Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Wenn Sekunden entscheiden – im Notfall richtig helfen

Universitäts-Herzzentrum bietet Reanimationstraining für Laien an

Beim Laien-Reanimationstraining wird an speziellen Puppen geübt / (c) Britt Schilling/Universitäts-Herzzentrum

Beim Laien-Reanimationstraining wird an speziellen Puppen geübt / (c) Britt Schilling/Universitäts-Herzzentrum

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Familien- oder Freundeskreis oder am Arbeitsplatz bricht völlig unerwartet jemand bewusstlos zusammen. Wären Sie in der Lage Erste Hilfe zu leisten? Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden, ist es wichtig, dass jeder Hilfe leisten kann. Jährlich sterben etwa 150.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Er ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Derzeit werden nur etwa fünf bis acht Prozent der Patienten, die einen Herzkreislaufstillstand erleiden, gerettet. Häufig trauen sich die Ersthelfer eine Wiederbelebung nicht zu oder beginnen zu spät mit der Reanimation. Am Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen (UHZ) wird deshalb regelmäßig ein Reanimationstraining für Laien angeboten. Der nächste Kurs findet am Donnerstag, den 18. August 2016 um 19 Uhr, im UHZ in Bad Krozingen (Südring 15, 79189 Bad Krozingen) statt. Der Kurs dauert etwa eineinhalb Stunden. Er ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In dem Seminar erfahren die Teilnehmer welche Bedeutung Herz, Kreislauf und Atmung haben und wie Sie Notfallsituationen frühzeitig erkennen. Außerdem lernen Sie, wie Sie einen richtigen Notruf tätigen und dadurch schnelle Hilfe anfordern. Die Teilnehmer üben die Herzdruckmassage und die Atemspende an speziellen Reanimationspuppen. Der Kurs wird von erfahrenen Fachpflegekräften für Anästhesie und Intensivmedizin des Universitäts-Herzzentrums und einem Lehrrettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuzes vom Kreisverband Müllheim durchgeführt.

Weitere Termine und Infos:  
Das Laien-Reanimationstraining wird an folgenden weiteren Terminen – jeweils donnerstags um 19 Uhr – angeboten: 20. Oktober 2016 und 08. Dezember 2016.   Der Kurs ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fragen können Sie an das Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) richten.

Kontakt:
Patienten-Informations-Zentrum (PIZ)
Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen
Südring 15

79189 Bad Krozingen
Telefon: 07633 402-5300
piz@universitaets-herzzentrum.de

Aktionstag „Sonne & Haut“ an der Universitäts-Hautklinik Freiburg

Aktionstag „Sonne & Haut“

Aktionstag Sonne und HautKostenlose Hautkrebsuntersuchung an der Universitäts-Hautklinik Freiburg

Die Klinik für Dermatologie und Venerologie (Hautklinik) des Universitätsklinikums Freiburg und das Tumorzentrum Freiburg – CCCF des Universitätsklinikums Freiburg laden gemeinsam ein zum

Aktionstag „Sonne & Haut“
am Samstag, 16. Juli 2016, von 8 Uhr bis 12 Uhr
in der Universitäts-Hautklinik,
Hauptstraße 7 in Freiburg.

Mitarbeiter des Tumorzentrums Freiburg – CCCF informieren über die gefährliche Hautkrebs-Erkrankung. Sie beantworten Fragen, geben Hinweise zum individuellen Risiko und Tipps, wie man sich schützen kann. Der Leiter des Hauttumorzentrums am Universitätsklinikum Freiburg, Oberarzt Dr. Frank Meiß, hält um 10 Uhr und um 12 Uhr einen Vortrag zum Thema „Hautkrebs“. Die Selbsthilfegruppe Hautkrebs Freiburg (SHG) wird ebenfalls vor Ort sein.

