Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Fahrradversteigerung und Flohmarkt

Am 23. April finden am Universitätsklinikum Freiburg eine öffentliche Versteigerung von Fundrädern und ein Flohmarkt statt

Fahrräder UniklinikDrahtesel gesucht? Fahrrad gefunden! Bei einer öffentlichen Versteigerung am Samstag, 23. April 2016, um 12 Uhr auf dem Gelände der Gärtnerei des Universitätsklinikums Freiburg können Fahrräder zu guten Konditionen erworben werden. Die Fahrräder sind sogenannte Fundräder, die für sehr lange Zeit auf dem Gelände des Universitätsklinikums Freiburg abgestellt waren und von den Besitzern nicht abgeholt wurden. Vom City-Rad bis zum Trekking-Bike ist alles dabei. Eine Vorbesichtigung der zu versteigernden Fahrräder ist ab 11 Uhr möglich. Der Erlös der Versteigerung wird einem guten Zweck gespendet.

Im Zeitraum von 11 Uhr bis 15 Uhr findet zudem ein Flohmarkt statt, bei dem Beschäftigte des Universitätsklinikums Nützliches und Gebrauchtes für interessierte Flohmarkt-Besucher zum Kauf anbieten.

Die Gärtnerei des Universitätsklinikums Freiburg ist über die Lehener Straße 86 (79106 Freiburg) zu erreichen. Von dort ist die Veranstaltung ausgeschildert.

Gewichtsmanagement – eine runde Sache

Wissenschaftsseminar am 29. Juni 2016
Gewichtsmanagement – eine runde Sache

Am 29. Juni 2016 veranstaltet das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum München und dem Kompetenznetz Adipositas das Wissenschaftsseminar „Gewichtsmanagement – eine runde Sache“. Im Deutschen Herzzentrum München sprechen Experten aus Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft und Politik vor und mit einem interdisziplinären Publikum.

Gewichtsmanagement betrifft einen Großteil der Bevölkerung. Die Deutschen werden immer dicker – das ist nicht neu, aber nach wie vor aktuell. Nach derzeitiger Datenlage sind über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland übergewichtig und davon jeder Vierte bis Fünfte adipös – Tendenz steigend.

Forschungsansätze und finanzielle Auswirkungen des Übergewichts

Die Wissenschaft beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie der Volkskrankheit Adipositas begegnet werden kann. Nicht nur die Betroffenen sind oftmals verwirrt, welche Diät oder Ernährungsweise zum Wunschgewicht führen könnte. Oder ist die Geschichte von der Diät ohnehin nur eine Mär? „Manchmal vermischen sich ernährungsphysiologische Empfehlungen mit einer Prise Ideologie und einem Schuss persönlicher Überzeugung. Übrig bleibt oft ein Gemisch an Informationen, das schwer zu beurteilen ist“, sagt Dr. Wolfram Schaecke, Leiter des KErn. „Es gilt, die Fakten von den Mythen zu trennen. Mit dem Wissenschaftsseminar zu Gewichtsmanagement wollen wir Licht in die Vielfalt der Empfehlungen bringen und uns mit Trends und wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinandersetzen.“
Im Mittelpunkt der Fachveranstaltung stehen neue Forschungsansätze und Konzepte des Gewichtsmanagements. Doch auch die wirtschaftliche Bedeutung und neuen Produktentwicklung werden diskutiert. Wie viel Adipositas kostet? Antworten liefert Prof. Dr. Rolf Holle vom Helmholtz Zentrum. Weitere Referenten sind u. a. Dr. Anja Schienkiewitz vom Robert Koch-Institut, Prof. Dr. Hans Hauner von der TU München und Dr. Dietrich Garlichs von der Deutschen Diabetes Gesellschaft.
Die Veranstaltung richtet sich an Experten aus Ernährungswissenschaft, Medizin, Ernährungswirtschaft sowie Multiplikatoren aus dem Gesundheitsbereich. Frühbucher zahlen bis zum 18. Mai 150 Euro, anschließend beträgt die Teilnahmegebühr 200 Euro. Die Veranstaltung wird für die kontinuierliche Fortbildung von Zertifikatsinhabern der DGE, des VDD und des VDOE mit 6 Punkten berücksichtigt sowie mit 2 Punkten (Modul F) für die QUETHEB-Registrierung.
Weitere Informationen zum Wissenschaftsseminar sowie zur Anmeldung unter www.kern.bayern.de/gewichtsmanagement

