürlich ist es hilfreich, wenn man sich über die Entstehung von Arthrose und deren Auswirkungen auf den Körper informiert. Es hindert jedoch nicht daran, gleich mit einzelnen Übungen anzufangen.

Das Kapitel „Gesunde Ernährung bei Arthrose“ sollte nicht zu kurz kommen, da eine gesunde Ernährung ein wichtiger Baustein für schmerzfreie Gelenke ist.

Unter anderem wird grüner Tee empfohlen. Wer keine Erfahrung mit grünem Tee hat, kann sich in einem Teeladen beraten lassen, an Proben riechen und mit kleinen Mengen austesten, was dem eigenen Geschmack zuträglich ist. Dabei sollte man unbedingt auf zuckerfreien Tee achten. In Tees, die viele getrocknete Früchte enthalten, ist meist auch viel zusätzlicher Zucker.

Kaffeetrinker*innen müssen nicht auf ihr geliebtes Getränk verzichten. Ich trinke seit Jahrzehnten morgens stets zuerst 2 Tassen grünen Tee, dann erst einen Cappuccino. Mehrmals im Jahr verzichte ich jedoch ganz auf Kaffee und Alkohol, um meinem Körper etwas Gutes zu tun. Auch Heilfasten hilft. Schon nach 5 bis 7 Tagen sind die Gelenke plötzlich wieder viel beweglicher als vorher. Heilfasten sollten Menschen, die das zum ersten Mal machen, unter ärztlicher Anleitung tun.

Ob man Probleme mit den Knien, der Hüfte oder Schulter hat, wer unter Arthrose leidet, spürt die Schmerzen meist täglich. Das schränkt die Lebensqualität erheblich ein. Mit den richtigen Übungen und dem passenden Ernährungsprogramm lässt sich viel tun, um das Wohlbefinden zu verbessern.

Die im Buch gezeigten Übungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren.

Worauf warten Sie noch? Am besten fangen Sie noch heute damit an.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und vor allem eine bewegliche und schmerzfreie Zukunft.

Das Arthrose-Selbsthilfe-Buch von Kay Bartrow unter der Mitarbeit von Diana Motzkus, erschienen im TRIAS Verlag in Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart

Preis: 24,99 €,  208 S. , 190 Abb. , gebunden (FH)
ISBN: 9783432106809

Das E-Book  kostet ebenfalls 24,99 €

Ausbildung wird noch attraktiver

Auch schulische Auszubildende bekommen Geld

Die Universitätsklinika Baden-Württembergs zahlen rückwirkend zum 1. Januar 2019 für weitere Ausbildungsberufe eine Ausbildungsvergütung von rund 1.000 Euro monatlich. „Wir wollen unsere Ausbildungsgänge noch attraktiver gestalten, um auf den Fachkräftemangel gut reagieren zu können“, sagt Norbert Homeyer, Geschäftsbereichsleiter Personal des Universitätsklinikums Freiburg. „Es freut uns, dass wir uns mit ver.di auf eine gestaffelte Ausbildungsvergütung einigen konnten.“

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Auszubildende der Medizintechnischen Radiologieassistenz, Medizintechnischen Laboratoriumsassistenz, der Physiotherapie und der Orthoptik bekommen ab sofort am Universitätsklinikum folgende Ausbildungsvergütung:

• im ersten Ausbildungsjahr 965,24 Euro

• im zweiten Ausbildungsjahr 1.025,30 Euro

• im dritten Ausbildungsjahr 1.122,03 Euro

In Freiburg betrifft die Neuregelung fast 260 Auszubildende, die ihre Ausbildung an der klinikeigenen Akademie für Medizinische Berufe absolvieren.

Als größter Ausbildungsbetrieb der Region mit mehr als 1.000 Auszubildenden in rund 30 Ausbildungsberufen und Studiengängen bietet das Klinikum eine Vielfalt an Möglichkeiten. Neben den klassischen Gesundheitsfachberufen in Pflege und Verwaltung sind darunter auch klinikuntypische Angebote wie Koch, Maler und Fachkraft für Lagerlogistik.