Ärzte der Universitäts-Hautklinik bieten vor Ort einen kostenlosen Hautkrebs-Check an und untersuchen verdächtige Muttermale sowie Pigmentflecken daraufhin, ob sich aus ihnen Hautkrebs entwickeln kann. Für die kostenlose Hautuntersuchung müssen sich Interessierte am Aktionstag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr anmelden. In der Untersuchung wird gezielt nach den drei Hautkrebserkrankungen Basalzellkarzinom, spinozelluläres Karzinom und malignes Melanom („Schwarzer Hautkrebs“) sowie deren Vorstufen gesucht.

Der Besuch des Aktionstags ist kostenfrei.

Einblicke in die Notfallmedizin

Die „Freiburger Abendvorlesungen“ starten am 13. Juli 2016 mit den Einblicken in die Notfallmedizin

AbendvorlesungenBereits zum zehnten Mal finden in diesem Jahr die „Freiburger Abendvorlesungen“ statt, die vom Universitätsklinikum Freiburg in Zusammenarbeit mit der Badischen Zeitung veranstaltet werden.

An vier Terminen wird diesen Sommer das Thema „Notfallmedizin“ aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die „Freiburger Abendvorlesungen“ starten am

Mittwoch, den 13. Juli 2016,
um 19.00 Uhr im Hörsaal der Universitäts-Frauenklinik,
Hugstetter Straße 55, Freiburg  

mit der Auftaktveranstaltung zu zwei unterschiedlichen Perspektiven auf die Notfallmedizin: PD Dr. Hans-Jörg Busch und Dr. Thorsten Hammer, Ärztliche Leiter des Universitäts-Notfallzentrums am Universitätsklinikum Freiburg, werden einen Vortrag zum Thema „Wie funktioniert Notfallmedizin in einer interdisziplinären Notaufnahme?“ halten. Weiterhin wird Prof. Dr. Hartmut Bürkle, Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Freiburg, gemeinsam mit Dr. Hammer einen Einblick in das Thema „Unfallmedizin: Wie Unfallchirurgen und Intensivmediziner zusammenwirken“ geben.

Die öffentlichen Veranstaltungen richten sich an alle, die sich für medizinische Themen und das Universitätsklinikum Freiburg interessieren.

Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Referenten die Fragen der Besucher. Die Abende klingen bei Getränken, Häppchen und Gesprächen mit den Experten im Garten vor der Frauenklinik aus.

Der Eintritt ist frei.

Die folgenden Veranstaltungen der „Freiburger Abendvorlesungen“ finden immer mittwochs an drei weiteren Terminen jeweils um 19.00 Uhr im Hörsaal der Universitäts-Frauenklinik statt:

20. Juli 2016: Herzinfarkt: Schnelle Versorgung rettet Leben

27. Juli 2016: Schlaganfall: Welche neuen Behandlungsmethoden gibt es?

3. August 2016: Lebensbedrohende Bauchschmerzen: Wann ist eine Operation nötig?

Seminarreihe: Ernährung und Krebs

Ernährung und Krebs

Ernährung und KrebsSeminarreihe an der Universitäts-Frauenklinik startet am 28. Juni 2016

Für Krebspatienten hat eine gesunde, ausgewogene und schmackhafte Ernährung einen besonderen Stellenwert: Sie kann die Lebensqualität steigern. Um Ratschläge für eine gute Ernährung während einer Krebserkrankung zu geben, veranstalten das Gesundheitszentrum für Frauen und die Elternschule in der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg die Seminarreihe „Ernährung und Krebs“.

Am Dienstag, den 28. Juni 2016, findet von 18 bis 20 Uhr in der Bibliothek der Klinik für Frauenheilkunde die erste Veranstaltung zum Thema „Zucker – das süße Gift“ statt. Um Anmeldung per Mail an gesundheitszentrum-frauen@uniklinik-freiburg.de oder per Telefon 0761 270-31010 (Montag, Dienstag, Freitag: 9-10 Uhr und Mittwoch: 12-13 Uhr) wird gebeten.

Zucker ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, doch zu viel Zucker schadet dem Körper. Die Diplom-Ernährungswissenschaftlerin Dr. Anna Raynor wird an diesem Abend neue Erkenntnisse zur Wirkung von Zucker auf den Organismus vorstellen.