Demographischer Wandel fordert Innovation

Pressemitteilung

Internistenkongress tagt ab heute in Mannheim

Mannheim, April 2016 – Heute eröffnet die Deutsche Gesellschaft für
Innere Medizin e. V. (DGIM) ihren 122. Jahreskongress. Die Veranstalter
erwarten vom 9. bis 12. April rund 8500 Teilnehmer im Congress Center
Rosengarten: Ärzte und Wissenschaftler diskutieren hier neueste
Erkenntnisse zur Behandlung internistischer Erkrankungen. In mehr als
400 Sitzungen sowie 1400 Vorträgen und Postersitzungen referieren über
1200 Experten. Der Kongress tagt 2016 zum zweiten Mal im Mannheimer
Rosengarten. Der DGIM-Vorsitzende Professor Dr. med. Gerd Hasenfuß
aus Göttingen stellt der Jahrestagung der Internisten das Leitthema
„Demographischer Wandel fordert Innovation“ voran.

„In der heutigen Zeit treffen demographischer Wandel und die technische Revolution
aufeinander. Ältere, multimorbide Patienten haben höhere Risiken bei operativen
Eingriffen. Daher sind Innovationen gefordert, die den Anforderungen der Patienten
gerecht werden“, erläutert Professor Hasenfuß, der die Klinik für Kardiologie und
Pneumologie an der UMG, Universitätsmedizin Göttingen leitet.

Aktuelles Beispiel für eine medizinische Innovation ist die katheterbasierte
Implantation von Herzklappen. „Alte Menschen haben häufig eine Verengung an der
Aortenklappe. Die konventionelle Operation ist bei diesen Patienten aber mit einer
hohen Komplikationsrate und Sterblichkeit verbunden“, so der Kardiologe. Jetzt
könnten Mediziner eine effiziente und schonende Behandlung einsetzen, die sehr gute
Ergebnisse liefere. Auch in anderen internistischen Schwerpunkten wie der
Gastroenterologie, der Angiologie und der Pneumologie stehen minimal-invasive
Verfahren zur Verfügung.

Zugleich stellt sich die Frage, ob alle Verfahren, die machbar sind, auch beim
Patienten zum Einsatz kommen müssen. „Im Rahmen unserer Initiative „Klug
entscheiden“ befassen wir uns beim Kongress in einer Reihe von Symposien damit, in

welchen medizinischen Bereichen eine Über- oder Unterversorgung stattfindet und
wie wir dieser begegnen können“, so Professor Hasenfuß. Das Gesundheitssystem
könne innovative Verfahren tragen, wenn gleichzeitig unnötige Kosten vermieden
werden.

Besonders wichtig ist dem Vorsitzenden der DGIM auch, digitale Entwicklungen für
die Medizin und den Patienten nutzbar zu machen. „Zum Teil kommen digitale
Innovationen über Gesundheits-Apps oder Telemedizin bereits beim Patienten an“, so
Professor Hasenfuß. Ziel müsse es sein, das Potential digitaler Medizin voll zu
etablieren – bei kritischer Prüfung der Qualität und Sicherheit – und für eine noch
bessere Versorgung der Patienten einzusetzen. Daher hat Professor Hasenfuß unter
anderem die digitale Medizin als einen der Schwerpunkte des Kongresses benannt.

Weitere Informationen zum Kongress finden Interessierte
im Internet unter www.dgim2016.de.

Infoveranstaltung zu diabetes-bedingten Fußschmerzen

Vorträge für Patienten und Fachpublikum im interdisziplinären Schmerzzentrum des Universitätsklinikums Freiburg

Schlecht heilende Wunden, Kribbeln, Taubheit und brennende Schmerzen sind typische Symptome des diabetischen Fußsyndroms, das oft in Kombination mit einer Nervenschädigung auftritt. Jeder vierte Diabetes-Kranke leidet mindestens einmal im Leben an dieser Erkrankung. Im fünften Teil der Veranstaltungsreihe ‚Schmerzbehandlung Hand in Hand‘ informieren Experten des Interdisziplinären Schmerzzentrums am Universitätsklinikum Freiburg Fachpublikum und Patienten über aktuelle Behandlungsverfahren bei chronischen Schmerzerkrankungen. Dabei wird über die Therapie des diabetischen Fußsyndroms und der schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie aus internistischer und schmerz-medizinischer Sicht berichtet.
 