Alle Informationen zum Ausbildungsangebot am Universitätsklinikum Freiburg sowie eine Übersicht über die noch freien Ausbildungsplätze für das Jahr 2019 gibt es auf der Homepage des Universitätsklinikums:

www.uniklinik-freiburg.de/karriere 

Das sind die häufigsten Gründe für Krankmeldungen

https://de.statista.com

Seit 2006 ist die Zahl der Fehltage deutscher Arbeitnehmer aufgrund psychischer Erkrankungen erstmals gesunken. Das geht aus der aktuellen Krankenstands-Analyse der DAK hervor. Trotzdem rangieren Erkrankungen der Psyche mit 15,2 Prozent noch immer auf Rang drei der häufigsten Erkrankungen. Am häufigsten trat dabei die Diagnose Depressionen auf.

Psychische Erkrankungen: Rückgang bei Ausfalltagen

DAK-Gesundheit legt Analyse der Fehltage für 2018 vor: Krankenstand steigt insgesamt leicht an

Erstmals seit 2006 sind die Fehltage im Job wegen psychischer Erkrankungen leicht zurückgegangen: 2018 gab es 236 Fehltage je 100 Beschäftigte. Das sind 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotz dieses Rückgangs rangieren Seelenleiden auf Platz drei beim Anteil am Gesamtkrankenstand des vergangenen Jahres. Das zeigt die Krankenstands-Analyse der DAK-Gesundheit für das Jahr 2018. Die meisten Fehltage entfielen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen, gefolgt von Atemwegs- erkrankungen. Insgesamt meldeten sich Deutschlands Arbeitnehmer im vergangenen Jahr etwas häufiger krank als im Jahr zuvor: Der Gesamtkrankenstand stieg von 4,1 Prozent auf 4,2 Prozent. Hauptgrund für die vermehrten Krankmeldungen war die starke Grippewelle zu Beginn des Jahres.

Psychische Erkrankungen hatten 2018 einen Anteil von 15,2 Prozent am Gesamtkrankenstand. Die durchschnittliche Falldauer betrug 33,7 Tage. Unter den psychischen Erkrankungen entfielen die meisten Fehltage auf Depressionen mit rund 93 Tagen je 100 Versicherte – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent. Aufgrund von Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen gab es 2018 rund 51 Fehltage je 100 Versicherte. Hier gab es einen leichten Anstieg um vier Prozent.

Beim Blick auf die Geschlechter wird deutlich: Bei Frauen verursachten psychische Erkrankungen 63 Prozent mehr Fehltage als bei Männern (298 zu 183 Ausfalltage je 100 Versicherte).

Gesamtkrankenstand: die Meisten fehlten wegen Rücken & Co.

Insgesamt ließen sich mehr als die Hälfte der Fehltage 2018 auf drei Krankheitsarten zurückführen: An erster Stelle standen Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen. Etwa jeder fünfte Fehltag wurde damit begründet (20,9 Prozent). Danach folgten Atemwegserkrankungen mit 16 Prozent am Gesamtkrankenstand und psychische Erkrankungen (15,2 Prozent). Insgesamt dauerte eine Krankschreibung 2018 im Schnitt 12,6 Tage – das sind 0,2 Tage weniger als im Vorjahr. Und: Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer war gar nicht krankgeschrieben (51,4 Prozent). Für die aktuelle

Krankenstands-Analyse hat das Berliner IGES Institut die Daten von rund 2,5 Millionen erwerbstätig Versicherten der DAK-Gesundheit für das Jahr 2018 ausgewertet.