Die Teilnahme an dem Seminar kostet 5 Euro.  

Flyer_Ernaehrung_Krebs

Die globale Gesundheitspolitik

„Academia meets Industry“

Rüdiger Krech hält am 22.06.2016 einen Vortrag über globale Gesundheitspolitik

Dr. Rüdiger Krech. Foto: Weltgesundheitsorganisation

Dr. Rüdiger Krech. Foto: Weltgesundheitsorganisation

Lässt sich der Gesundheitssektor global managen? Welche Rolle kann die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dabei spielen? Dr. Rüdiger Krech, Direktor der Abteilung für Ethik und soziale Determinanten von Gesundheit bei der WHO in Genf/Schweiz, spricht in der Seminarreihe „Academia meets Industry – A Political-Scientific Discussion“ über „Global Governance for Health: The Role of WHO“. Franziska Badenschier, Wissenschaftsredakteurin am Science Media Center Germany gGmbH in Köln, leitet die anschließende Podiumsdiskussion. Ziel der Reihe ist es, die Universität disziplinübergreifend mit hochrangigen Gastvortragenden aus der Industrie und Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens ins Gespräch zu bringen. Dies soll einen Dialog über Chancen und Risiken aktueller und künftiger Entwicklungen der Lebenswissenschaften ermöglichen.

Hirntumoren können jeden betreffen

Infoveranstaltung für Patienten und Angehörige anlässlich des Welt-Hirntumortages am 8. Juni

Uniklinik HirnturmoreMehr als 8.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einem primären Hirntumor. Treffen kann es jeden mit gleicher Wahrscheinlichkeit. Denn es gibt keine Risikofaktoren, die den Tumor begünstigen. Doch dank moderner Behandlungsmethoden können Ärzte sehr oft helfen. Anlässlich des Welt-Hirntumortages findet am 8. Juni 2016 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Neurozentrum des Universitätsklinikums Freiburg eine Patientenveranstaltung zum Thema Hirntumore statt. In Vorträgen, an Info-Ständen und im direkten Gespräch mit behandelnden Ärzten können sich Betroffene und Interessierte ausführlich informieren. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Sprach- und Sehstörungen, aber auch epileptische Anfälle können Anzeichen für einen Hirntumor sein. Zu den körperlichen Symptomen kommen häufig Ängste der Betroffenen und Familien: die Angst vor einer Persönlichkeitsänderung und die Angst davor, Entscheidungsfähigkeit und Selbstbestimmung zu verlieren. „Wir möchten mit der Veranstaltung informieren, aber auch auf die schwierige Situation der Betroffenen und ihrer Familien aufmerksam machen“, sagt die Sprecherin des Neuroonkologischen Zentrums Prof. Dr. Anca-Ligia Grosu, Ärztliche Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg.

In insgesamt acht Vorträgen erläutern Experten des Universitätsklinikums Freiburg modernste Diagnose-Möglichkeiten, chirurgische und strahlentherapeutische Behandlungsweisen sowie naturheilkundliche und komplementärmedizinische Therapiemöglichkeiten. Außerdem werden aktuelle klinische Studien und unterstützende Maßnahmen bei psychosozialen Belastungen vorgestellt. An Informationsständen im Foyer des Neurozentrums stehen zudem Fachleute während der gesamten Zeit für Fragen zu Verfügung.

Nach wie vor stellen Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie die drei wichtigsten Säulen bei der Behandlung von Hirntumoren dar. Um für jeden Patienten den individuell optimalen therapeutischen Plan zu entwickeln, arbeiten die an der Behandlung beteiligten Ärzte der verschiedenen Fachrichtungen eng im Rahmen des neuroonkologischen Zentrums am Universitätsklinikum Freiburg zusammen. In klinischen Studien können Patienten zudem von neueren therapeutischen Ansätzen profitieren.

Der Welt-Hirntumortag wurde im Jahr 2000 von der Stiftung Deutsche Welttumorhilfe ins Leben gerufen. Der Aktionstag findet jährlich am 8. Juni statt.