Samstag, den 16.04.2016,
9:00 – 12:00 Uhr (Fachpublikum) und
12:30 – 14:00 Uhr (Patientenveranstaltung)
im Konferenzraum 2 im Neurozentrum
Universitätsklinikum Freiburg
Breisacher Str. 64

In der Patientenveranstaltung stellen die Referenten aktuelle Konzepte der Blutzuckereinstellung  vor und informieren die Zuhörer über den Stand der medikamentösen Schmerzbehandlung. In diesem Zusammenhang wird auch eine lokale Therapie mittels eines Pflasters erläutert, die kürzlich für die Schmerzbehandlung bei Diabetes mellitus zugelassen wurde. Außerdem erfahren die Zuhörer Details über Erfolge und Wirkweise der Rückenmarksstimulation bei schweren Schmerzen aufgrund eines diabetischen Fußsyndroms.

In der Veranstaltung für das Fachpublikum spricht Prof. Dr. Jochen Seufert, Leiter der Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie an der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg, über Diagnose und Therapie des diabetischen Fußsyndroms. Danach informiert Dr. Peter Behrens, Oberarzt am Interdisziplinären Schmerzzentrum des Universitätsklinikums Freiburg, über die medikamentöse Schmerztherapie der diabetischen Polyneuropathie. Über die Ergebnisse und die Wirkweise der neuromodulativen Schmerztherapie der diabetischen Polyneuropathie berichtet Dr. Kristin Kieselbach, Ärztliche Leiterin des Interdisziplinären Schmerzzentrums des Universitätsklinikums Freiburg.

Der Eintritt ist frei, um telefonische Voranmeldung unter 0761 270-50200 oder -93490 wird gebeten.

Wenn Sekunden entscheiden – im Notfall richtig helfen

Universitäts-Herzzentrum bietet Reanimationstraining für Laien an

 Beim Laien-Reanimationstraining wird an speziellen Puppen geübt / (c) Britt Schilling/Universitäts-Herzzentrum


Beim Laien-Reanimationstraining wird an speziellen Puppen geübt / (c) Britt Schilling/Universitäts-Herzzentrum

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Familien- oder Freundeskreis oder am Arbeitsplatz bricht völlig unerwartet jemand bewusstlos zusammen. Wären Sie in der Lage Erste Hilfe zu leisten? Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden, ist es wichtig, dass jeder Hilfe leisten kann. Jährlich sterben etwa 150.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Er ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Derzeit werden nur etwa fünf bis acht Prozent der Patienten, die einen Herzkreislaufstillstand erleiden, gerettet. Häufig trauen sich die Ersthelfer eine Wiederbelebung nicht zu oder beginnen zu spät mit der Reanimation. Am Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen (UHZ) wird deshalb regelmäßig ein Reanimationstraining für Laien angeboten. Der nächste Kurs findet am Donnerstag, den 21. April 2016 um 19 Uhr, im UHZ in Bad Krozingen (Südring 15, 79189 Bad Krozingen) statt. Der Kurs dauert etwa eineinhalb Stunden. Er ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In dem Seminar erfahren die Teilnehmer welche Bedeutung Herz, Kreislauf und Atmung haben und wie Sie Notfallsituationen frühzeitig erkennen. Außerdem lernen Sie, wie Sie einen richtigen Notruf tätigen und dadurch schnelle Hilfe anfordern. Die Teilnehmer üben die Herzdruckmassage und die Atemspende an speziellen Reanimationspuppen. Der Kurs wird von erfahrenen Fachpflegekräften für Anästhesie und Intensivmedizin des Universitäts-Herzzentrums und einem Lehrrettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuzes vom Kreisverband Müllheim durchgeführt.