Vergleich: Die wichtigsten Diagnosen beim Krankenstand in den Jahren 2018 und 2017

2018

1. Muskel-Skelett-System (20,9 Prozent)
2. Atmungssystem (16,0 Prozent)
3. Psychische Erkrankungen (15,2 Prozent)
4. Verletzungen und Vergiftungen (12,3 Prozent)
5. Verdauungssystem (5,0 Prozent)
6. Unspezifische Symptome (4,8 Prozent)
7. Infektionen (4,7 Prozent)
8. Nervensystem, Augen, Ohren (4,6 Prozent)
9. Kreislaufsystem (4,2 Prozent)
10. Neubildungen (3,9 Prozent)

2017

1. Muskel-Skelett-System (21,8 Prozent)
2. Psychische Erkrankungen (16,7 Prozent)
3. Atmungssystem (15,4 Prozent)
4. Verletzungen und Vergiftungen (11,9 Prozent)
5. Verdauungssystem (5,0 Prozent)
6. Infektionen (4,7 Prozent)
7. Nervensystem, Augen, Ohren (4,5 Prozent)
8. Neubildungen (4,4 Prozent)
9. Kreislaufsystem (4,1 Prozent)
10. Unspezifische Symptome (4,1 Prozent)

Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und „ungesunden“ Einkaufszentren?

Bluthochdruck 72 % wahrscheinlicher in „ungesunden“ als „gesunden“ Einkaufszentren

Dies ist eine Pressemitteilung!  Wer einmal in Großbritannien gelebt hat, weiß, dass das Essverhalten dort allgemein nicht so gesundbewusst ist. Wir fanden, dass diese Mitteilung eine Anregung zum Nachdenken über unser generelles Verhalten (Essen und Einkauf) sein kann. 

Eine neue Studie mit Pop-Up-Gesundheitscheckstationen fand einen möglichen Zusammenhang zwischen „ungesunden“ Einkaufszentren und der Anzahl der Fälle von vermutetem oder diagnostiziertem Bluthochdruck bei Menschen, die sich freiwillig an Kontrollen beteiligten.

Forscher der City, University of London installierten in sieben Einkaufszentren in ganz England die eintägigen Pop-Up-Gesundheitskontrollstationen und luden Passanten dazu ein, sich auf Anzeichen der Augenkrankheit (Glaukom) untersuchen zu lassen. Die Tests wurden von der Optometrikerin Laura Edwards geleitet.

Blutdruckmessungen wurden auch angeboten, um potenzielle Freiwillige für eine umfassendere und vertraute Gesundheitsuntersuchung zu gewinnen.

Bekannterweise kann anhaltender Bluthochdruck (Hypertonie) das Risiko für eine Reihe schwerer und potenziell lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.

Das Forschungsteam stufte die Einzelhandelsgeschäfte in Einkaufszentren als „ungesund“ ein, wenn es sich entweder um einen Fast-Food-Imbiss, einen Bookmaker, einen Sonnenstudio oder ein Zahltag-Darlehensgeschäft handelte, in Übereinstimmung mit einem Bericht der Royal Society of Public Health (RSPH), der die britischen Stadteinkaufszentren nach ihren „ungesunden“ und „gesunden“ Einzelhandelsgeschäften bewertet.

Laut diesem Bericht bieten „gesunde Geschäfte“ zahlreiche Möglichkeiten zur Gesundheitsoptimierung wie saubere Luft, Sicherheit, Lärmreduzierung, transparente Beschilderung und leichten Zugang, aber auch Gesundheitsfürsorge und Entspannung in vor Ort, zum Beispiel Gesundheitschecks und erschwingliche Bio-Produkte. Diese Geschäfte fördern aktiv gesunde Entscheidungen wie Raucherentwöhnung. Schließlich verfügen sie auch über Freizeitzentren, Grünflächen sowie andere inklusive und integrative Gemeinschaftsräume, die Gelegenheiten bieten, Freunde zu treffen, Kontakte zu knüpfen und Ausgrenzung zu verhindern.

Die Forscher errechneten auch eine Grundpunktzahl der „Ungesundheit“ jedes Einkaufszentrums, d.h. den Anteil der am Testtag eröffneten „ungesunden“ Einzelhandelsgeschäfte im Verhältnis zur Gesamtzahl der im Einkaufszentrum eröffneten Einzelhandelsgeschäfte.