Flyer-Welt-Hirntumortag

Aktionstag gegen den Schmerz

Zahlreiche Vorträge beim Tag der offenen Tür im Interdisziplinären Schmerzzentrum – Kostenlose Patientenhotline

Aktionstag gegen den SchmerzDas Interdisziplinäre Schmerzzentrum des Universitätsklinikums Freiburg beteiligt sich am Dienstag, 7. Juni 2016, am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Von 16 Uhr bis 20 Uhr können sich betroffene Schmerzpatienten und deren Angehörige beim Tag der offenen Tür im Interdisziplinären Schmerzzentrum (ISZ) gezielt über Behandlungsmöglichkeiten informieren lassen. Neben verschiedenen Vorträgen, werden auch Übungen zur Schmerzbehandlung gezeigt.

„Nicht aufhörende Schmerzen beeinträchtigen die Betroffenen im Alltag enorm“, sagt Dr. Kristin Kieselbach, Ärztliche Leiterin des Interdisziplinären Schmerzentrums am Universitätsklinikum Freiburg, „leider bekommen noch immer viele Schmerzpatienten in Deutschland nicht die Hilfe, die sie benötigen“, so die Schmerzexpertin. Mit dem Tag der offenen Tür im Interdisziplinären Schmerzzentrum soll ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Situation von Schmerzpatienten und deren Angehörigen geschaffen werden. Als Extra-Service stehen am Dienstag, 7. Juni 2016, in der Zeit von 9 Uhr bis 18 Uhr zahlreiche Schmerztherapeuten über eine kostenlose Patientenhotline Schmerzpatienten Rede und Antwort (Telefon: 0800 1818120). Mit dabei sind auch Dr. Kristin Kieselbach und ihr Team.

Die Vorträge im Überblick:
16.00 Uhr Schmerz und Depression
16.40 Uhr Multimodale Schmerztherapie im ISZ
17.10 Uhr Physiotherapie (Bewegung und Schmerz)
17.10 Uhr Entspannung (Mensch entspann‘ Dich)
17.50 Uhr Kopfschmerz
18.30 Uhr Invasive Schmerztherapie

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Mit dem bundesweiten Aktionstages will die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V., mit Unterstützung von neun weiteren Schmerzorganisationen, auf die lückenhafte Versorgung von über 13 Millionen Menschen aufmerksam machen, die an chronischen Schmerzen leiden. Im letzten Jahr haben sich erstmals auch die überregionalen und regionalen Schmerzzentren unter der Schirmherrschaft des Sozialministeriums Baden-Württemberg zu einer gemeinsamen Initiative zusammengeschlossen. Der „Aktionstag gegen den Schmerz“ findet dieses Jahr zum fünften Mal statt. Die mitwirkenden und unterstützenden Einrichtungen werden auf der Homepage der Deutschen Schmerzgesellschaft aufgeführt (www.dgss.de).

Wenn Sekunden entscheiden – im Notfall richtig helfen

Universitäts-Herzzentrum bietet Reanimationstraining für Laien an

image001Stellen Sie sich vor, in Ihrem Familien- oder Freundeskreis oder am Arbeitsplatz bricht völlig unerwartet jemand bewusstlos zusammen. Wären Sie in der Lage Erste Hilfe zu leisten? Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden, ist es wichtig, dass jeder Hilfe leisten kann. Jährlich sterben etwa 150.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Er ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Derzeit werden nur etwa fünf bis acht Prozent der Patienten, die einen Herzkreislaufstillstand erleiden, gerettet. Häufig trauen sich die Ersthelfer eine Wiederbelebung nicht zu oder beginnen zu spät mit der Reanimation. Am Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen (UHZ) wird deshalb regelmäßig ein Reanimationstraining für Laien angeboten. Der nächste Kurs findet am Donnerstag, den 16. Juni 2016 um 19 Uhr, im UHZ in Bad Krozingen (Südring 15, 79189 Bad Krozingen) statt. Der Kurs dauert etwa eineinhalb Stunden. Er ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In dem Seminar erfahren die Teilnehmer welche Bedeutung Herz, Kreislauf und Atmung haben und wie Sie Notfallsituationen frühzeitig erkennen. Außerdem lernen Sie, wie Sie einen richtigen Notruf tätigen und dadurch schnelle Hilfe anfordern. Die Teilnehmer üben die Herzdruckmassage und die Atemspende an speziellen Reanimationspuppen. Der Kurs wird von erfahrenen Fachpflegekräften für Anästhesie und Intensivmedizin des Universitäts-Herzzentrums und einem Lehrrettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuzes vom Kreisverband Müllheim durchgeführt.