Weitere Termine und Infos:   
Das Laien-Reanimationstraining wird an folgenden weiteren Terminen – jeweils donnerstags um 19 Uhr – angeboten: 16. Juni 2016, 18. August 2016, 20. Oktober 2016 und 08. Dezember 2016. Der Kurs ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Medizinwissen für Kinder“ der Uniklinik

„Medizinwissen für Kinder“: Wie funktioniert das Herz?

Das HerzDas menschliche Herz ist ein wahres Muskelpaket – was das rekordverdächtige Organ alles leistet, erklärt Prof. Dr. Brigitte Stiller am 16. April 2016 bei der Fortsetzung der Vorlesungsreihe „Medizinwissen für Kinder“ der Uniklinik

Schwierige medizinische Themen für Schulkinder verständlich machen und sie für dieses Feld begeistern, das sind die Ziele der Vorlesungsreihe „Medizinwissen für Kinder“ des Universitätsklinikums Freiburg. Am Samstag, den 16. April 2016, findet um 15 Uhr im Hörsaal der Universitäts-Frauenklinik (Hugstetter Straße 55, Freiburg) die dritte Vorlesung der Reihe mit dem Titel „Wie funktioniert das Herz?“ statt.

Gerade einmal 300 Gramm wiegt das Herz eines

Foto Medizinwissen für Kinder / (c) Britt Schilling/Universitätsklinikum Freiburg

Foto Medizinwissen für Kinder / (c) Britt Schilling/Universitätsklinikum Freiburg

Erwachsenen, das ist etwas mehr als ein Stückchen Butter. Dennoch ist das Herz ein wahres Muskelpaket: Es schlägt ohne Pause 60 bis 70 mal in der Minute und pumpt dabei rund 7.000 Liter Blut am Tag durch die Adern – also 50 mal mehr Blut als der Wasserinhalt einer normalen Badewanne. Oft wird das Herz als „Motor“ des Menschen bezeichnet, denn es sorgt mit seiner Leistung dafür, dass alle Organe, Gewebe und jede noch so kleine Zelle ständig ausreichend Sauerstoff, Nährstoffe, Vitamine, Mineralien, Botenstoffe und andere wichtige Substanzen erhalten.

Portrait Prof. Dr. Brigitte Stiller / (c) Britt Schilling/Universitätsklinikum Freiburg

Portrait Prof. Dr. Brigitte Stiller / (c) Britt Schilling/Universitätsklinikum Freiburg

Wie das Herz genau funktioniert und was passiert, wenn das Herz einen Fehler hat, erklärt die Kinderherz-Expertin Prof. Dr. Brigitte Stiller bei „Medizinwissen für Kinder“. Sie ist Ärztliche Direktorin der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie des Universitäts-Herzzentrums Freiburg ∙ Bad Krozingen und behandelt jeden Tag Kinder und Jugendliche mit Herzfehlern.

Die Kinder haben während der Vorlesung die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an die Expertin zu richten.

Bitte beachten: Teilnehmen können nur Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Kinder können alleine kommen, dürfen aber auch eine erwachsene Begleitperson mitbringen.

Nach der 45-minütigen Vorlesung gibt es einen kleinen Imbiss.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

10 Jahre Patiententag in Wiesbaden

Gut informiert: Von Herz bis Hormon
10 Jahre Patiententag in Wiesbaden

Wiesbaden – Der Patiententag der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) und der Stadt Wiesbaden bietet aktuelle Themen des 122. Internistenkongresses − anschaulich, praxisnah und verständlich. Ärzte und Selbsthilfeorganisationen informieren über Erkrankungen innerer Organe wie Herz, Lunge, Magen und Darm. Ein Themenschwerpunkt widmet sich – analog  zum in Kürze stattfindenden Jahreskongress der DGIM in Mannheim – der Herzschwäche. Auf dem mittlerweile 10. Informationstag für Betroffene, ihre Angehörigen und medizinisch Interessierte begrüßen die Veranstalter in diesem Jahr zudem den Theologen und Publizist Eugen Drewermann, der zum Thema „Selbstbestimmte Medizin im Alter“ sprechen wird. Der Patiententag findet am 2. April 2016 im Rathaus und auf dem Schlossplatz statt, der Eintritt ist kostenfrei.