Die Pop-Up-Gesundheitscheckstationen wurden in vier Einkaufszentren aus den Top 10 der „ungesündesten“ Einkaufszentren aus dem RSPH-Ranking und drei aus den Top 15 der „gesündesten“ Einkaufszentren aus dem Ranking eingerichtet.

Bei der Analyse fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der erwachsenen Probanden, bei denen ein erhöhter Blutdruck vermutet oder diagnostiziert wurde (wiederholte Blutdruckmessungen bei oder über 140/90 mmHg) und dem für jedes Einkaufszentrum entwickelten „Ungesundheitswert“, der ein statistisch signifikantes Ergebnis war.

Sie stellten auch fest, dass in den drei „gesunden“ Einkaufszentren, die im RSPH-Berichtsranking (Bristol, Cambridge und Nottingham) ausgewertet wurden, 20 von 152 Erwachsenen (13,1%) bei Wiederholungsuntersuchungen Bluthochdruckwerte hatten.

In den vier untersuchten „ungesunden“ Einkaufszentren (Coventry, Preston, Northampton, Stoke-on-Trent) hatten 45 von 199 Erwachsenen (22,6%) Bluthochdruckwerte.

Der Unterschied im Anteil der Messwerte von Bluthochdruck in „gesunden“ gegenüber „ungesunden“ Einkaufszentren war ebenfalls ein statistisch signifikantes Ergebnis, was zu einer um 72 Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit führte, dass in einem „ungesunden“ Einkaufszentrum im Vergleich zu einem „gesunden“ Einkaufszentrum ein Verdacht auf Bluthochdruck besteht.

Die Studie hat ihre Grenzen, einschließlich der Bewertungen von Pop-Up-Gesundheitskontrollstationen, die keine definitive Diagnose eines hohen Blutdrucks bieten können. 

Die Ergebnisse können auf Strategien für gezielte Diagnostik und Screening des Blutdrucks in Einkaufszentren hinweisen, die Gegenstand weiterer Untersuchungen sein könnten, möglicherweise im Zusammenhang mit dem Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten.

Die Studie ist in der Zeitschrift BMC Public Health veröffentlicht.

David Crabb, Professor für Statistik und Sehforschung an der City, University of London und Leiter des Forschungsteams, erklärte:

Weniger als die Hälfte der Erwachsenen im Alter von 40-74 Jahren, denen der kostenlose NHS-Gesundheitscheck angeboten wurde, nahm ihn in Anspruch. Die British Heart Foundation hat kürzlich auch das Gesundheitspersonal des NHS aufgefordert, Blutdruckkontrollen in Fitnessstudios, Friseursalons und Fußballstadien durchzuführen und Blutdruckkontrollen am Arbeitsplatz anzubieten. Wir wissen, dass weitere effektivere Methoden zum Screening von Menschen auf Bluthochdruck erforderlich sind, und diese Studie bietet einen Einblick in einige Möglichkeiten, die ergriffen werden können.

In unserer Studie war über die Hälfte der Befragten, die einen Bluthochdruck hatten, sich der Erkrankung bewusst oder berichtete von Bluthochdruck in der Vergangenheit. Es kann sein, dass Unterschiede zwischen „ungesunden“ und „gesunden“ Einkaufszentren auf Unterschiede bei der Erkennung von Bluthochdruck, der Behandlung von Bluthochdruck oder einer Kombination aus beiden zurückzuführen sind.  Beide haben eine erhebliche Bedeutung für die öffentliche Gesundheit, und ihr Zusammenhang mit dem sozioökonomischen Status sollte weiter untersucht werden.“

Shirley Cramer CBE, Geschäftsführerin der Royal Society for Public Health, kommentierte:

Unsere Forschung hat gezeigt, wie sich ungesunde Unternehmen in Bereichen konzentrieren, in denen die Lebenserwartung bereits niedriger ist. Die Aufdeckung und Beseitigung der gesundheitlichen Ungleichheiten ist eine Priorität des öffentlichen Gesundheitswesens“.