Weitere Termine und Infos:   
Das Laien-Reanimationstraining wird an folgenden weiteren Terminen – jeweils donnerstags um 19 Uhr – angeboten: 18. August 2016, 20. Oktober 2016 und 08. Dezember 2016.   Der Kurs ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fragen können Sie an das Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) richten.  

Kontakt:
Patienten-Informations-Zentrum (PIZ)
Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen
Südring 15
79189 Bad Krozingen
Telefon: 07633 402-5300
piz@universitaets-herzzentrum.de

Depressions-Film ‚Mängelexemplar‘ mit Expertengespräch

Kinotalk aktuell: Depressions-Film ‚Mängelexemplar‘ mit Expertengespräch

Vorführung der deutschen Tragik-Komödie und anschließendes Gesprächs mit Experten des Universitätsklinikums Freiburg und vom Freiburger Bündnis gegen Depression e.V.

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Am 12. Mai startet in den deutschen Kinos der Film ‚Mängelexemplar‘. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sarah Kuttner und setzt sich auf wilde, humorvolle und zugleich sensible Art mit dem Thema Depression auseinander. Um über das Thema zu informieren und einen ersten Raum für Fragen zu bieten, lädt das Universitätsklinikum Freiburg gemeinsam mit dem Freiburger Bündnis gegen Depression (FBgD) e.V. am Montag, den 23. Mai 2016 um 18.45 Uhr zu einer Filmvorstellung im Kino Harmonie (Grünwälderstraße 16-18) ein. Nach dem Film stehen ein Experte des Universitätsklinikums Freiburg und des FBgD e.V. für Fragen zu Verfügung. Karten gibt es im regulären Vorverkauf und an der Abendkasse zum Preis von 7,50 Euro.

„Depression ist ein sehr ernstes Thema. Genau deshalb tut manchmal ein humorvoller Umgang mit der Erkrankung gut“, sagt der bei der Veranstaltung anwesende Depressions-Experte Prof. Dr. Christoph Nissen, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie behandelt seit vielen Jahren Menschen mit Depression und erforscht neue Therapiemöglichkeiten.

Bei der Kinoveranstaltung wird auch ein Mitarbeiter vom Freiburger Bündnis gegen Depressionen e.V. mit einem Infostand anwesend sein. Der Verein bietet Beratung, Informationen und konkrete Hilfestellungen im Krisenfall an. „Menschen mit Depression und auch deren Angehörige haben oft große Hemmungen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine solche Kinoveranstaltung kann für den einen oder anderen vielleicht eine erste Annäherung sein“, hofft Stefanie Hirth, Geschäftsführende Leiterin des Bündnisses.

Nach Angaben der Deutschen Stiftung Depressionshilfe erkrankt etwa jeder Fünfte in Deutschland einmal im Leben an einer Depression. Obwohl der Leidensdruck der Betroffenen sehr hoch ist, werden Depressionen oft nicht oder nicht optimal behandelt. Doch das muss nicht so sein: „Eine Depression ist sehr wirksam behandelbar. Allerdings müssen alle therapeutischen Möglichkeiten genutzt werden und die Betroffenen müssen bereit für Hilfe sein“, sagt Prof. Nissen.