Die stetig steigende Lebenserwartung ist nicht zuletzt Folge einer immer besser werdenden medizinischen Versorgung. Eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten stellt Ärzte und Patienten damit vor die Entscheidung, was sinnvoll und notwendig ist, wo Ärzte zu viel oder zu wenig behandeln. „Ein informierter Patient kann viel besser gemeinsam mit dem Arzt agieren und Entscheidungen treffen“, sagt Professor Dr. med. Gerd Hasenfuß, der Vorsitzende der DGIM und Präsident des 122. Internistenkongresses. Da der Patiententag seit Jahren gut angenommen werde, sieht sich die DGIM in ihrem Engagement bestätigt, das beim Internistenkongress präsentierte medizinische Wissen auch zukünftig im Rahmen des Patiententages mit Betroffenen und Interessierten zu teilen.

Gerade ältere Menschen, die nicht selten unter mehreren Krankheiten leiden und eine Vielzahl an Medikamenten nehmen müssen, haben oftmals Zweifel an bestimmten Behandlungen oder Medikationen. Unter dem Titel „Maßvolle Medizin − Selbstbestimmte Medizin im Alter“ referiert der renommierte Theologe und Publizist Dr. Eugen Drewermann zu der Frage, wie Patienten mit diesen Zweifeln umgehen können und welche Möglichkeiten einer maßvollen Medizin gegeben sind. „Wir freuen uns, Dr. Drewermann beim Patiententag begrüßen zu dürfen. „Denn gerade in Zeiten eines fortschreitenden demografischen Wandels ist die Frage nach dem richtigen Maß für Patient und Mediziner eine zentrale“, sagt Dr. Norbert Schütz, Chefarzt und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Hochtaunus-Kliniken. Schütz verantwortet von Seiten der DGIM das Programm des 10. Patiententages, das in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Wiesbaden entstanden ist.

Ein weiteres Thema des Patiententages wird die Herzschwäche sein. „Keine Krankheit wird öfter in Kliniken diagnostiziert, daher sollte jeder Warnzeichen, die darauf hindeuten, erkennen können“, sagt Professor Hasenfuß, der die Klinik für Kardiologie und Pneumologie und das Herzzentrum an der UMG, Universitätsmedizin Göttingen leitet. Die Vortragsreihe befasst sich damit, an welchen ersten Anzeichen Patienten eine Herzschwäche erkennen können, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie der Patient durch Lebensstiländerungen einer Herzschwäche begegnen kann. Das Spektrum des Patiententages ist vielfältig und richtet sich an ein breites Publikum. Beispielsweise befasst sich eine Vortragsreihe, die die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie ausrichtet, mit Krankheiten, die durch einen gestörten Hormonhaushalt entstehen können, wie Schilddrüsenknoten und Osteoporose. Um die Arbeit der Selbsthilfegruppen zu würdigen, verleiht die Marion und Bernd Wegener-Stiftung den Förderpreis für Selbsthilfegruppen – gemeinsam mit der DGIM und der Stadt Wiesbaden. Ausgezeichnet werden gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen aus dem gesamten Bundesgebiet, die besonderes Engagement und Kreativität auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit bewiesen haben. Bei der Pressekonferenz am 23. März 2016 anlässlich des Patiententages erläutern Vertreter der DGIM und der Stadt Wiesbaden, was die Besucher erwartet und diskutieren Themenschwerpunkte der Veranstaltung.

Deutscher Krebskongress und Patiententag laden ein

Präzisionsmedizin in der Krebstherapie: Deutscher Krebskongress und Patiententag laden ein

Berlin, 17.02.2016 Der Deutsche Krebskongress ist die größte Fachtagung zu Diagnostik und Therapie im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr werden mehr als 10.000 Expertinnen und Experten in der Hauptstadt erwartet. Mit Prof. Dr. Angelika Eggert und Prof. Dr. Ulrich Keilholz stellen zwei führende Onkologen der Charité – Universitätsmedizin Berlin das Präsidium. Ergänzt wird der Kongress durch den Krebsaktionstag – ein Forum für Betroffene, Angehörige und Interessierte.

Der Deutsche Krebskongress greift mit dem Motto „Krebsmedizin heute: präventiv, personalisiert, präzise, partizipativ“ den Leitgedanken der modernen Präzisionsmedizin (P4-Medizin) auf. Dabei erörtern Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen jüngste Forschungsergebnisse und diskutieren gesundheitspolitische Aspekte der Patientenversorgung, wie beispielsweise die Fortschritte und Aufgaben beim Aufbau klinischer Krebsregister oder bei der Finanzierung der personalisierten Medizin.

Der Krebsaktionstag steht ganz im Zeichen des Patienten: In allgemein verständlicher Form informieren Experten aus der Krebsforschung, der medizinischen Versorgung und dem psychosozialen Bereich rund um das Thema Krebs. Charité-Mediziner beteiligen sich mit ihrer Expertise: So erklärt beispielsweise Prof. Dr. Diana Lüftner von der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Campus Benjamin Franklin, was genau personalisierte Medizin bedeutet. Prof. Dr. Peter Vajkoczy, Direktor der Klinik für Neurochirurgie, beantwortet Fragen zu Gliomen, einer Form von Hirntumoren. Über Therapiemöglichkeiten bei Ovarialkarzinomen berichtet Prof. Dr. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie am Campus Benjamin Franklin und am Campus Virchow-Klinikum. Zudem haben Betroffene und Interessierte die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen oder sich mit anderen Patienten und Selbsthilfeorganisationen auszutauschen.

Der 32. Deutsche Krebskongress findet vom 24. bis 27. Februar im CityCube Berlin, Messedamm 26, Eingang Jafféstraße, in 14055 Berlin statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Der 7. Krebsaktionstag findet am Samstag, den 27. Februar von 9 bis 17 Uhr im CityCube Berlin, Messedamm 26, Eingang Jafféstraße, in 14055 Berlin statt. Der Eintritt ist frei.

Zahnimplantate: Qualität statt folgenreicher Schnäppchen?

Patientenveranstaltung mit Expertenvorträgen und Live-Übertragung einer Implantat-Operation

ImplantologieModerne Implantate sind aus der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde nicht mehr wegzudenken. Im Rahmen einer Patientenveranstaltung informiert darum die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit der Bezirkszahnärztekammer Freiburg über aktuelle Entwicklungen von Zahnimplantaten. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 24. Februar 2016 von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr im großen Hörsaal der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg statt. Die Besucher erwarten dort Expertenvorträge, eine offene Fragerunde und die Live-Übertragung einer Implantat-Operation direkt aus dem Operationssaal. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Die Referenten, sowohl Ärzte des Universitätsklinikums Freiburg als auch niedergelassene Ärzte, werden über die Wahl des richtigen Ansprechpartners, moderne Planungsverfahren von Operationen sowie Implantationserfolge bei Osteoporose und Knochenmangel informieren. Weitere Vorträge werden sich mit Implantationen im Schlaf und Möglichkeiten der Kostenübernahme durch die Krankenkassen befassen. Im Anschluss an die Vorträge stehen die Referenten für Fragen des Publikums zu Verfügung.

Hohe Qualität kann später Kosten sparen

„Wir empfehlen, vermeintliche Billig-Angebote im In- oder Ausland sehr genau zu prüfen. Denn oft entstehen weit höhere Folgekosten, wenn aufgrund von Komplikationen weitere Behandlungen notwendig werden“, sagt Prof. Dr. Rainer Schmelzeisen, Ärztlicher Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikum Freiburg, der die Veranstaltung gemeinsam mit Dr. Peter Riedel von der Bezirkszahnärztekammer Freiburg leitet. Das Einsetzen von Implantaten erfordert eine exakte Planung, große chirurgische Erfahrung und ein hohes Maß an Hygiene. „Einfache Eingriffe sind häufig bei einem niedergelassenen Arzt möglich. Schwierigere Behandlungen oder komplexe Knochenaufbauten sollten aber in der Klinik durchgeführt werden“, sagt Prof. Schmelzeisen.

Flyer__Implantologie_2016

Kunst und Wissenschaft treffen aufeinander

Das Projekt „Störung/Ha-fra-ah“ bringt Bewegung ins Labor und Erkenntnisse über Morbus Parkinson ins Theater

Das Wissenschafts- und Tanzprojekt "Störung/Ha-fra-ah" behandelt die Themen Bewegung und Bewegungsstörung. Foto: Levin Sottru

Das Wissenschafts- und Tanzprojekt „Störung/Ha-fra-ah“ behandelt die Themen Bewegung und Bewegungsstörung. Foto: Levin Sottru

Das Verständnis von Krankheit hinterfragen, verschiedene Formen der Forschung reflektieren: Das deutsch-israelische Projekt „Störung/Ha-fra-ah“ ließ Kunst und Wissenschaft aufeinander treffen. Entstanden sind Choreografien, Installationen, Workshops und ein Dokumentarfilm, aber auch neue Ansätze zur Messung und zum Verständnis der Wirkung von Tanz auf die Parkinson’sche Krankheit – eine Erkrankung der Bewegungssteuerung. Bei einem zweitägigen Kongress sind die Ergebnisse nun in Freiburg vorgestellt worden. Die Kulturstiftung des Bundes, das Deutsch-Israelische Zukunftsforum und die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördern das Projekt.

Seit dem 20. Februar 2015 trafen sich in Freiburg jede Woche junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Albert-Ludwigs-Universität, Tänzerinnen und Tänzer des Theaters Freiburg und an Morbus Parkinson erkrankte Menschen. Sie diskutierten, bearbeiteten gemeinsame Forschungsfragen zum Thema Bewegung und Bewegungsstörung und tanzten. Zeitgleich trafen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Israel. Das Projekt des Exzellenzclusters BrainLinks-BrainTools der Albert-Ludwigs-Universität und des Theaters Freiburg verband auf diese Weise subjektive Erfahrungen mit objektiv-wissenschaftlichen Perspektiven auf die Krankheit – Morbus Parkinson ist ein Forschungsschwerpunkt am Exzellenzcluster.

Die Parkinson’sche Krankheit entsteht, wenn Zellen in bestimmten Hirnbereichen absterben. Charakteristische Symptome sind Rigor, also die zunehmende Steifheit der Bewegungen, und bei manchen Patientinnen und Patienten Tremor, ein Zittern. Menschen, die an der Parkinson’schen Krankheit leiden, berichten, dass Tanz ihre Symptome lindere. Diese Effekte sind aber für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schwer zu erfassen. Das Projekt wollte neue Denkanstöße zwischen Tänzern und Forschern schaffen.

Nachwuchswissenschaftler in Freiburg und Tel Aviv testeten die Wirkung von Tanz auf Parkinson, von Musik auf Empathie oder von Rhythmus auf Bewegung. Die Freiburger Forscher Johannes Erhardt und Dr. Juan Ordonez sowie die Künstlerin Mathilde Bonte entwickelten einen Sensor, der mit einem Beschleunigungsmesser das Symptom Tremor erfasst. Julie Philpott bereitete im Projekt ihre medizinische Doktorarbeit zum Effekt von Musik auf rhythmische Bewegungen in der funktionellen Magnetresonanztomografie vor. In Israel entwickelten zwei Teilnehmer einen neuen Messansatz für Parkinsonsymptome namens „Moveinteraction“. Die psychologischen Interviews und Messungen zeigten in ersten Ergebnissen, dass Patienten sich nach dem Besuch der Tanzstunden stärker sozial eingebunden und sicherer fühlten. Eine weitere Gruppe erfand ein Computerspiel und eine Tanzaufgabe, um zu testen, was im Gehirn passiert, wenn Menschen miteinander interagieren.

„Auch Künstlerinnen und Künstler forschen. Sie beschäftigen sich mit der subjektiven Erschließung der Erfahrungswelt“, erklärt Privatdozent Dr. Oliver Müller, Leiter des Projekts an der Universität und Nachwuchsgruppenleiter bei BrainLinks-BrainTools. Die zehn Freiburger Teilnehmenden aus Ingenieurswissenschaften, Medizin, Biologie und Psychologie lernten, wie Tänzer zum Beispiel Bewegungsabläufe in ihre Komponenten aufgliedern und Stück für Stück nachvollziehen. Umgekehrt bekamen die sechs Tänzer Einblicke in die Neurowissenschaften.