Inhalt des Films

Hauptperson in dem Film ‚Mängelexemplar‘ ist die Mitte 20-jährige Karo, die für sich selbst immer mehr zum Problem wird: die emotionale und manchmal egoistische Berlinerin verliert ihren Job, hat Stress mit der Mutter und auch mit den Männern. Beim Gedanken über ihre Zukunft wird sie von Panikattacken heimgesucht und beschließt, sich in Behandlung zu begeben. Doch statt die diagnostizierte Depression langsam anzugehen, räumt Karo mit Vollgas in ihrem Leben auf. Ab sofort will sie alles richtig machen – und bewirkt damit das Gegenteil. Erst nach und nach lernt sie, dass sie die Krankheit auf diese Weise nicht besiegen kann. Der Film ‚Mängelexemplar‘ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Autorin und Fernsehmoderatorin Sarah Kuttner. In den Hauptrollen spielen unter anderem Claudia Eisinger, Katja Riemann und Laura Tonke.

Weitere Informationen

Schwerpunkt Depressionsbehandlung am Universitätsklinikum Freiburg

Freiburger Bündnis gegen Depression e.V.

Wegsperren oder helfen?

Fachtagung zur Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Menschen

Flyer WegsperrenBerlin, 21.04.2016 Die Charité – Universitätsmedizin Berlin beteiligt sich an der Fachtagung „Wegsperren – und zwar für immer?“ Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit mit sexuell auffälligen Menschen“. Ziel der Veranstaltung ist es, die vielfältigen therapeutischen und pädagogischen Angebote, die in Deutschland für potenzielle und reale Verursacher (sexueller) Gewalt existieren, vorzustellen und zu diskutieren.

„Unsere klinischen Erfahrungen der vergangenen Jahre belegen, dass Jugendliche und Erwachsene mit einer sexuellen Ansprechbarkeit für den kindlichen Körper über eine gezielte Medienarbeit für präventive therapeutische Angebote erreichbar sind. Es hat sich gezeigt, dass diese Angebote erfolgreich sexuellen Kindesmissbrauch verhindern können“, erklärte Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier auf der Pressekonferenz. Er ist Leiter des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité und Sprecher des Präventionsnetzwerks „Kein Täter werden“ sowie Leiter des Projekts „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch durch Jugendliche“ (PPJ).

Die Angebote im Präventionsnetzwerk und im PPJ richten sich an Menschen aus dem Dunkelfeld, die der Justiz nicht bekannt sind, gleichwohl problembewusst und ohne rechtliche Auflagen Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Prof. Beier wies darauf hin, dass neun von zehn Teilnehmern am Berliner Standort des Netzwerks „Kein Täter werden“, die bereits sexuelle Übergriffe begangen oder Missbrauchsabbildungen genutzt hatten, dafür nicht von der Polizei belangt worden seien. Diese Menschen gelte es, frühzeitig anzusprechen und therapeutisch zu erreichen – möglichst bevor sie erstmals sexuelle Übergriffe begehen.

Sigrid Richter-Unger, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGfPI), ergänzte: „Pädagogische und therapeutische Angebote für potenzielle und reale Täter sexueller Gewalt sind ein wichtiger Baustein, um sexuelle Traumatisierungen von Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Das gilt sowohl für erstmalige Taten als auch für die Prävention von Folgedelikten.“

Die Experten betonten ausdrücklich ihr gemeinsames Ziel, die Prävention sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen zu optimieren. Es solle nicht das eine gegen das andere Angebot ausgespielt werden. „Vielmehr gehe es darum, das Sowohl-als-auch zu betonen“, sagte Sigrid Richter-Unger.

Die Fachtagung findet vom 21. bis 22. April im VKU Forum, Invalidenstr. 91 in 10115 Berlin statt. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Grußworten von Dr. Stefanie Hubig, Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, und Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Die Fachtagung wird gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGfPI), der Bundesarbeitsgemeinschaft „Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten (BAG KJSGV e.V.), der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt (BAG TäHG e.V.), dem Projekt „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch durch Jugendliche (PPJ)“ der Charité und des Vivantes-Klinikum im Friedrichshain sowie des Präventionsnetzwerks „Kein Täter werden“ und der theaterpädagogischen werkstatt gGmbH (tpw) durchgeführt.

Downloads:
Flyer_Fachtag_Täterarbeit__2_.pdf (74 KB)

Links:
Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin